Ein hartes Stück Arbeit

Sport / 16.10.2022 • 21:53 Uhr
Mykola Bilyk und seine Kollegen beim ÖHB-Team mussten an die Grenzen gehen, um schlussendlich den Sieg auf den Faröer Inseln einzufahren.gepa
Mykola Bilyk und seine Kollegen beim ÖHB-Team mussten an die Grenzen gehen, um schlussendlich den Sieg auf den Faröer Inseln einzufahren.gepa

Österreichs Handball-Nationalteam mühte sich auf den Faröer Inseln zu einem 30:28-Sieg.

Torshavn Ende gut, alles gut. Österreichs Herren-Nationalteam gewinnt auch das zweite Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft in Deutschland 2024 auf den Faröer Inseln mit 30:28 (14:14). Dafür mussten die Schützlinge von Teamchef Ales Pajovic aber richtig viel harte Arbeit über 60 Minuten verrichten. Denn die Gastgeber zeigten von der ersten Sekunde an, dass mit ihnen mehr als nur zu rechnen war. Angeführt von einem glänzend aufgelegten Oli Mittun machten die Faröer es dem ÖHB-Team rund um Robert Weber und Co. richtig schwer.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Der Start gehörte den Gastgebern, die zwar ihr erstes Qualifikationsspiel gegen die Ukraine mit 25:29 verloren hatten, aber mit Volldampf loslegten. Österreich brauchte einige Zeit, um sich auf das schnelle Spiel einzustellen. Erst in Minute 13 gelang Sebastian Frimmel der Treffer zur ersten Führung (7:6). In weiterer Folge ließen sich die Färöer aber nicht abschütteln und es ging mit einem schmeichelhaften 14:14 aus rot-weiß-roter Sicht, auch dank starker Paraden von ÖHB-Goalie Thomas Eichberger, in die Kabinen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit ging für Österreich komplett schief. Innerhalb kürzester Zeit kassierte man drei Zeitstrafen, darunter auch die Rote Karte für Lukas Herburger (37.). Gottlob konnten die Faröer kein großes Kapital daraus schlagen. So blieb es ein Match auf Augenhöhe, in dem sich Österreich zwar steigerte, aber richtig absetzen konnte man sich nie.

Clever und cool

Erst als es in die Crunchtime ging, sprich Richtung Entscheidung des Spiels, nahm Österreichs bester Mann Lukas Hutecek das Heft in Hand. Der Wiener war mit neun Toren bester ÖHB-Werfer, gefolgt von Weber mit sieben, und legte mit seinen Aktionen im zweiten Abschnitt den Grundstein für den mühevoll erarbeiteten Auswärtssieg. Dazu traten auch Boris Zivkovic und Lukas Schweighofer mit wichtigen Toren in den letzten Minuten in Erscheinung. Den wohl größten Unterschied machte die Erfahrung im ÖHB-Team aus. Spieler wie Mykola Bilyk, Hutecek oder Weber blieben immer cool und schlugen im richtigen Moment eiskalt zu. Und sorgten so für einen erfolgreichen Auftakt in der EURO-Quali. VN-MKR

Handball

EHF Euro 2024 in Deutschland

Qualifikation, Gruppe C, 2. Spieltag

Faröer Inseln – Österreich 28:30 (14:14)

Torshavn, SR Jorum/Kleven (NOR)

Zeitstrafen: 2 bzw. 8

Torfolge: 8. 5:3, 13. 6:6, 21. 8:11, 26. 12:12, 36. 17:17, 41. 19:29, 49. 22:23, 56. 24:27

Faröer Inseln: Jacobson; Hoydal 1, Mortensen 4, Nordberg, Nielsen, Berg Hansen, Johansen, Djuushuus, Satchwell, Av teigum 5, Poulsen 3, Mekkelsen 3, Krogh, P. Mittun 1, O. Mittun 7, Rasnussen 4

Österreich: Eichberger, Möstl; Bozovic, Weber 7, Frimmel 2, Dicker, Herburger 2, Schweighofer 1, Zivkovic 3, Damböck, Bilyk 3, Wagner 1, Kofler 2, Hutecek 9, Lastro, Miskovez

Bereits gespielt

Rumänien – Ukraine 34:26 (18:14)

Tabelle

1. Österreich  2 2 0 0 66:60 +6 4

2. Rumänien 2 1 0 1 66:62 +4 2

3. Ukraine 2 1 0 1 55:59 -4 2

4. Faröer Inseln 2 0 0 2 53:59 -6 0

Die weiteren ÖHB-Spieltermine:

Ukraine – Österreich, 8. März; Österreich –
Ukraine, 11. März; Rumänien – Österreich,
26. April; Österreich – Faröer Inseln, 30. April