“Wir haben noch eine Rechnung offen”

Sport / 22.10.2022 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Pius Grabher, Austrias Vereins-Ikone, ist der Dauerbrenner unter Cheftrainer Markus Mader. Gegen seinen Ex-Klub SV Ried will der 29-Jährige wieder zurück in die Erfolgsspur.<span class="copyright">gEpa</span>
Pius Grabher, Austrias Vereins-Ikone, ist der Dauerbrenner unter Cheftrainer Markus Mader. Gegen seinen Ex-Klub SV Ried will der 29-Jährige wieder zurück in die Erfolgsspur.gEpa

Austria Lustenau empfängt SV Ried, gegen die man in der Bundesliga noch nie gewinnen konnte.

Lustenau Wenn Bundesliga-Aufsteiger Austria Lustenau am Sonntag (14.30 Uhr) auf die SV Ried trifft, hat es wohl noch nie einen besseren Zeitpunkt für einen Sieg über die Innviertler gegeben. Zum einem, weil die Austria in ihrer Vergangenheit im österreichischen Oberhaus noch nie ein Match gewinnen konnte. Und zum anderen, weil die Rieder durch zwei volle Erfolge in Serie (3:1 beim Wolfsberger AC, 1:0 über Rapid Wien) bis auf einen Punkt in der Tabelle an die Grün-Weißen heranrückten. Mit einem Heimdreierwürde man die „Wikinger“ auf Distanz halten können.

“Am Ende ist es mir egal, wie wir spielen. Hauptsache wir gewinnen die Partie.”

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
Markus Mader und Co. brauchen wieder einen Sieg.<span class="copyright"> Gepa</span>
Markus Mader und Co. brauchen wieder einen Sieg. Gepa

Heimvorteil

Dazu hat man, laut Austrias Mittelfeldmotor Pius Grabher, „noch eine Rechnung offen. Denn die 0:1-Niederlage in der zweiten Runde in Oberösterreich war mehr als unglücklich. Da sind wir als bessere Mannschaft als Verlierer vom Feld gegangen.“ Der Dauerbrenner unter Trauner Markus Mader sieht dabei den Heimvorteil als größtes Plus für sein Team: „Ich weiß es aus meiner Zeit bei der SV Ried, dass deren Heimpublikum einiges bewegen kann. Genau den gleichen Effekt erwarte ich mir morgen, wenn uns unsere Fans nach vorne peitschen. Ich bin voll auf Sieg eingestellt.“

Blickt man auf die Ergebnisse der letzten Wochen, wäre ein Heimsieg wohl ein Segen. Vier Niederlagen kassierte man in ebenso vielen Matches zuletzt, auf einen vollen Erfolg wartet man schon seit Runde fünf (20. August/2:1-Sieg auswärts beim SCR Altach ).

Duelle, Duelle, Duelle

Nach der 2:3-Niederlage in Innsbruck hat man sich im Lager der Austria nochmal eingeschworen, „den Fokus auf die letzten vier Spiele, davon sind ja drei zuhause im Reichshofstadion, vor der langen Winterpause gelegt. In diesen Matches wollen wir eine gut Ausgangssituation für das Frühjahr schaffen“, erklärt Austrias Sportdirektor Alexander Schneider. Trainer Mader sieht im anstehenden Kontrahenten, „einen sehr gefährlichen Gegner, weil sie mit breiter Brust zu uns kommen und sich etwas ausrechnen.“

Der Bregenzer erwartet eine defensiv eingestellte Mannschaft aus dem Innviertel, dass ihr Heil im Konter suchen wird, „das bedeutet wir brauchen eine gute Positionierung und einen geordneten Spielaufbau. Aber das Wichtigste wird sein, dass wir wieder in den Duellen Mann gegen Mann als Sieger hervorgehen. Darin sehe ich den Schlüssel zu drei Punkten. Und am Ende ist es mir ehrlich gesagt egal, wie wir spielen. Hauptsache wir haben den Sieg in der Tasche“, lässt Mader in seine Gefühlswelt vor dem Schlüsselspiel einblicken.

Veränderungen

Weniger Einblick gewährt der Cheftrainer in seine Aufstellung bzw. in welcher Formation seine Elf auflaufen wird. Doch aufgrund der guten zweiten Halbzeit bei der WSG Tirol, „an der wir auf jeden Fall gegen SV Ried anschließen wollen (Mader)“, stehen die Chancen auf eine Dreier- bzw. Fünferkette gut.

Personell wird es dadurch wohl auch zu Veränderungen kommen, Namen wollte Mader keine nennen. Die Chancen für Darijo Grujcic oder auch Anthony Schmid stehen mal gut. Fix nicht mit von der Partie sind Torben Rhein, der immer noch an den Nachwehen nach dem Foul von WSG-Tirol-Spieler Valentino Müller laboriert, und Michael Cheukoua. Der Angreifer erlitt eine Prellung im Knöchel.

Fussball, Admiral Bundesliga, 13. Spieltag

Austria Lustenau – SV Ried Sonntag

Lustenau, Reichshofstadion, 14.30 Uhr, SR Jäger

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