Nur wenige Sekunden fehlten zum Sieg

Sport / 23.10.2022 • 23:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Ende musste SCRA-Torfrau Charlotte Voll dreimal hinter sich greifen. <span class="copyright">VN-SAMS</span>
Am Ende musste SCRA-Torfrau Charlotte Voll dreimal hinter sich greifen. VN-SAMS

Vorarlbergs Bundesligist SPG SCR Altach/FFC Vorderland unterlag St. Pölten (2:3) nach einem Gegentreffer in der allerletzten Aktion.

Altach Im elften Duell war die Ausgangslage für die heimischen Bundesligaspielerinnen gegen Rekordmeister St. Pölten so gut wie noch nie, denn die Altacherinnen sind in der Bundesliga der erste Verfolger der Niederösterreicherinnen. Doch nach einer Viertelstunde sah die Welt in der Cashpoint Arena schon ganz anders aus. Denn die Vorarlbergerinnen lagen bereits mit 0:2 zurück.

Altach-Trainer Bernhard Summer mit Nationalspielerin Anna Bereuter. <span class="copyright">VN-SAMS</span>
Altach-Trainer Bernhard Summer mit Nationalspielerin Anna Bereuter. VN-SAMS

Planet Pure Frauen Bundesliga

7. Spieltag

SPG SCR Altach/FFC Vorderland – SKN St. Pölten 2:3 (1:2)

Cashpoint Arena, 972 Zuschauer, SR Tschon (T)

Torfolge: 1. 0:1 Stefanie Enzinger, 14. 0:2 Valentina Mädl, 28. 1:2 Eileen Campbell, 65. 2:2 Linda Natter, 90. /+2 2:3 Rita Schumacher

SPG SCR Altach/FFC Vorderland (4-4-2) Voll – Horvat, Calo, Müller, Kofler – Olsen, Schneider, Purtscher (74. Kirchmann), Bereuter – Campbell, Natter

SKN St. Pölten (4-1-4-1) Palmen – Johanning (46. Mikolajova), Balog, Klein (46. Lemesova), Fuchs – Eder – Mädl, Meyer (69. Wenger), Zver (46. Brunnthaler), Zagor – Enzinger (69. Schumacher)

„Wir wussten, dass wir Altach nicht unterschätzen dürfen. Die Mentalität war der Schlüssel zum Erfolg.“

Liese Brancao, Trainerin SKN St. Pölten

“Anfangsphase verschlafen”

St. Pölten startete mit dem Anstoß in die erste Halbzeit und gönnte den Altacherinnen erst mit dem nächsten Anstoß den ersten Ballkontakt. Dazwischen lagen 51 Sekunden, in denen der Rekordmeister durch Stefanie Enzinger aus halblinker Position aus gut zehn Metern zur Führung traf. St. Pölten presste bereits im Offensivdrittel die Formation der Gastgeberinnen, was diesen zunächst sichtlich Probleme bereitete. Es folgten dadurch immer wieder Standardsituationen, wie ein Eckball in der 14. Minute. Torhüterin Charlotte Voll, die nach überstandener Krankheit ebenso wie Anna Bereuter wieder in der Startaufstellung stand, konnte die Flanke auf das Tor nach oben abwehren, doch der Ball flog in der Folge direkt vor den Augen von Valentina Mädl wieder herunter, die ohne Probleme den Ball aus kurzer Distanz nur mehr über die Linie befördern musste. „Dass wir die Anfangsphase verschlafen haben, war sehr bitter, weil ein Punktgewinn heute möglich gewesen wäre“, analysierte Trainer Bernhard Summer nach dem Spiel.


Altach wirkte nach dem 0:2 wie ausgewechselt und erspielte sich selbst mehrere Tormöglichkeiten. Oftmals lief es über hohe weite Bälle oder die Außenbahnen, auf denen Anna Bereuter (links) und Maria Olsen (rechts) immer wieder Platz vorfanden, doch vor dem Tor scheiterten zunächst sowohl Ex-St. Pölten Spielerin Bereuter wie auch Julia Kofler. In der 28. Minute hatte die Gäste-Defensive das Nachsehen. Olsen flankte nach einem gewonnenen Laufduell in die Mitte, wo Eileen Campbell den Abpraller zum 1:2-Anschlusstor verwerteteNach der Pause hatte Altach die besseren Offensivaktionen, trafen jedoch erst in der 65. Minute durch Linda Natter zum Ausgleich. Die Stürmerin gewann das Laufduell gegen die herausstürmende Torfrau und netzte aus spitzem Winkel ins leere Tor ein. In der Folge belohnten sich die Gastgeberinnen für die gute Aufholjagd trotz weiterer guter Chancen nicht. „Heute wäre ein Punkt sicherlich verdient gewesen, denn wir haben bewiesen, was wir können“, so Abwehrspielerin Francesca Calo. Denn die Gäste nahmen die drei Punkte dank eines Treffers aus der letzten Aktion im Spiel mit auf die Heimreise. „Wir wären nach dem Ausgleich sicher näher am Führungstreffer gewesen und deshalb war der Gegentreffer in der 93. Minute sehr ärgerlich. Die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande kam, ärgert mich mehr als das Ergebnis“, führte Summer aus, nachdem St. Pölten eine missglückte Abwehraktion zum 2:3-Siegtreffer ausnützte. FLO