Der Sieger ist die Nummer eins im Land

Sport / 11.11.2022 • 21:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Duell Jean Hugonet gegen Atdhe Nuhiu ist für das große Derby ausschlaggebend.

Lustenau Es knistert heute. Nicht nur in Österreichs größter Marktgemeinde Lustenau und in Altach, sondern wohl auch im ganzen Fußballland Vorarlberg. Das erst zweite Bundesligaderby zwischen den Grün-Weißen und den Rheindörflern steht an. Erinnerungen an das erste Duell der beiden großen Rivalen lässt die Fußballherzen höher schlagen. Am 20. August besiegte der Bundesligaaufsteiger aus Lustenau den SCRA in einer knüppelvollen Cashpoint Arena mit 8400 Zuschauern knapp nach 0:1-Rückstand mit 2:1. Klar, dass man in Altach nach Revanche lechzt. Umgekehrt denkt man in Lustenau an eine Wiederholung des doch historischen Sieges. Zumal die Elf von Austrias Trainer Markus Mader schon lange auf einen vollen Erfolg in der Bundesliga wartet. Der letzte Sieg gelang – richtig: in Altach.

Duell Mann gegen Mann

VN-Experte Dieter Alge prognostizierte in der Mittwoch-Ausgabe, dass die Mannschaft von Altach-Coach Miroslav Klose leicht zu favorisieren ist, weil man einen gewissen Atdhe Nuhiu in den Reihen hat. Der 33-Jährige läuft in dieser Saison zur Hochform auf, erzielte bereits acht Tore. Unter Klose blüht der Kicker aus dem Kosovo so richtig auf. Sechs Treffer erzielte Nuhiu per Kopf – und ist damit auf Rekordkurs. Nur Shon Weißmann (WAC) gelangen in der Saison 2019/20 mehr Kopftore (8).

Vor dem Mittelstürmer ist der Respekt auch in Lustenau ungemein groß. Mehr aber auch nicht, wie auf der Pressekonferenz erklärt wurde. Weil man selbst mit Jean Hugonet die richtige Antwort auf den 1,96 Meter großen Angreifer zu haben meint. Der Franzose weiß genau, was ihn heute ab 17 Uhr erwartet. „Nuhiu ist wirklich ganz schwer zu bespielen. Diese Erfahrung habe ich im ersten Derby gemacht. Mit seiner Wucht hat er unsere Abwehr vor richtige Probleme gestellt“, erinnert sich der Innenverteidiger, der heute Matthias Maak, aus seinem Comeback wurde doch nichts, als Abwehrchef ersetzen soll. Dennoch sieht Hugonet Chancen im direkten Duell mit Nuhiu, „wenn ich intelligent agiere. Ich muss mein Spiel an ihn anpassen. Denn er arbeitet am Feld komplett anders als die meisten Stürmer in der Liga. Schaffe ich das, ist uns sicher sehr geholfen.“ Siehe letztes Aufeinandertreffen, in dem Nuhiu kein Tor gelang, er aber dafür mit gelb-roter Karte vom Platz flog.

Psychospielchen

Aufgrund der Vorstellungen u der letzten Wochen spielt man in Lustenau die Favoritenrolle den Altachern zu. „Alleine die letzte Runde, wir spielen gegen den Tabellenletzten Hartberg 1:1, sie aber 1:1 gegen Österreichs zweitbeste Mannschaft Sturm Graz, sagt schon viel aus. Sie sind in meinen Augen ein noch größerer Favorit als im August“, erklärt Lustenaus Chefcoach Mader, nur um nachzusetzen, „dass dies wieder unser großer Trumpf sein kann.“

Der Ausgang ist bekannt, ein Fußballfest im ausverkauften Reichshofstadion ist garantiert.

„Nuhiu arbeitet völlig anders als die anderen Stürmer. Da muss ich sehr clever agieren.“

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