Ein Abschied ohne Happy End

Sport / 11.11.2023 • 19:56 Uhr
Namory Cisse war der beste Lustenauer. <span class="copyright">Gepa</span>
Namory Cisse war der beste Lustenauer. Gepa

Austria Lustenau erzielt zwar zwei Tore, das reicht aber nicht.

Eine halbe Stunde nach Spielende feierte der harte Kern der Austria-Fans immer noch auf der Nordtribüne des Reichshofstadions. Es war ein Abschiedschor für ihre Heimstätte, auf der die Fans so viele große Momente und Rückschläge ihrer Mannschaft erlebt haben. Gegen den WAC gab es zum Abschied einen negativen Abschied, der viele ratlos zurückließ. Spielerisch war der Auftritt der Lustenauer erneut wenig zufriedenstellend, immerhin versuchten sie in der Schlussphase des Spiels das Ruder nochmals herumzureißen. Immerhin stimmte die Moral – zumindest bei einem Teil der Mannschaft.

Nach wenigen Sekunden hätte die Partie bereits eine andere Wendung nehmen können. Darijo Grujcic stieg seinem Gegenspieler Augustine Boakye an der Mittellinie in die Hacken und hatte Glück, dass er mit einer Gelben Karte davonkam. Die Austria konzentrierte sich voll aufs Verteidigen und wollte an das Spiel gegen Austria Wien anschließen. Die Fünferkette agierte sehr tief, die beiden Außen Anderson und Baila Diallo riskierten keine Offensivläufe. Doch der WAC fuhr einen Angriff, der kaum zu verteidigen war. Nach drei schnellen Pässen hämmerte Boakye den Ball aus 18 Metern genau ins Eck (13.).

Die Lustenauer wankten nun, die Unsicherheit wurde immer größer. Schlimme Ballverluste in der eigenen Hälfte ermöglichten den Kärntnern immer wieder Großchancen, die allerdings nicht geradlinig zu Ende gespielt wurden. Eine erste Torannäherung der Austria gab es erst durch einen Weitschuss von Torben Rhein (45.).

In der Pause verzichtete Markus Mader trotz der erneut schwachen Leistung auf einen Wechsel, dennoch zeigte sich seine Mannschaft leicht verbessert. Das Heimteam präsentierte sich deutlich offensiver und spielte endlich nach vorne. Auf der Gegenseite hätte der inferiore Jonathan Schmid dem WAC mit einem missglückten Rückpass fast zu einem weiteren Treffer eingeladen, doch Domenik Schierl rettete gegen Mohamed Bamba (56.). Mader wollte nun mehr Risiko nehmen und hatte bereits vier Joker an die Seitenlinie beordert, da entschied Schiedsrichter Safak Barmaksiz nach einem Handspiel von Boris Moltenis auf Elfmeter (60.). Der Referee hatte eine Nachricht vom VAR erhalten. Thierno Ballo verwertete sicher, obwohl Schierl noch am Ball dran war.

Die Austria ergab sich dieses Mal nicht ihrem Schicksal. Vor allem die Eingewechselten kurbelten das Offensivspiel der Grün-Weißen an. Namory Cisse erzielte den Anschlusstreffer, weil er in der Aktion geblieben war (69.). Etwas das Nikolai Baden Frederiksen in der ersten Halbzeit nie gemacht hatte.

Beinahe wäre Cisse sogar noch der Ausgleich gelungen, doch der wuchtige Abschluss wurde von WAC-Keeper Hendrik Bonman gerade noch übers Tor gelenkt (73.). Dann setzte es den nächsten Nackenschlag für die Lustenauer. Neuzugang Kennedy Boateng, der bis dahin eine gute Partie gezeigt hatte, rutschte ein Auswurf von Schierl durch, daraus erzielte Ballo den dritten WAC-Treffer.

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Die Austria kam allerdings noch ein weiteres Mal zurück. Diaby zwirbelte die Kugel von der Strafraumgrenze ins lange Eck und ließ die 3848 Zuschauer nochmals hoffen. Doch der WAC, der selbst noch einige Chancen vorfand, rettete die Führung über die Zeit.