Ex-Austria-Stürmer Dwamena ist tot

Sport / 11.11.2023 • 16:08 Uhr
Raphael Dwamena wird in Lustenau in Erinnerung bleiben. <span class="copyright">Gepa</span>
Raphael Dwamena wird in Lustenau in Erinnerung bleiben. Gepa

Der Ghanaer starb mit 28 Jahren bei einem Spiel der albanischen Meisterschaft.

In Albanien hat sich beim Spiel KF Egantia gegen FK Partizani eine Tragödie ereignet. In der 24. Minute brach Egantia-Stürmer Raphael Dwamena zusammen und verstarb trotz Wiederbelebungsversuchen der Spieler auf dem Platz wenig später im Spital. Das berichten albanische Medien und es wurde vom Klub bestätigt.

Dwamena spielte von 2017 bis 2018 in Lustenau und schoss die Grün-Weißen mit 18 Toren in 17 Spielen an die Tabellenspitze. Nach nur sechs Monaten wechselte der Ghanaer um eine Rekordsumme von rund 600.000 Euro zum FC Zürich in die Schweiz. In Lustenau war er anschließend ein stets gern gesehener Gast, der regelmäßig bei der Austria zu Besuch war.

Nach einem Jahr in Zürich scheiterte ein Wechsel Dwamenas um kolportierte zehn Millionen Euro nach Brighton am Medizincheck. Erstmals wurde beim Stürmer ein Herzfehler festgestellt. Der damals 24-Jährige setzte seine Karriere dennoch fort und wechselte nach Spanien zu UD Levante. Nach einem weiteren Wechsel nach Dänemark zu Velje wurde Dwamena nach einem medizinischen Notfall ein Defibrillator eingesetzt. Dieser rettete ihm vor fast genau zwei Jahren das Leben, als er beim ÖFB-Cup-Spiel seines damaligen Klubs Blau-Weiß Linz gegen den TSV Hartberg auf dem Platz kollabierte. Die Oberösterreicher lösten anschließend den Vertrag mit dem Stürmer auf.

Nach einem Jahr ohne Fußball startete Dwamena im Schweizer Amateurfußball bei den BSC Old Boys seine zweite Karriere. Den Defibrillator ließ er sich entfernen, weil er der Technik nicht vertraute und sich damit nicht wohlfühlte. Im Sommer heuerte der Ex-Lustenauer in Albanien an und führte dort mit neun Toren aus zehn Spielen die Torjägerliste an.

Dwamena ist in einfachen Verhältnissen in Ghana aufgewachsen. Der mit 28 Jahren viel zu früh verstorbene Ex-Lustenauer war nicht nur ein begnadeter Fußballer, sondern ein ruhiger, besonnener und sehr beliebter Mensch, der fehlen wird.