Weißer Rauch über Lustenau

Sport / 04.04.2024 • 17:18 Uhr

Die Austria hat mit Mirco Papaleo (34) einen neuen Sportdirektor gefunden.

Lustenau Noch aber hat Alexander Schneider das Zepter des Sportdirektors der Lustenauer Austria in der Hand. Erst nach Saisonende wird Mirco Papaleo dem Deutschen, der am 27. Februar nach über vier Jahren im Amt seinen Abschied bekannt gab, nachfolgen. Der 34-jährige Italiener und Familienvater, der in Lochen am Zürichsee beheimatet ist, übernimmt offiziell am 1. Juni den Posten des Sportdirektors, obgleich er sich bereits gestern bei der Mannschaft und dem Staff der Austria vorstellte.

„Ich verfolge die Austria und CSC schon lange und kann mich mit der Vision identifizieren

Mirco Papaleo, design. Sportdirektor Austria Lustenau

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Von der Großbank zur Austria

Papaleo war in den vergangenen Jahren in der Kaderplanung und als Scout für die Schweizer Erstligisten GC Zürich und zuletzt FC Luzern tätig. Beim Klub am Vierwaldstättersee war er unter anderem für das Scouting der zwei höchsten Spielklassen Österreichs sowie für junge Spieler aus den Akademien zuständig. Parallel zum Fußball hat der Italiener als Direktor im Personalwesen bei der UBS über viele Jahre Führungserfahrungen gesammelt. Der Findungsprozess war ein schneller, wie Papaleo in einem ersten losen Gespräch bestätigte: „Durch meine Scouting-Tätigkeiten kannte ich die handelnden Personen bei Core Sports Capital (CSC) schon länger. Zudem war ich in der Vergangenheit oftmals zu Gast im Reichshofstadion und anderen Plätzen in Vorarlberg, kenne also die Gegebenheiten vor Ort. Vor rund sechs Wochen gab es dann die ersten Gespräche bezüglich des vakanten Postens bei der Austria und nun habe ich die Möglichkeit, langsam in den Klub hineinzuwachsen“.
Dennoch nahm sich der 34-Jährige Bedenkzeit, bevor er das Jobangebot annahm, „denn bislang konnte ich meine Tätigkeit im Fußball neben meinem Job bei der UBS ausüben. Mit dem Schritt zur Austria werde ich diesen niederlegen, das musste ich mit meiner Familie natürlich besprechen“, so Papaleo.

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Neue Wege der Einarbeitung

In den nächsten Wochen wird der Italiener, der vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch) spricht, von Noch-Sportdirektor Schneider eingearbeitet. Eine im Fußball nicht gerade übliche Herangehensweise an einen neuen Job. „Das hat für alle nur Vorteile, weil ich so langsam in die Agenden des Klubs eingeweiht werden kann. Und gleichzeitig können wir uns alle kennenlernen“, erklärt Papaleo, der wie auch Schneider vor ihm, ab Juni von CSC entlohnt wird und als Teil der Kooperation bei den Grün-Weißen arbeiten wird.

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Identifikation mit Vision

„Ich freue mich sehr auf diese spannende Herausforderung. Die Entscheidung, diese Rolle zu übernehmen, fiel mir nicht schwer, da ich schon die vergangenen Jahre die hervorragende Entwicklung des Vereins und CSC verfolge und mich mit der Vision und den Werten dieser Kooperation hundertprozentig identifizieren kann“ blickt der designierte Sportdirektor, der als Teil des vierköpfigen „Gremium Sports“ gemeinsam mit Valentin Drexel, Stephan Muxel (beide Vorstand) und Ingo Winter (CSC) über die sportlichen Geschicke entscheiden wird, seinem neuen Job entgegen.
Selbstredend, dass sich Papaleo lieber ein Wirken im Oberhaus Österreichs als in der 2. Liga wünscht. Doch das steht derweil auf einem anderen Papier.