Er ist Austrias neuer Sportdirektor

Mit Dieter Alge (59) übernimmt ein ehemaliger Fußballprofi den Posten bei Austria Lustenau als sportlicher Chef.
Lustenau Die Grün-Weißen aus Lustenau geben nach dem geschafften Klassenerhalt Vollgas. Nachdem man mit Lukas Ibertsberger, Mame Ndiaga, Haris Ismailcebioglu und Lenn Jastremski bereits vier Neuzugänge vermeldet hat, legten die Verantwortlichen mit dem neuen Sportdirektor nach. Dieter Alge folgt auf Mirko Papaleo und übernimmt die Agenden als neuer starker Mann auf der Position des Sportchefs bis zumindest Sommer 2026, mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Intensive Gespräche
Der gebürtige Dornbirner startet am 15. Juni in seinen neuen Job, einen Tag später beginnt auch für die Kampfmannschaft die Vorbereitungszeit für die neue Saison 2025/26 in der 2. Liga. Doch die Arbeit hat für den ehemaligen Fußballprofi (St. Gallen, LASK Linz, SCR Altach, FC Vaduz) bereits begonnen, nachdem er die Austria-Verantwortlichen in einem intensiven Auswahlverfahren überzeugt hat. Zuletzt war der dreifache Familienvater und dreifache Großvater in Liechtenstein als U17-Teamchef und auch als U16-Trainer tätig. Insgesamt verbrachte Alge, der sich bereits über viele Jahre als Cheftrainer bei Klubs wie BW Feldkirch, FC Lauterach, FC Höchst oder in der Akademie Vorarlberg sowie als Co-Trainer der SV Ried seine Sporen verdiente, sechs Jahre im Fürstentum. Nunmehr kehrt er als Sportdirektor des Traditionsvereins Austria Lustenau ins Ländle zurück.
Ideale Lösung
“Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe bei der Austria. Mir war es in den vergangenen Wochen in vielen Gesprächen wichtig, ein Gefühl für den Verein, die Menschen und das gesamte Umfeld zu bekommen – und dabei habe ich gespürt, dass hier viel positive Energie, Zusammenhalt und Entwicklungschancen vorhanden sind”, erklärt Alge, dessen Vater ein waschechter Lustenauer ist, im Gespräch mit den VN im Beisein der beiden Austria-Sportvorstände Valentin Drexel und Stephan Muxel sowie Vorstandssprecher Bernd Bösch. Der Klub sieht in dem 59-Jährigen die ideale Lösung, “weil er eigentlich alles abdeckt. Dieter bringt Erfahrung als ehemaliger Profi, als Trainer im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich mit. Dazu hat er sich ein großes Netzwerk geschaffen und weiß wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Sportjournalist, wie man mit den Medien umgeht”, so Drexel, der weiters betont, dass die Wahl intern einstimmig abgelaufen ist. “Es gab viele Gespräche und in diesen hat uns Dieter Alge überzeugt.”

Respekt
Neben seiner Arbeit als Sportdirektor findet Alge Aufnahme in der Sportkommission mit Ingo Winter, Valentin Drexel und Stephan Muxel, die als Cluborgan den Profibereich führt und vor allem den Kaderplanungs- und Scoutingprozess gestaltet. “Ich bin überzeugt davon, dass ich mit meiner Erfahrung und meiner Herangehensweise einen unterstützenden Beitrag leisten kann, um den sportlichen Bereich wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Was mir unabhängig von der Rolle immer wichtig ist: ein respektvoller Umgang miteinander und eine offene Kommunikation auf Augenhöhe. Ich sehe großes Entwicklungspotenzial – sowohl im Team als auch im gesamten Verein – und freue mich darauf, gemeinsam mit allen Beteiligten Schritt für Schritt an einer erfolgreichen sportlichen Zukunft zu arbeiten”, so Alge, der nach Klub-Ikone Hubert Nagel der erste Vorarlberger auf dem Posten des Sportchefs ist.
Anspruch
Der Klauser soll mit seiner Präsenz vor allem als Schnittstelle zwischen der Mannschaft, dem Trainerstab und dem Verein sowie als Ideengeber und Ruhepol agieren.
Zudem wird er in den nächsten Tagen das Gespräch mit Chefcoach Markus Mader suchen. Alge legt aber auch viel Wert auf den Austausch mit dem gesamten Trainerstab sowie den Spielern. “Ich bin überzeugt, dass eine gute interne Kommunikation die Basis für sportliche Erfolge ist. Denn, so wie der Club den Anspruch hat, sich in der Tabelle so weit oben wie möglich zu positionieren, so verhält es sich auch bei mir”, so Alge.