Mame, der Erlöser

Sport / 08.08.2025 • 19:57 Uhr
Pius Grabher herzt Goldtorschützen Mame Wade. Gepa

Neuzugang Mame Wade erzielte per Traumtor das erlösende Siegtor gegen Hertha Wels und trug sich in Austrias Geschichtsbücher ein.

Lustenau Nach über 630 Tagen kehrte Austria Lustenau am Freitagabend endlich zurück in die eigene Heimat – und bestritt das erste Pflichtspiel in der neuen Sun Minimeal Arena. Zum Ligaauftakt empfing das Team von Markus Mader den Zweitligaaufsteiger Hertha Wels – und feierte am Ende einen hart erkämpften 1:0-Heimsieg.

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Lenn Jastremski schrammte in dieser Situation knapp am 1:0 vorbei. gepa

Trotz eines dominanten Auftritts und vieler Torchancen dauerte es bis zur 86. Minute, ehe die Erlösung für die Heimischen kam: Mame Wade, erst kurz zuvor eingewechselt, fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz – und versenkte den Ball mit einem wuchtigen Schuss zum vielumjubelten Siegtor. Damit schrieb sich der Senegalese als erster Austria-Torschütze in der neuen Arena in die Vereinschronik ein.

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Zuvor hatte sich die Austria lange Zeit am aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger die Zähne ausgebissen. Dabei begann das Spiel durchaus vielversprechend. Mit derselben Startelf wie beim 4:0-Erfolg über Liefering drückte das Heimteam von Beginn an aufs Tempo, kam aber nur selten gefährlich durch. Jack Lahne (14.), Lenn Jastremski (38.) und Fabian Gmeiner (52., Lattenschuss) vergaben beste Möglichkeiten.

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Maskottchen Albert sorgte für gute Stimmung bei den Kids.

Fussball, 2. Liga, 2. Spieltag

Austria Lustenau – Hertha Wels 1:0 (0:0)

Lustenau, Sun Minimeal Arena, 3117 Zuschauer, SR Arnes Talic
Torfolge: 85. 1:0 Wade
Gelbe Karten: Delaye, Haris, Ibertsberger bzw. Gashi
Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Willliam, Voisine, Ibertsberger; Grabher, Gorzel (73. Wade); Haris (89. Maak), Delaye (63. Vucenovic), Lahne (73. Ouattara); Jastremski

Auch Robin Voisine (69.) und erneut Jastremski (72.) per Kopf scheiterten knapp. Hertha-Goalie Matej Cechal wurde dabei immer mehr zum Spielverderber für die Lustenauer Offensivbemühungen. Und vorne setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche, etwa durch Albin Gashi (22.) oder Ex-Austrianer Sebastian Feyrer (31.).

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Austria-Trainer Markus Mader musste lange zittern. gepa

Einen Wermutstropfen gab es trotz des Sieges: Nur 3117 Zuschauer verfolgten die Heimspielpremiere in der neuen Spielstätte – ein enttäuschender Wert für diesen Meilenstein in der Klubgeschichte.

Mit dem dritten Pflichtspielsieg in Serie (inklusive Cup) und nun sechs Punkten aus zwei Ligapartien ist der Saisonstart der Lustenauer dennoch gelungen.