Pioneers läuft die Zeit davon

Sport / HEUTE • 12:55 Uhr
Pioneers-Torhüter Alex Caffi glänzte in Fehérvár mit starken Paraden und sicherte seinem Team damit die Punkte. /Soós Attila
Pioneers-Torhüter Alex Caffi glänzte in Fehérvár mit starken Paraden und sicherte seinem Team damit die Punkte. Soós Attila

Trotz dem Sieg in Fehérvár bleibt der Rückstand auf die Pre-Playoffs nunmehr gewaltig.

Fehévár Es war ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Auswärtsdoppels. Mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen Fehérvár zeigten die Pioneers am Samstagabend erneut Moral. Doch der Blick auf die Tabelle dämpft die Euphorie: 13 Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs fehlen dem Vorletzten 13 Zähler auf den zehnten Platz. Der Zug in Richtung Pre-Play-offs ist zwar noch nicht endgültig abgefahren, doch um das Ruder jetzt noch herumzureißen, bräuchte es ein kleines Eishockey-Wunder.

Zu wenig Ertrag in Ungarn

Die Ausbeute des Ungarn-Trips war zu wenig. Von sechs möglichen Punkten landeten nur zwei auf dem Konto der Montfortstädter. Vor allem am Freitag wäre bei der 4:5-Niederlage gegen Budapest mehr möglich gewesen. Ein desaströses erstes Drittel, das gleich fünf Gegentreffer bei nur elf Torschüssen der Gastgeber brachte, verhinderte Zählbares. “Im Vergleich dazu haben wir gegen Fehérvár einen wirklich guten Start hingelegt. Danach haben wir nachgelassen und standen oft unter Druck”, analysierte Trainer Johannes Nygård den Samstagabend. Dass es dennoch für zwei Punkte reichte, verdankte das Team vor allem Torhüter Alex Caffi.

Die Pioneers boten den Ungarn am Samstagabend die Stirn und lieferten sich ein packendes Duell.
Die Pioneers boten den Ungarn am Samstagabend die Stirn und lieferten sich ein packendes Duell.

Der Rückhalt der Pioneers präsentierte sich gegen die Roten Teufel in Hochform. Mit einer Fangquote von 95 Prozent hexte er sein Team in die Verlängerung und blieb – wie schon zum Jahresauftakt gegen Pustertal – im Penaltyschießen ungeschlagen. “Wahnsinn, was Alex derzeit hält”, lobte Ramon Schnetzer, der am Samstag das 1:0 erzielte, seinen Goalie.

Im Vergleich zum Freitag erwischten Ivan Korckey und Co einen deutlich besseren Start und hielten die Fehlerquote gering.
Im Vergleich zum Freitag erwischten Ivan Korckey und Co einen deutlich besseren Start und hielten die Fehlerquote gering.

Heimspielserie als letzte Hoffnung

Trotz der prekären Tabellensituation ist ein Aufwärtstrend unübersehbar: 20 der aktuellen 33 Zähler holten die Montfortstädter in den letzten 15 Runden. Das ist der siebtbeste Wert der Liga. Zudem ging im Jänner erst eines von vier Spielen verloren. Ob dieser Aufschwung noch rechtzeitig kommt, entscheidet sich in den nächsten zwei Wochen. Die kommenden vier Partien finden allesamt in der Vorarlberghalle statt. Den Auftakt macht am 16. Jänner das Duell gegen die Vienna Capitals. Schon einen Tag später kommt Graz, in der darauffolgenden Woche sind der KAC und der aktuell schwächelnde VSV zu Gast in Feldkirch. Eines ist dabei klar: Nur Siege halten die theoretische Chance auf eine Saisonverlängerung am Leben. ABR