“Lasse mir alles nehmen, nur nicht diesen Sieg”

Schweizerin Nicole Strässle-Frei gewinnt erstmals das Rennen „Der Weiße Ring“.
Lech Am Podium war sie zuvor schon, doch Platz eins holte sich Nicole Strässle-Frei ein erstes Mal. Dementsprechend groß war der Jubel bei der Siegerin. “Ich lasse mir alles nehmen, nur diesen Sieg nicht mehr”, freute sich die 33-Jährige, die über viele Jahre eine der erfolgreichsten Athletinnen der Schweizer Skicrossszene war.





Über den Alpinen Bereich ist die Läuferin aus dem Kanton St. Gallen in das Skicross-Lager gewechselt. 2014 holte sie sich Bronze bei den nationalen Titelkämpfen in der Schweiz, nach verletzungsbedingten Pausen gewann sie 2017 erstmals den Titel. Und jetzt stand die ehemalige Weltcupfahrerin, nach zwei dritten Rängen, ausgerechnet bei der Jubiläumsausgabe des Rennens “Der Weiße Ring” zuoberst auf dem Podest. Die Schweizerin verwies mit Paulina Wirth und Pia Lingg zwei ehemalige FIS-Rennläuferinnen aus dem Ländle auf die Plätze zwei und drei. Am Ende fehlten der Juristin und Vorjahressiegerin Wirth gerade einmal 7,45 Sekunden auf die Gewinnerin.






Bei den Herren hingegen gelang Cornelius Deuring die Wiederholung des Vorjahreserfolges. Und das in einem spannungsgeladenen Rennen, lag doch der siebtplatzierte Frederic Berthold im Ziel gerade einmal 9,10 Sekunden zurück. Der Deutsche Ben Sittel sprengte das Vorarlberger Podest als Zweiter vor Riccardo Rädler aus Möggers.








Lukas Wagner verlor als Bester des VN-Raiffeisen-Teams nicht einmal eine Minute und belegte mit einem Rückstand von 58,09 Sekunden Rang 65 in der Gesamtwertung. Einen Top-20-Platz bei den Frauen belegten Kathrin Haller (17.) und Karla Strobl (18.), die somit maßgeblich dafür verantwortlich waren, dass das Team Rang elf in der Mannschaftswertung (84 gemeldete Teams) belegte.





Ein Wiedersehen gab es mit einem letztjährigen Mitglied des VN-Raiffeisen-Teams. Der in Bergen lebende Tor Meusburger, dessen Wurzeln im Bregenzerwald liegen, wollte das “wunderbare Erlebnis mit dem VN-Team” (Meusburger) auch seinen Kindern gönnen. Und so verbrachte der Norweger ein paar wunderbare Tage in der Heimat seiner Eltern und nahm mit seinen Kindern Peter, Hermann und Adelheid am Rennen teil.

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All das ist ein Beweis für die Faszination der wohl legendärsten Skirunde in den Alpen. In Lech jedenfalls freuten sich die Veranstalter über einen Teilnehmerrekord von 1400 Skirennläufer:innen, die teilweise aus der ganzen Welt – u. a. aus Australien, Südafrika, USA oder Kanada – angereist waren.