Pioneers schlagen Villach

Sport / 25.01.2026 • 19:10 Uhr
Collin Adams glänzte bei den Pioneers mit zwei Treffern gegen Villach. / (PIV-Dorner)
Collin Adams glänzte bei den Pioneers mit zwei Treffern gegen Villach. / (PIV-Dorner)

Feldkircher halten mit dem Erfolg Chance auf Platz zehn am Leben

Feldkirch Was den Pioneers Vorarlberg am Freitag gegen den KAC noch verwehrt blieb, holten sie am Sonntag gegen den VSV nach: einen Heimsieg. Die Feldkircher setzten sich verdient mit 4:1 durch. Entscheidend für den Erfolg war eine furiose Phase: Zwischen dem Ausgleich und dem 4:1 lagen gerade einmal knapp dreieinhalb Minuten Spielzeit, verteilt auf das Ende des zweiten und den Beginn des dritten Drittels. „Unsere Treffer fielen genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Headcoach Johannes Nygård. Durch den Erfolg verkürzten die Montfortstädter den Rückstand auf die zehntplatzierten Budapester neun Runden vor Schluss des Grunddurchgangs auf elf Zähler.

Eishockey

Pioneers Vorarlberg – Villacher SV 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
Vorarlberghalle, 1720
Torfolge: 26. 0:1 Hutchison, 40. 1:1 Florchuk, 40. 2:1 Macierzynski, 42. 3:1 Adams, 43. 4:1 Adams (5:4-Überzahl)
PIV: Madlener; Schnetzer, Roehl, Reini, Kernberger, Korecky, Allen, Mußbacher; Bukarts, Dornbach, Adams, Maier, Gallant, Florchuk, Macierzynski, Tschofen, Metzler, Böhm, Summer, Erne, Woborsky
VSV: Swette; Wall, MacPherson, Lindner, Raspotnig, Katic, Strong, Vallant; Hutchison, Helewka, Hughes, Sintschnig, Hancock, Wallenta, van Nes, Budgell, Rebernig, Tschurnig, Maxa, Prodinger

Magerkost zum Auftakt

Das erste Drittel bot den Zuschauern in der Vorarlberghalle zunächst wenig Erwärmendes. Beide Mannschaften agierten fahrig, der Spielaufbau litt unter zahlreichen leichten Scheibenverlusten. Einen solchen Fehler von Julius Reini hinter dem eigenen Tor nutzte beinahe Villachs Nick Hutchinson, doch PIV-Keeper David Madlener parierte den Abschluss (4.). Auf der Gegenseite jubelten die Hausherren in der siebten Minute verfrüht: Mathias Böhm stocherte den Puck zwar über die Linie, die Schiedsrichter erkannten den Treffer wegen Torhüterbehinderung jedoch nicht an. Bis zur ersten Pause blieb vieles Stückwerk. Ein Stangenschuss von Reini (13.) und zwei ungenutzte Überzahlmöglichkeiten der Gastgeber blieben die einzigen nennenswerten Highlights in einem zerfahrenen Abschnitt.

Weckruf am Kreuzeck

Das Mitteldrittel begann mit deutlich mehr Energie auf beiden Seiten. Nach Chancen hüben wie drüben gingen die Gäste in Führung: Ein Schuss von Nick Hutchinson rutschte Madlener durch die Schoner zum 0:1 durch (26.). Der Rückstand zeigte Wirkung, die Pioneers wirkten in der Folge offensiv ideenlos, während Villach das Spiel kontrollierte. Erst in der 38. Minute änderte ein einziger Moment die Statik der Partie: Adams hämmerte den Puck ans Kreuzeck – ein Weckruf zur rechten Zeit. Plötzlich fanden die Hausherren den Schalter für den „Power-Modus“. 48 Sekunden vor der Sirene vollendete Eric Florchuk einen Vorstoß von Oskar Maier mit einem präzisen Schlenzer ins lange Eck zum Ausgleich. Vier Sekunden vor dem Pausentee fälschte Kevin Macierzynski einen Schuss von Ramon Schnetzer unhaltbar für VSV-Keeper Rene Swette zur 2:1-Führung ab.

Adams mit Doppelpack

Die Erinnerungen an den Freitag, als man gegen den KAC eine Führung im Schlussdrittel noch verspielte, wischten die Pioneers diesmal sofort beiseite. Hauptdarsteller war Collin Adams: Zunächst traf der US-Amerikaner nach einem schnellen Konter (42.), nur 70 Sekunden später legte er im Powerplay nach (43.). „Das waren wichtige Punkte für uns“, kommentierte der Doppeltorschütze. Mit dem 4:1 war der Widerstand der Adler gebrochen. Die Gäste fanden keine Mittel mehr, die Pioneers ernsthaft unter Druck zu setzen.

Der Sieg gibt dem Nachzügler Rückenwind für das anstehende Mammutprogramm: In der kommenden Woche warten gleich drei Auswärtsspiele auf das Team, den Auftakt macht am Dienstagabend das Gastspiel in Ljubljana.

Die Feldkircher mit Kapitän Kevin Macierzynski drehten einen Rückstand in einen Sieg.
Die Feldkircher mit Kapitän Kevin Macierzynski drehten einen Rückstand in einen Sieg.
In der Druckphase der Kärntner behielt Torhüter David Madlener die Nerven und hielt sein Team im Spiel.
In der Druckphase der Kärntner behielt Torhüter David Madlener die Nerven und hielt sein Team im Spiel.