Kein Koller, dafür viel Elan

Sport / 29.01.2026 • 18:30 Uhr
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Zwei Jahre lang verteidigten Paul Koller und Lukas Jäger gemeinsam für den SCR Altach. Vorerst soll Lukas Jäger den Abgang Kollers nach Graz kompensieren.gepa

Verteidiger nicht mehr beim Training im Rheindorf, Einigung mit Sturm kurz vor Abschluss.

Altach Beim Lokalaugeschein beim Training des SCR Altach war alles da, was zu einer Fußballmannschaft dazugehört. Nur einer fehlte: Paul Koller. Der 23-Jährige, begehrtes Verteidiger-Objekt des amtierenden Meisters SK Sturm Graz und ÖFB-Vup-Viertelfinalgegner des SCR Altach am Sonntag (14.30 Uhr), war eben nicht mehr zugange. VN-Informationen zufolge befand sich der gebürtige Judenburger bereits auf dem Weg Richtung Heimat.

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In der steirischen Landeshauptstadt sollen die letzten Formalitäten geklärt werden, um dann morgen die offizielle Bestätigung des Transfers von Grazer Seite zu verlautbaren. Details über Vertragslaufzeit oder etwaiger Ablösesumme, Koller wäre im Sommer ablösefrei gewesen, sind keine bekannt. Auch nicht, ob Koller am Sonntag schon wieder mit den Blackys aus Graz im Schnabelholz als Gegner auftaucht.

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Ognjen Zaric sieht durchaus nch Handlungsbedarf in der Defensive. gepa

Durch den Abgang vom Linksfuß in der Innenverteidigung offenbart sich für Altachs sportlich Verantwortliche nun Handlungsbedarf, wie auch Neo-Coach Ognjen Zaric zugibt: „Wir haben in dieser Transferphase mit Leonardo Lukacevic und eben jetzt Paul Koller zwei Abwehrspieler mit starken linken Fuß verloren. Das hat zwangsläufig Einfluss auf das Spiel in der Defensive, vor allem was die Spieleröffnung betrifft. Wir werden deshalb alle die Ohren und Augen offen halten, um eventuell noch auf dem Transfermarkt tätig zu werden“, so der 33-Jährige. Sportkoordinator Eric Orie, der dem Training wie immer beiwohnte, schlägt in dieselbe Kerbe, „wobei wir natürlich schon seit einiger Zeit bezüglich Innenverteidiger den Markt sondieren. Dennoch werden wir jetzt nicht übereilig handeln“.

Kein Koller, dafür viel Elan
Sportkoordinator Eric Orie sondiert bereits den Transfermarkt. gepa

Beim abschließenden Spiel Elf gegen Elf war zu erkennen, dass aktuell Allrounder Lukas Jäger den Part auf der linken Seite in der Dreier-Abwehrkette neben Abwehrchef Benedikt Zech ohne weiteres übernehmen kann.

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Lukas Jäger ist Altachs Allzweck-Waffe, ist universell einsetzbar. gepa

Der Alberschwender zeigte bereits im Herbst unter dem ehemaligen Coach Fabio Ingolitsch, dass er universell einsetzbar ist, brachte, sei es auf der rechten Abwehrseite oder defensiven Zentrum, immer wieder starke Leistungen. Auf jeden Fall eine Variante für Neo-Trainer Zaric für den Cup-Schlager gegen Jägers Ex-Klub SK Sturm.

(Kein) Kampf um Cup-Spielball

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Der gelbe Spielball im ÖFB-Cup spielt eine “große” Rolle. gepa

Neben dem Fakt, dass es für den SCR Altach um die historische Chance geht, erstmals in der Klubgeschichte ins Halbfinale einzuziehen, spielt in der diesjährigen Cup-Saison auch der Spielball eine „große“ Rolle. Vor dem Achtelfinale wurden nämlich allen Teams, deren Auftritt im ORF übertragen wurden, 15 Spielbälle der Marke Puma zum Training vom ÖFB übergeben. Nach Ende der Partie musste der Verlierer dem Sieger diese „Kugeln“ überlassen, Altach kehrte somit mit 30 farbenfrohen Bällen aus Kapfenberg ins Ländle zurück. Sturm Graz heimste nach dem Erfolg im Elfmeterkrimi bei der Admira ebenfalls weitere 15 Bälle ein. Für das Spiel am Sonntag besteht aber keine „Gefahr“, dass der Sieger mit insgesamt 60 Bällen dasteht, „da ab der Anzahl von 30 Bällen, diese nicht an den Sieger übergeben werden müssen. Die darf sich der jeweilige Klub dann behalten“, erklärt Sebastian Haupold, zuständig für den Cup beim ÖFB.