Pioneers gehen in Graz leer aus

Sport / 30.01.2026 • 21:35 Uhr
Pioneers-Torhüter Alex Caffi und sein Team kämpften in Graz bis zum Umfallen. Doch der Kampfgeist blieb unbelohnt. (gepa)
Pioneers-Torhüter Alex Caffi und sein Team kämpften in Graz bis zum Umfallen. Doch der Kampfgeist blieb unbelohnt. (gepa)ABR

14 Torschüsse waren viel zu wenig, um gegen die Steirer zu bestehen

Schwarzach Am Ende stand eine knappe 2:3-Niederlage auf dem Videowürfel, am Ende stehen die Pioneers Vorarlberg wieder einmal ohne Punkte da. „Vor einer Woche verlieren wir knapp gegen den KAC und nun wieder nur mit einem Tor Unterschied gegen das nächste Topteam. Es ist einfach bitter“, bilanzierte ein enttäuschter Johannes Nygård. Gegen die ersatzgeschwächten Grazer haperte es vor allem in der Offensive. So brachten es die Montfortstädter über das gesamte Spiel auf lediglich 14 erfasste Torschüsse. „Das ist natürlich zu wenig, wenn du gegen solche Mannschaften mithalten willst“, so der Headcoach.

Den Murstädtern fehlten im Duell mit den Feldkirchern gleich acht Stammspieler. Trotzdem stand keine Ersatzgarnitur auf dem Eis. Das hatten die Steirer bereits am Mittwoch bewiesen, als sie Pustertal mit 7:1 abgefertigt hatten. In Spiellaune zeigten sich die Hausherren auch im Startdrittel gegen die Pioneers. Zwar klatschte in der dritten Minute ein Schuss von Nico Feldner noch an die Querlatte, doch vier Minuten später legten die Heimischen vor: Manuel Ganahl bugsierte die Scheibe im Gedränge über die Linie. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich bot sich den Gästen in der zehnten Minute. Collin Adams und Co. agierten 80 Sekunden lang in doppelter Überzahl, spielten jedoch viel zu passiv, weshalb diese Großchance ungenutzt verpuffte. Ganz anders der Favorit: Graz diktierte das Spiel und legte 17 Sekunden vor der ersten Pause nach. Paul Huber fälschte unhaltbar für Caffi zum 2:0 ab.

Anschluss aus dem Nichts

Auch im zweiten Abschnitt fand der Vorletzte nicht richtig in die Spur. Trotzdem fiel in der 29. Minute etwas überraschend der Anschlusstreffer: Oskar Maier kam im Slot frei zum Abschluss und der erst zweite Torschuss der Feldkircher in diesem Drittel passte exakt ins kurze Eck. Auch wenn die Pioneers nun mutiger agierten und gleich darauf eine Unterzahl stark verteidigten, ging nach vorne weiterhin zu wenig. Die 99ers spielten cleverer und netzten in der 38. Minute zum dritten Mal ein. Wieder hieß der Torschütze Huber, der wie schon beim zweiten Treffer einen Schuss geschickt abfälschte.

Kampfgeist reicht nicht

Die Gäste erholten sich jedoch schnell von diesem Rückschlag. Es lief die 45. Minute, als Marlon Tschofen einen zentralen Vorstoß wagte und den Puck halbhoch zum 2:3 in die Maschen jagte. Plötzlich waren die Pioneers wieder im Spiel und hatten durch Cole Gallant (52.) sowie ein weiteres Powerplay sogar die Chance zum Ausgleich. Nachdem die Gäste dann auch noch eine 100-sekündige doppelte Unterzahl überstanden hatten, setzten sie in den letzten drei Minuten nochmals alles auf eine Karte. Doch es reichte nicht mehr, weil auch in der Schlussphase – wie schon im gesamten Match – offensiv zu wenig Gefahr von den Pioneers ausging. „Hut ab vor unserer Mannschaft, die bis zum Ende alles gegeben hat“, meinte PIV-Kapitän Kevin Macierzynski nach der Schlusssirene. Statt nach Hause geht es für die Montfortstädter direkt weiter in die Hauptstadt, wo am Samstagnachmittag (16.30 Uhr) die Vienna Capitals warten.

Die Pioneers waren vor dem Grazer Tor viel zu harmlos, was sich auch in der geringen Anzahl an Torchancen widerspiegelte.
Die Pioneers waren vor dem Grazer Tor viel zu harmlos, was sich auch in der geringen Anzahl an Torchancen widerspiegelte.
Die ersatzgeschwächten Steirer mit dem Ländle-Export Manuel Ganahl behielten knapp die Oberhand.
Die ersatzgeschwächten Steirer mit dem Ländle-Export Manuel Ganahl behielten knapp die Oberhand.