“Kein Vorwurf an niemanden, aber …”

Sport / 01.03.2026 • 17:05 Uhr
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SWB-Coach Andreas Heraf hat sich mehr erwartet.gepa

SW Bregenz-Coach Andreas hadert um verlorene zwei Punkte gegen Klagenfurt.

Bregenz Nach Abpfiff am Freitagabend war dem Trainer von SW Bregenz Andreas Heraf die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Seine Mannschaft hat die große Chance, gegen Austria Klagenfurt einen idealen Frühjahrsauftakt zu schaffen, leichtfertig verspielt.
Die 1:0-Führung durch Jan Stefanon und die Überzahl auf dem Platz, Klagenfurts Almir Oda musste nach 53. Minuten wegen wiederholtem Foulspiel vom Platz, wussten die Schwarz-Weißen nicht zu nutzen, kassierten in Minute 68 gar noch den Ausgleich durch Elias Jandrisevits. Ein Treffer, der in den Augen des Trainers ein Leichtes gewesen wäre zu verteidigen, „weil wir in dieser Situation geich drei individuelle Fehler in Folge gemacht haben. Wäre nur einer nicht geschehen, wäre der Gegentreffer nicht passiert“, so Heraf.

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Chance vergeben

Die eindringliche Analyse der gesamten Partie gegen den Insolvenzklub aus Kärnten ergab in den Augen des Wieners keine eklatanten Auffälligkeiten, „wir waren an Laufleistung überlegen. Aber in Summe hatten wir einfach zu viele Unzulässigkeiten, was Spielaufbau, Passgenauigkeit und auch Zweikämpfe betrifft. Wenn dies alles auf einmal zutrifft in einem Match, wird es, egal gegen wen aus der Liga, schwer zu gewinnen“, wobei Heraf keinen seiner Spieler ins Visier nimmt: „Kein Vorwurf an niemanden, aber am Ende hatten wir, trotz keines guten Spieles von unserer Seite, die große Chance, mit einer Führung und einem Mann mehr im Rücken, nicht genutzt. Das ist maximal ärgerlich“.

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Es war noch vieles Stückwerk, was SW Bregenz gegen Klagenfurt zeigte. gepa

Neuzugang wusste zu gefallen

Trotz Dämpfers im Kampf um den Klassenerhalt fand Heraf auch positive Aspekte der Partie. Die betrifft vor allem seinen Stürmer und Neuzugang Bonaventure Lendambi, der nach seiner Enwechslung in der 80. Minute zu gefallen wusste und sogar die große Chance auf das 2:1 hatte. „Schade, dass er die Möglichkeit nicht gleich genutzt hatte. Das wäre für uns alle in der aktuellen Situation ganz viel Balsam auf unserer Seele gewesen. Ich bin überzeigt, dass er uns noch weiter helfen wird“, erklärt Heraf, der im Hinblick auf die Auswärtspartie nächste Woche beim FC Liefering wieder auf die zuletzte erkrankten Florian Prirsch und Marco Rottensteiner zurückgreifen kann. Dazu gut möglich, dass die Spielgenehmigung für David Otugo eintrudelt.

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Am Ende hingen die Köpfe der SWB-Spieler. gepa