Der große Traum blieb unerfüllt

Sport / 08.03.2026 • 18:53 Uhr
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Am Ende jubelten in Graz nur die Sturm-Spieler. gepa

Altach bot dem Meister in Graz lange Paroli, am Ende aber verlor man 0:2 und spielt im Abstiegs-Play-off.

Graz Die Chancen waren gering, doch der Traum vom Meister-Play-off dennoch vorhanden. Am Ende aber musste man sich dem Meister aus Graz beugen. Altach spielt damit auch in der letzten Saison der Punkteteilung im Abstiegs-Play-off. Seit mehr als fünf Jahren sind die Vorarlberger in der steirischen Landeshauptstadt nun schon ohne einen Sieg. Für Altach endet damit nicht nur eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage unter Cheftrainer Ognjen Zaric, auf die Rheindörfler wartet vielmehr erneut der Kampf um den Klassenerhalt. Dieser startet schon am kommenden Wochenende.

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Der Trainer vertraute auf die Elf aus dem Cup-Halbfinale. Und die war in den ersten Minuten mehr als gefordert. Denn Sturm biss sich in der SCRA-Hälfte fest. Angriff um Angriff lief auf das Tor vor Dejan Stojanovic, der in der ersten Halbzeit vor dem Sturm-Fanblick den “Kasten” reinhielt. Das war notwendig, denn im Minutentakt brannte es lichterloh im Altacher Strafraum. Da war Zugreifen gefragt, denn seine Vorderleute bekamen keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler. Es gab keine Verschnaufpausen. Sturm zündete vor ausverkauftem Haus den Turbo und Altach hatte arge Probleme mit der Ordnung. Und einen Filip Milojevic, der nach sechs Minuten einen Schuss von Jacob Hödl in extremis auf der Linie rettete.

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Jacob Hödl zieht ab, doch Milojevic – sein Fuß ist ganz links erkennbar – reagiert auf der Linie sehr schnell. gepa

Erst nach gut 15 Minuten kam etwas Ruhe ins Spiel der Altacher, die nun auch zu Entlastungsangriffen kamen. Es war der Zeitpunkt, als man die Intensität der Gastgeber in gleicher Weise erwiderte und das Passspiel immer besser funktionierte. Nach schöner Vorarbeit von Mohamed Ouédraogo war es dann Patrick Greil, der mit einem Kopfball die erste Chance kreierte, doch an Goalie Matteo Bignetti scheiterte (29.). Nur kurz darauf “glich” Altach in Bezug auf “Rettung auf der Linie” aus, denn nach einer herrlichen Abnahme von Sandro Ingolitsch war es Jeyland Mitchell, der für seinen geschlagenen Torhüter einen Gegentreffer verhindert (35.). Nur Sekunden später war es erneut der Innenverteidiger, der bei einem Massombo-Kopfball zur Stelle war. Auf der Gegenseite war es Paul Koller, der nach einem langen Einwurf mit seinem Kopfball nur knapp scheiterte (42.).

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Die Minuten vor der Halbzeit zeigten noch einmal die Entwicklung von Altach, denn das Momentum gehörte nun den Vorarlbergern. Und so musste Bignetti bei einem Distanzschuss von Vesel Demaku (42.) noch einmal zu einer Faustabwehr greifen. Die Rheindörfler aber blieben dran, kamen noch vor der Pause zu einem Freistoß von der Seite. Dieser brachte zwar Gefahr, doch keinen Treffer (45./+ 1).

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Die wenigen SCRA-Fans im Gästeblock zeigten ihren Unmut ob der Spielansetzung. gepa

Admiral Bundesliga

22. Spieltag

SK Sturm Graz vs. SCR Altach 2:0 (0:0)

Graz, Stadion Graz-Liebenau, 15.007 Zuschauer, SR Stefan Ebner (OÖ)

Torfolge: 58. 1:0 Hödl, 84. 2:0 Beganovic

Gelbe Karten: 13. Halder (Altach/Physio), 29. Milojevic (Altach/Foulspiel)

Gelb-rote Karte: 77. Zech (Altach/wiederholtes Foulspiel)

SK Sturm Graz (3–4-3) Bignetti – Vallci, Mitchell, Koller (87. Geyrhofer) – Hödl, Fosso, Weinhandl, Gazibegovic (71. Karic) – Kiteishvili (78. Mamageishvili), Jatta (71. Beganovic), Rózga (78. Malone)

SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch (90. Rahman), Demaku, Bähre, Ouédraogo (90. Gorgon) – Massombo (69. Yalcin), Diawara (69. Hrstic), Greil (79. Lukas Gugganig)

Der große Traum blieb unerfüllt
Mike Bähre gegen Otar Kiteishvili. apa

Keine Veränderungen

Zur zweiten Halbzeit gab es auf beiden Seiten keine personellen Veränderungen. Sowohl Sturm-Coach Fabio Ingolitsch, der seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche auf fünf Positionen verändert hatte als auch Altachs Zaric vertrauten dem Start-Personal. Für Altach war trotz der torlosen ersten Hälfte der Zug ins Meister-Play-off schon abgefahren, denn in Wien führte zu diesem Zeitpunkt Rapid mit 1:0 gegen Salzburg.

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Auf dem Platz war es wieder der SK Sturm, der besser startete und Druck ausübte. Das hatte u. a. auch einen Abseitstreffer (Mitchell/52.) zur Folge. Und endete im Führungstreffer der Hausherren. Einen weiten Ball auf Jatta vermochte Benedikt Zech nicht unter Kontrolle zu bekommen, dann erfolgte der Antritt des Stürmers verbunden mit einem traumhaften Zuspiel auf den mitgelaufenen Hödl, der aus sieben Metern SCRA-Torhüter Stojanovic keine Abwehrmöglichkeit ließ (58.).

Der große Traum blieb unerfüllt
Lukas Jäger gegen Jan Rózga. apa

Sturm führte und machte weiter Druck – und kam zu weiteren Chancen. So scheiterte Ryan Fosso um Haaresbreite, als er allein vor Stojanovic auftauchte. Während die Grazer dem Gegner weiter ihr aggressives Pressingspiel aufdrückten, schienen bei Altach langsam die Kräfte zu schwinden. Zudem versuchte Jusuf Gazibegovic mit einem flachgeschossenen Freistoß Stojanovic zu überraschen (66.).

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Die Altacher Bank reagierte mit einem Doppeltausch, Hrstic und Yalcin kamen für Diawara und Massombo, die nicht wie gewohnt ins Spiel gefunden hatten (69.).

Ein Grazer Sturmlauf

Es sollten jedoch ganz schwere Schlussminuten werden. Weil Zech, der schon nach zwei Spielminuten überraschend Gelb gesehen hatte, nach einem erneuten Foulspiel mit Gelb-Rot (77.) vorzeitig in die Kabine musste und weil Sturm einfach nicht nachließ. So war der zweite Treffer durch Belmin Beganovic die logische Folge der Bemühungen.

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