Dank Goalie, Glück und Greil: Altach punktet beim WAC

Sport / 21.03.2026 • 18:54 Uhr
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In einer umkämpften Partie holten Lukas Jäger und Co. einen Punkt. GEPA

Gegen gefährlichere Wolfsberger holt Altach auswärts einen Punkt.

Wolfsberg Für den SCR Altach ging es im zweiten Spiel der Qualifikationsgruppe ins Lavanttal. Der Gastgeber WAC war bereits schwer angeschlagen, deren Trainer Ismail Atalan angezählt. Am Ende schaute gegen die Kärntner ein 1:1-Remis heraus.

Zwei Änderungen nahm Altach-Trainer Ognjen Zaric im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Schlusslicht Blau-Weiß Linz vor. Benedikt Zech rückte nach überstandener Sperre wieder anstelle von Lukas Gugganig in die Dreierkette, für den gelbgesperrten Mohamed Ouédraogo rückte Erkin Yalcin in die Startelf. Dass es beim WAC aktuell nicht nach Wunsch laufe – sieben Spiele warteten die Lavanttaler schon auf einen Sieg – betonte auch der Stadionsprecher, und bedankte sich bei allen, die da waren, für ihr Kommen. Viele waren es nicht. Und so verlief auch die offizielle Verabschiedung von WAC-Rekordabgang Chibuike Nwaiwu (er wechselte im Sommer um 5,5 Millionen Euro zu Trabzonspor) in keinem wirklich würdigen Rahmen. Den Ehrenankick führte er vor offiziell 2.425 Zuschauern aus, es waren wohl einige Abonennten davon daheimgeblieben.

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Patrick Greil brachte Altach mit der ersten Chance in Führung. GEPA

Die Anfangsminuten gehörten klar den Gastgebern. Der WAC probierte es immer wieder mit Chip-Bällen hinter die Abwehr, Sturmspitze Jessic Ngankam war umtriebig und entwischte den Altachern immer wieder. Die erste Topchance gehörte so dem Deutsch-Kameruner, von rechts zimmerte er den Ball ans Lattenkreuz (15.). In der 22. Minute landete der Ball dann zur vermeintlichen Führung im Tor, Donis Avdijaj versenkte den Ball aus dem Rückraum (22.). In der Entstehung erkannte der VAR aber eine Abseitsstellung von Angelo Gattermayr. Es handelte sich allenfalls um Zentimeter, Altach hatte da viel Glück. “Ihr macht unseren Sport kaputt”, besang der zahlenmäßig überschaubare Heimblock die Entscheidung. Auch in weiterer Folge machten aber die “Wölfe” das Spiel, erst machte sich Torhüter Dejan Stojanovic gegen Ngankam groß (27.), dann verfehlte der Angreifer aus kurzer Distanz freistehend per Kopf (32.). Dejan Zukic konnte das Chaos im Altacher Strafraum ebenfalls nicht nutzen, Zech fälschte zur Ecke ab (35.).

Dass Altach mit der ersten wirklichen Offensivaktion in Führung ging, war fast schon aufgelegt, so fahrlässig agierte die WAC-Offensive. Es kam so, in Minute 38. Mike Bähre marschierte über links, dribbelte ins Zentrum, aus dem Stand hob Sandro Ingolitsch sein Zuspiel in Richtung langes Eck – wo Patrick Greil mit dem ersten Kontakt auf 1:0 stellte (38.). Aus einer Ecke glich der WAC aber noch vor der Pause aus, Kapitän Nicolas Wimmer schraubte sich gegen Filip Milojevic hoch und köpfelte ein (45./+2).

Etwas ruhigere zweite Hälfte

Zur Halbzeit blieb Yalcin in der Kabine, Moritz Oswald kam in die Partie und ersetzte ihn positionsgetreu. Wie schon in Hälfte eins gehörte die Anfangsphase aber Wolfsberg. Und wie schon in Hälfte eins rettete das Lattenkreuz für Altach – dieses Mal nach einem Schuss von Zukic vom Sechzehner (56.). Zwei Minuten später parierte Stojanovic gegen ihn. Zaric reagierte und wechselte doppelt – allerdings offensiv. Für die blass gebliebenen Yann Massombo und Srdjan Hrstic brachte er Marlon Mustapha und Ousmane Diawara.

Dank Goalie, Glück und Greil: Altach punktet beim WAC
Lückensuche: Der WAC war im Abschluss oft glücklos. APA

So wirklich Durschlagskraft konnte Altach dennoch nicht entwickeln. Auch vom WAC kam zwischenzeitlich nur mehr wenig, die Partie flachte ab. Wenn die Wolfsberger zu gefährlichen Abschlüssen kamen – wie in Minjute 77 durch Gattermayr – war Stojanovic zur Stelle, der wieder einmal eine starke Leistung zeigte. Der eingewechselte Erik Kojzek verpasste nach einem Standard zudem nur knapp (83.), die Schlussoffensive blieb unbelohnt, auf beiden Seiten.

In der Tabelle bleibt Altach durch das 1:1-Remis weiter auf Platz eins im unteren Play-off. Verfolger Ried verliert das Oberösterreich-Derby mit 2:3, der GAK schiebt sich dank eines klaren 5:1 über die WSG Tirol auf zwei Punkte an Altach heran. Der WAC hingegen ist mitten im Abstiegskampf.

Admiral Bundesliga, Qualifikationsgruppe, 24. Spieltag

RZ Pellets WAC – SCR Altach 1:1 (1:1)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena; 2.425 Zuschauer; SR Isa Simsek

Torfolge: 38. 1:0 Patrick Greil, 45./+2 1:1 Nicolas Wimmer

Gelbe Karten: 19. Ngankam, 58. Matic, 90. Wimmer bzw. 58. Oswald, 85. Zaric (Trainer)

Wolfsberger AC (4-2-3-1): Polster – Matić, Wohlmuth, Wimmer, Renner – Solzner, Kujović – Gattermayr, Zukić, Avdijaj (63. Agyemang) – Ngankam (74. Kojzek)

SCR Altach (3-4-1-2): Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Ingolitsch (82. Rahmani), Demaku, Bähre, Yalcin – Greil (82. Gorgon) – Massombo (60. Diawara), Hrstic (60. Mustapha)