Pioneers-Präsident wirft das Handtuch

Sport / 31.03.2026 • 20:44 Uhr
Pioneers-Präsident wirft das Handtuch
Pit Gleim sieht keinen Sinn mehr in einem Engagement für die Pioneers. Paulitsch

Nach vier Jahren an der Spitze sieht Pit Gleim keinen Sinn mehr in einem Engagement.

Feldkirch Vier Jahre sind seit dem 30. Mai 2022 vergangen, vier Jahre, in denen Pit Gleim seit der Vereinsgründung an der Spitze der Pioneers stand. Nun zieht sich der Unternehmer zurück, weil er ein persönliches und finanzielles Engagement für nicht mehr sinnvoll hält, wie er in einer Stellungnahme des Ice-League-Klubs festhält. Gleichzeitig betont er, dass er für einen ordentlichen Abschluss seiner Ära sorgen will. Vieles deutet jedoch auf ein vorzeitiges Ende des Eishockeyklubs hin.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Gleim war es, der vor vier Jahren in der Vorarlberghalle Name und Logo des Klubs enthüllte. Die Hoffnung war groß auf eine neue Eishockeyzukunft in Feldkirch, die Pläne ebenfalls. Die VEU blieb als Stammverein bestehen, beteiligte sich anfangs mit einem Team an der dritten Liga (ÖEL). Auch im Nachwuchs sollten durchgehend VEU-Mannschaften an den Start gehen. Auch die Zusammenarbeit mit dem EC Bregenzerwald in der Alps Hockey League wurde vorgestellt. Mit dem Zweck, junge Vorarlberger Spieler an das Bundesliganiveau heranzuführen.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Die Gegenwart ist eine andere, auch weil sich aus der Sicht des Unternehmers sowohl die sportlichen Rahmenbedingungen als auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen von Jahr zu Jahr massiv verändert haben. Die Kosten, um den Profispielbetrieb aufrechtzuerhalten und dabei auch sportlich konkurrenzfähig zu sein, sind damit stetig gestiegen. Zuletzt zeigte sich, dass man sportlich in der international starken Liga nicht mehr mithalten vermochte. Es fehlte den Feldkirchern an allen Ecken und Enden das “nötige Kleingeld”, um eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Pioneers-Präsident wirft das Handtuch
Alleingelassen, der Präsident zieht sich nach einer sportlich miserablen Saison zurück. Paulitsch

Der Rückzug von Gleim bedeutet nicht nur das Aus des Mäzenatentums bei den Pioneers, es könnte gleichzeitig das Aus für den Klub bedeuten. So soll den Spielern intern nahegelegt worden sein, sich einen neuen Verein zu suchen. Ein starkes Anzeichen dafür, dass damit das Ende des VEU-Nachfolgeklubs eingeleitet wurde.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

In den vier Spielzeiten schafften die Vorarlberger ein Mal die Qualifikation für die Pre-Playoffs. Dort setzte man sich mit 2:0 über den Rivalen aus Innsbruck durch. Danach zog man gegen den späteren Finalisten aus Klagenfurt mit 2:4 den Kürzeren. Diese Viertelfinalteilnahme und die zwei Siege über den KAC sind mit die größten Erfolge des noch jungen Clubs aus dem Ländle.