Altach von Ried “erdrückt”

Trotz einer 2:0-Führung verlor die Zaric-Elf mit 2:3 und zudem kassierte Diawara eine Rote Karte.
Ried Ein Duell auf Augenhöhe und großer Intensität lieferten sich Ried und Altach im 48. Aufeinandertreffen. Weil die Rheindörfler lange mit Kombinationsfußball überzeugten, dann aber die volle Wucht der Innviertler zu spüren bekamen. Und am Ende musste Altach trotz einer 2:0-Führung den Platz als Verlierer (2:3) verlassen.
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Altach war von Beginn an bemüht, Ruhe ins Spiel zu bringen und den Ball am Boden zu halten. Und das gegen eine hoch stehende Rieder Mannschaft, die vor allem über die rechte Seite Druck aufzubauen versuchte. Bajic und Rossdorfer sorgten da für mächtig Betrieb, die Vorarlberger blieben jedoch aufmerksam. Doch eines zeigte sich sofort: Die Partie war intensiv, auf dem Platz und in der Coaching-Zone, wo sowohl Altachs Ognjen Zaric als auch Maximilian Senft einige Meter machten.

Gegenüber dem WAC-Match veränderte Zaric sein Team auf einer Position. Für Srdjan Hrstic rückte Ousmane Diawara ins Angriffszentrum. Altach setzte im Umschaltspiel also auf Tempo – und auf Robustheit in den Zweikämpfen. Und davon gab es in der Startphase jede Menge, teilweise war das Einsteigen unnötig und hart. Wie bei einem Foul von Martin Rasner an Filip Milojevic (15.). Erstmals für Torgefahr sorgten die Hausherren, als eine Direktabnahme von Antonio Van Wyk nur knapp am Tor vorbeistrich (20.).
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Das erste Tor jedoch erzielten die Altacher durch Patrick Greil. Vorausgegangen war ein von Vesel Demaku abgefangener Fehlpass der Rieder. Mit einem herrlichen Pass in die Tiefe bediente der Kosovo-Teamspieler daraufhin den sprintenden Greil und der verwertete staubtrocken ins lange Eck (27.). Für Altachs torgefährlichsten Spieler war es Saisontreffer neun. Fast hätte er vor der Pause noch einen draufgelegt, doch Ried-Keeper Andreas Leitner lenkte Greils Schuss nach einem schönen Konter und einer Auflage von Mike Bähre mit der Faust noch zur Ecke (42.).

Defensiv stand Altach einmal mehr sicher, vor allem bei den Rieder Standards hatte man sich eine Doppelsicherung gegen 1,98-m-Mann Nikki Havenaar und seine Teamkollegen einfallen lassen. So vermochten die Innviertler ihre bekannte Stärke nicht auszuspielen.
Admiral Bundesliga
25. Spieltag
SV Ried vs SCR Altach 3:2 (0:1)
Ried, BWT Oberösterreichische Arena, 5122 Zuschauer, SR Alain Sadikovski (W)
Torfolge: 27. 0:1 Greil, 46. 0:2 Ouédraogo (Kopfball), 61. 1:2 Mutandwa (Kopfball), 69. 2:2 Mutandwa (Kopfball), 90./+ 3 3:2 Mutandwa (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: 50. Mutandwa (Ried/Foulspiel), 54. Zaric (Altach-Trainer), 90./+ 7 Pomer (Ried/Unsportlichkeit)
Rote Karte: 58. Diawara (Altach/grobes Foulspiel)
SV Ried (3–4-1–2) Leitner – Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic (96. Mayer), Maart, Rasner, Pomer – Rossdorfer (85. Nasrawe) – Kiedl (46. Mutandwa), Van Wyk (96. Kirnbauer)
SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger (94. Hrstic) – Sandro Ingolitsch (94. Yalcin), Demaku (94. Gorgon), Bähre, Ouédraogo – Massombo (80. Lukas Gugganig), Diawara, Greil (70. Mustapha)
Traumtor nach 25 Sekunden
Die Hausherren wechselten zur Pause, doch bevor ein Rieder nach Wiederanpfiff den Ball berührte, zappelte dieser schon im Netz. Vom Anstoß weg zog Altach ein herrliches Kurzpassspiel auf, das Yann Massombo mit einer schönen Hereingabe auf Mohamed Ouédraogo abschloss. Letzterer war mit dem Kopf zur Stelle – und Altach führte 2:0. Gerade einmal 25 Sekunden waren da in Hälfte zwei gespielt.

Die Partie aber nahm nun noch mehr Fahrt auf. Ried reagierte verärgert, was sich erst in einem Foul von Kingstone Mutandwa an Milojevic (50.) äußerte, dann war der Ball nach einer Eckballserie plötzlich im Altacher Tor (56.). Martin Rasner hatte das Leder über die Linie gedrückt, doch der VAR-Check zeigte zuvor ein Foul von Rasner an SCRA-Goalie Dejan Stojanovic. Es blieb bei der 2:0-Führung, doch die Ereignisse überschlugen sich. Nur kurz danach sah Diawara wegen zu harten Einsteigens die Rote Karte (58.) und es dauerte nicht lange, da verkürzte Ried auf 1:2.
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Der eingewechselte Mutandwa nutzte nach einer Fehlerkette im SCRA-Strafraum die Möglichkeit und war per Kopf zur Stelle (61.). Nicht genug damit, doppelte der Teamstürmer von Sambia wenig später nach, als er im Strafraum “vergessen” wurde und erneut per Kopf traf (69.). Der Druck der Rieder nahm zu, Entlastungsangriffe der dezimierten Altacher waren Mangelware. Und in der Nachspielzeit (93.) schnürte Mutandwa einen Hattrick. Nach Foul von Gugganig an Bajic und VAR-Check hatte SR Sadikovski auf Elfmeter entschieden.