Bregenz verliert Anschluss im Abstiegskampf

Der Abstand auf Sturm Graz 2 wächst nach 1:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten.
Bregenz Für Schwarz-Weiß Bregenz wird die Lage im Abstiegskampf immer dunkler. Nach der Niederlage dürfte selbst der letzte Hoffnungsschimmer verschwunden sein. Nach der relativ guten Leistung bei Austria Salzburg vergangenen Freitag sollte die Kehrtwende folgen. Doch was resultierte, war ein Abend, der die Sorgen der Bregenzer eher noch verstärkte.


Die Gäste aus Graz erwischten den klar besseren Start und waren in den ersten Minuten tonangebend. Bereits nach wenigen Augenblicken hatte Peinhart die Führung auf dem Fuß, rutschte aber hauchdünn am 1:0 vorbei. Vor allem über die rechte Seite mit der aktiven Achse rund um Mustafic und Afrifa sorgten die Grazer immer wieder für Probleme bei Marceta und Co.

Umso überraschender fiel die Führung für die Hausherren: In der 9. Minute wurde Johannes Tartarotti im Strafraum zu Fall gebracht, trat selbst an und verwandelte den Elfmeter souverän ins linke untere Eck – bereits sein neunter Treffer in dieser Saison. Doch die Freude währte nur kurz. Nur wenige Minuten später sorgte ein abgefälschter Schuss der Grazer für ein unglückliches Eigentor, bei dem Schlussmann Kretschmer chancenlos war – 1:1, alles wieder offen.
Daraufhin nahm das Unglück seinen Lauf: Zwei Minuten später war es erneut so weit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Mustafic, der über den Großteil der Partie der aktivste Grazer war, köpfte Gabriel Haider mustergültig zum 1:2 ein. Die Partie war gedreht, und Bregenz stand zunehmend unter Druck. Das einzige offensive Lebenszeichen der Hausherren in den folgenden Minuten blieb aber ein Distanzschuss in der 43. Minute, der jedoch eher ein Akt der Verzweiflung war. Ansonsten kontrollierten die Gäste das Geschehen.
<strong>Düstere Stimmung</span>

Bregenz-Trainer Andi Heraf musste in der Pause reagieren und brachte die Offensivkräfte Maksimovic und Nicolas Rossi, die sofort neuen Schwung und auch eine Chance brachten, doch der Grazer Schlussmann blieb vor Bangura eiskalt. (47.)

Allerdings zeigte sich die Effizienz der Gäste: Nach einer gut Hereingabe von Peinhart musste Bastian Maierhofer in der 50. Minute aus kurzer Distanz den Ball nur noch zum 1:3 einköpfen. Spätestens hier war der so wichtige Sieg in weite Ferne gerückt.

Bregenz versuchte zwar noch einmal zu reagieren, doch insgesamt fehlten die Ideen. Auch die Stimmung auf den Rängen litt sichtbar unter dem Spielverlauf. Der fehlende Offensivfußball und die wenigen klaren Chancen sorgten zunehmend für Unmut unter den Zuschauern, die ihrer Mannschaft die Ratlosigkeit auf dem Platz anmerkten.
Die Grazer spielten daraufhin die Partie souverän und abgeklärt herunter, während bei den Hausherren kaum noch etwas zusammenlief. Einzig Tartarotti (69.) und Maksimovic (80.) hatten noch Gelegenheiten, doch es blieb beim 1:3.

Die Niederlage sei laut Trainer Heraf selbst verschuldet gewesen, zu viele individuelle Fehler wurden gemacht. An sich selbst zweifelt er jedoch nicht. Acht Punkte in sechs Spielen auf Graz gutzumachen, wird allerdings mehr als eine Mammutaufgabe. AMO