Rookie hext, Rekordmeister jubelt

Mit einem 37:28-Heimsieg bei der Goalie-Gala von Jonas Bergmayer wahrt Bregenz Handball Chance auf Play-off.
Bregenz Handball hat im ersten Teil der Entscheidungsspiele im Grunddurchgang der HLA ein kräftiges Lebenszeichen gesendet und sich mit einem überzeugenden Heimsieg gegen die HSG Graz die theoretische Chance im Kampf um das Meister-Play-off gewahrt.

Die Ausgangslage vor der Partie hätte kaum spannender sein können. Die Steirer lagen mit 18 Punkten auf dem begehrten achten Tabellenrang, Bregenz folgte mit 16 Zählern knapp dahinter. Neben den beiden Kontrahenten mischten auch noch die Fivers, Bruck/Trofaiach sowie Schlusslicht Hollabrunn im Rennen um die Top acht mit.
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Die enorme Bedeutung des Spiels war beiden Teams zunächst anzumerken. Die Anfangsphase war von Nervosität geprägt, ehe die Hausherren diese rasch ablegten. Nach sechs Minuten lag Bregenz mit 3:1 in Front und setzte damit ein erstes Zeichen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Jonas Bergmayer, der gleich zu Beginn mit mehreren starken Paraden auf sich aufmerksam machte und innerhalb der ersten sieben Minuten gleich fünf Würfe entschärfte. Auch defensiv präsentierten sich die Vorarlberger äußerst stabil.

Die Mannschaft von Coach Michael Roth, der nach seinem Comeback erstmals wieder vor heimischem Publikum an der Seitenlinie stand, stellte früh die Weichen auf Sieg. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf sieben Treffer an. Mit einer komfortablen 18:12-Führung ging es in die Pause, auch weil der erst 19-jährige Bergmayer im Tor eine überragende Leistung zeigte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen wenig. Bregenz dominierte weiterhin klar, kontrollierte Tempo und Gegner. In der 41. Minute erhöhte Mindaugas Dumcius per Siebenmeter auf 25:18. Der Litauer lief in der Folge zur Hochform auf und war mit insgesamt 13 Treffern der überragende Mann auf dem Feld.
Trotz der klaren Führung blieb die Spannung erhalten, da ein Sieg mit mindestens fünf Toren Differenz notwendig war, um in der Tabelle an den punktgleichen Grazern vorbeizuziehen. Beim Stand von 33:27 kurz vor Schluss hielt es die rund 1200 Zuschauer in der Handballarena Rieden nicht mehr auf ihren Sitzen. Lautstark peitschten sie ihr Team nach vorne.

Am Ende stand ein viel umjubelter 37:28-Erfolg, mit dem Bregenz nicht nur das direkte Duell klar für sich entschied, sondern auch im Kampf um einen Platz im Meister-Play-off wieder voll im Rennen ist. Die Entscheidung fällt nun im Auswärtsspiel am Samstagabend bei Hollabrunn. Der Trainereffekt ist jedenfalls deutlich spürbar, und das Selbstvertrauen der Bregenzer hat rechtzeitig zum Saisonfinale deutlich zugenommen.