Munterem Westderby fehlten die Tore

Dem 2:2 in Innsbruck ließen Altach, ohne Jäger und Greil, und die WSG Tirol ein 0:0 folgen.
Altach Es war unterhaltsam, doch es war auch torlos. Altach und die WSG Tirol spielen zum dritten Mal in der Saison remis, doch erstmals blieben beide ohne Torerfolg. Die Rheindörfler bauten mit dem 0:0 ihre Heimbilanz aus. Seit nunmehr zehn Spielen ist man im Schnabelholz unbesiegt, unter Cheftrainer Ognjen Zaric gab es in diesem Jahr fünf Siege und zwei Remis.
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Beim Aufwärmen war er noch dabei, doch dann zwickte die Wade und Patrick Greil wurde von der Liste gestrichen. Eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es aus dem Altacher Lager. Für den 29-Jährigen rückte Srdjan Hrstic in die Mannschaft. Die zweite Umstellung gegenüber dem Spiel am Samstag in Innsbruck betraf den gesperrten Lukas Jäger. Für den Kapitän verteidigte mit Rassa Rahmani ein Linksfuß, die Kapitänsbinde ging an Torhüter Dejan Stojanovic.

Und Altachs Goalie stand schnell im Mittelpunkt. Denn die Tiroler begannen dort, wo sie im “Hinspiel” aufgehört hatten. Sehr aggressiv, sehr hochstehend und sehr angriffslustig. Lukas Sulzbacher eröffnete eine erste Halbzeit voller Möglichkeiten mit einem Schuss, doch der Ball strich am langen Pfosten vorbei (2.). Dann war Stojanovic erstmals gefordert, als Baden Frederiksen den Altacher Schlussmann ein erstes Mal prüfte (4.). Doch damit genug, denn nun waren auch die Hausherren im Spiel. Erst ein Foul an Diawara (6.), als SR Markus Greinecker fälschlicherweise Vorteil gelten ließ. Dann war es der 26-Jährige, der nach einem herrlichen Zuspiel von Ouédraogo leichtfertig eine Chance liegen ließ und den Ball aus guter Distanz über das Tor jagte (11.).

Es sollte sich nun ein intensives Spiel, mit vielen Zweikampfduellen, aber auch guten Spielzügen entwickeln, in dem beide Mannschaften ihre Momente hatten. So fehlten in Halbzeit eins nur die Tore, auch dank Stojanovic. So war der Keeper auch von einem Kopfball von Lawrence nicht zu bezwingen (26.). Auf der Gegenseite vergab Milojevic nur Sekunden später aus kurzer Distanz. Altachs Verteidiger war nach einem Abpraller von Massombo zu überrascht und so rutschte ihm beim Abschluss der Ball über den Rist (27.). Damit nicht genug, musste Stojanovic kurz vor der Pause noch eine Flugeinlage zeigen, als er einen Schuss von Wels akrobatisch zur Ecke abwehrte (32.).

Überlegenheit nicht genützt
Ohne personelle Veränderungen kamen beide Teams aus der Pause zurück auf das Spielfeld. Einziger Unterschied? Es war nun an Altach, die ersten Akzente zu setzen. Bähre und Co. übernahmen, in Richtung der SCRA-Anhänger spielend, sofort die Initiative und drückten die Tiroler in deren Hälfte zurück.

Admiral Bundesliga
28. Spieltag
SCR Altach vs WSG Tirol 0:0
Altach, Stadion Schnabelholz, 4130 Zuschauer, SR Christian Greinecker (OÖ)
Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (h), 3:0 (a), 2:2 (a)
Gelbe Karten: 15. Wels (WSG/Halten), 36. Baden Frederiksen (WSG/Foulspiel), 90./+ 4 Taferner (WSG), 90./+ 4 Benjamin (Altach/Unsportlichkeit)
SCR Altach (3-4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Rahmani – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo, Diawara (62. Benjamin), Hrstic (86. Mustapha)
WSG Tirol (3-4-3) Stejskal – Boras, Lawrence, David Gugganig (78. Kubata) – Sulzbacher, Taferner, Müller, Böckle – Wels (68. Huetz), Hinterseer (68. Ola-Adebomi), Baden Frederiksen (58. Sabitzer)

Doch Altach schaffte es trotz Überlegenheit vorerst nicht, sich Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten. Weil oft der letzte Pass unsauber gespielt wurde, weil man auch im letzten Drittel zu umständlich agierte. Dabei zog man das Publikum mit guten Ballstafetten auf die eigene Seite. Die Tiroler suchten ihr Heil mehr und mehr in Konterattacken. Auf Altacher Seite reagierte die Bank nach 62 Minuten mit einem ersten Wechsel. Für Diawara kam Precious Benjamin zu seinem vierten Joker-Einsatz.

Vor allem über die rechte Seite mit Massombo und Sandro Ingolitsch schaffte es Altach immer wieder für Gefahrenmomente zu sorgen. Allein auf einen Abschluss warteten die Fans nach dem Seitenwechsel auch in Minute 67 noch vergebens. Die Gastgeber blieben jedoch ruhig, versuchten es immer wieder. Doch so klug der Spielaufbau auch passierte, in der entscheidenden Phase der Spielhälfte schlichen sich Unachtsamkeiten ein.
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Und so waren es die SCRA-Fans, die mit ihren Gesängen die Schlussviertelstunde einläuteten. In der Hoffnung auf einen erlösenden Treffer. Dies sollte sich nicht erfüllen. Altach fehlte Goalgetter Greil zu sehr, Tirol gab sich früh mit dem 0:0 zufrieden.
