Bereit für den großen Coup

Sport / 30.04.2026 • 20:18 Uhr
Bereit für den großen Coup
Entwarnung bei Patrick Greil (hinten links). Altachs Topscorer wird spielen. Steurer

Altach in Bestbesetzung gegen den LASK. Patrick Greil fit für das Cupfinale am Freitag (16 Uhr).

Klagenfurt Nach dem Abschlusstraining im Finalstadion gab es sehr schnell die erhoffte Entwarnung: “Patrick Greil ist fit und wird spielen!” So die Worte von SCRA-Cheftrainer Ognjen Zaric in der nachfolgenden Pressekonferenz.

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“Warum auch”, so der 37-Jährige, “soll ich pokern? Die Ärzte haben grünes Licht gegeben. Wir haben im Abschlusstraining noch einmal ganz bewusst darauf geschaut. Damit herrscht Klarheit.” Die Fans jedenfalls dürfen aufatmen, der Topscorer ihrer Mannschaft ist im Endspiel dabei. Eine gewisse Erleichterung ist auch beim Coach zu spüren, wobei er kein Kopfweh bezüglich der Aufstellung hatte. “Wir haben auch einen Plan B”, so der Coach, der auch viele Freunde und seine Familie im Stadion begrüßen wird können.

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Die möglichen Szenarien auf dem Weg in den Europacup

Gewinnt der LASK den Cuptitel:

– steigen die Linzer in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League ein

– steigt der Dritte der Meistergruppe in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League ein, wenn der LASK Meister oder Vizemeister wird

– steigt der Vierte der Meistergruppe in der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League ein, wenn der LASK nicht Fünfter oder Sechster wird

– spielen in der Qualifikationsgruppe Erster gegen Zweiter um den Einzug ins Finale des Europacup-Play-offs, sollte der LASK nicht Sechster werden

Gewinnt Altach den Cuptitel:

– steigen die Altacher in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League ein

– spielt nur der Erste der Qualifikationsgruppe um den Einzug ins Finale des Europacup-Play-offs, sollte Altach dort nicht Erster werden

– spielt der Zweite der Qualifikationsgruppe um den Einzug ins Finale des Europacup-Play-offs, sollte Altach dort Erster werden

– spielt der Vierte der Meistergruppe fix im Finale des Europacup-Play-offs

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Die Pressekonferenz vor dem Endspiel, den Pokal schon ganz nahe: Ognjen Zaric, Lukas Jäger und Manuel Willam (links). Steurer

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Als “großartig” bezeichnet Zaric die Unterstützung der SCRA-Fans. Knapp 5000 werden es am Freitag in Klagenfurt sein. “Wenn man bedenkt, wie viele Einwohner Altach hat, das ist einfach sensationell. Es ist ein sehr spezieller und emotionaler Moment für mich und für alle Spieler.”

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Wird spielen: Patrick Greil. Steurer

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Sein Kapitän, Lukas Jäger, spürt ebenfalls diese Emotionalität rund um das Endspiel. “Das Knistern ist schon in den vergangenen Wochen spürbar gewesen.” Natürlich sieht auch der 32-Jährige Gegner LASK in der Favoritenrolle, aber in einem Spiel sei eben alles möglich. “Wir haben nicht viel zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen”, weiß der Routinier um die Möglichkeit, Fußballgeschichte in Vorarlberg zu schreiben. Nie zuvor hat eine Mannschaft den österreichischen Pokal ins Ländle geholt. Erst zwei Finalteilnahmen durch die Lustenauer Austria stehen zu Buche. Die Grün-Weißen verloren jeweils, gegen die SV Ried und gegen RB Salzburg.

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“Wichtig ist es, ein Ziel zu haben”, bringt es Zaric auf den Punkt. Zumal er als Trainer, der im Winter neu zur Mannschaft stieß, auch “diesen Zusammenhalt innerhalb des Teams”, von dem Jäger sagt, dass er sich “mehr und mehr entwickelt hat”, schnell spürte. Die Spieler seien bereit, Neues aufzunehmen und zu lernen. So konnten unter seiner Ägide in der Liga 17 Punkte eingefahren und zudem zwei Cupsiege eingefahren werden.

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Ein Blick ins EM-Stadion von 2008. Steurer

Uniqa ÖFB Cup

Finale

LASK Linz vs SCR Altach Freitag

Klagenfurt, Wörtherseestadion, 16 Uhr, SR Julian Weinberger (W)

ORF 1 überträgt die Partie live

Mögliche Aufstellungen

LASK Linz (3–4-3) Jungwirth – Cisse, Tornich, Andrade – Jörgensen, Bogarde, Horvath, Bello – Usor, Kalajdzic, Adeniran

Es fehlt: Smakaj (Knieverletzung)

SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouedraogo – Massombo, Diawara, Greil

Es fehlen: Fetahu (Schambein), Idrizi, Tietietta (beide Knie)

Weg ins Finale:

LASK: 1. Runde: 4:0 (a) Wiener Sport-Club, 2. Runde: 2:0 (a) SV Horn, Achtelfinale: 4:0 (a) SV Stripfing/Weiden, Viertelfinale: 3:2 (h) Blau-Weiß Linz, Halbfinale: 2:1 n. V. (a) SV Ried

Altach: 1. Runde: 4:1 (a) SC Hirschwang, 2. Runde: 3:1 (a) SV Donau, Achtelfinale: 3:1 n. V. (a) Kapfenberger SV, Viertelfinale: 3:1 n. V. (h) Sturm Graz, Halbfinale: 1:0 (a) Red Bull Salzburg

Im Finale trifft Altach auf eine Mannschaft, die seit Wochen in Topform auftritt und deren Trainer Didi Kühbauer von Altachs Coach großer Respekt entgegengebracht wird. Doch Zaric ist auch selbstbewusst genug, um festzustellen: “Für uns ist das Spiel eine Riesenchance, die wir uns erarbeitet haben. Auf dem Weg ins Finale wird dir nichts geschenkt.”

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Noch einmal letzte Anweisungen vor dem Finaltag. Steurer

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In Altach hoffen sie nun neben dem ersten “großen” Titelgewinn auch auf den Sprung in den Europacup. Der Cupsieger steigt in der Europa League in der dritten Quali-Runde ein, im Fall einer Niederlage geht es im Play-off der Conference League weiter. Die Rheindörfler waren international bereits dabei, ein Finale im ÖFB-Cup ist für den Club, der 2029 sein 100-jähriges Bestehen feiert, jedoch eine Premiere.

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Trainierte mit Turban: Ousmane Diawara. Eine “Erinnerung” an die Niederlage bei BW Linz. Steurer

Der Finalschiedsrichter

In Linz waren die Wogen hochgegangen, als mit Julian Weinberger der Name des Finalschiedsrichters bekanntgegeben wurde. In den Medien wurden die Probleme zwischen LASK-Trainer Didi Kühbauer und dem 41-jährigen Wiener hochgespielt. Vergessen wurde dabei nur: Drei Mal pfiff der Unparteiische eine Begegnung zwischen den Linzern und Altach, zwei Spiele verloren die Altacher – jeweils ohne ein Tor erzielt zu haben (0:2, 0:1), einmal gab es ein 0:0.

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Bild aus dem Altacher Heimspiel gegen den LASK 2022 (0:0), in dem Markus Hameter viel zu tun hatte. gepa