Und sie können doch noch jubeln

Deshalb fieberten die Anhänger von SW Bregenz mit dem Kremser SC mit.
Bregenz Einen Tag nach dem Ende der Saison in der Admiral 2. Liga und dem Bewusstsein, eine sportlich miserable Saison abgeliefert zu haben, gab es doch noch Grund zum Jubeln für die Funktionäre und Anhänger von SW Bregenz. Der Blick auf die Regionalliga Ost machte sie am späten Freitagabend sicher: Der heimische Traditionsclub bleibt trotz Abstiegsplatz in der zweithöchsten Spielklasse. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Ligakonkurrent Stripfing zog sich während der Saison zurück, das insolvente Austria Klagenfurt wurde in der Tabelle zurückgereiht UND aus der Ostliga gibt es keinen Aufsteiger.

Zwei Spieltage vor dem Ende der Regionalliga Ost steht fest: Der SV Horn, einzig verbleibender Aufstiegskandidat, kann Platz zwei in der Tabelle nicht mehr erreichen. Dank dem Kremser SC, der mit einem Sieg für Jubel bei den Schwarz-Weißen gesorgt hat. In einer ersten Aussendung spricht der Vorstand aus Bregenz davon, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und in den Planungen für die kommende Saison schon weit zu sein.

Allein ein Blick auf die vergangenen eineinhalb Fußballjahre zeigt, dass rund um die ImmoAgentur-Arena zuletzt die Uhren rückwärts gelaufen sind. Die gemeinsame Zeit mit der Austria Lustenau im Bregenzer Stadion hat bei den Schwarz-Weißen mehr Spuren hinterlassen als bei den Grün-Weißen. Die Austria verabschiedete sich mit dem Spieljahr 2025/26 nicht nur ins eigene Sun Minimeal-Stadion, sondern auch aus der Liga – mit dem Aufstieg in die Bundesliga.
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In Bregenz jedoch blickt man zurück auf eine Saison, in der nur fünf Spiele, zwei davon im Uniqa-ÖFB-Cup, gewonnen werden konnten. Schlimmer noch: Seit Jänner 2025 vermochte die Mannschaft nur acht ihrer 43 Spiele – Meisterschaft und Cup – zu gewinnen. Meist reagierte der sportliche Frust, hinzu gesellten sich immer wieder Gerüchte bezüglich finanzieller Zahlungsschwierigkeiten. Jetzt will man einen Strich darunter machen und die Zukunft in der 2. Liga neu gestalten. Sportlich darf man sich in Bregenz auf Traditionsduelle mit Wacker Innsbruck und Austria Salzburg freuen. Der wichtigste Schritt aber steht mit der personellen und finanziellen Neuaufstellung bevor. Da wartet viel Arbeit auf Club-Präsident Thomas Fricke und sein Team.

Das Versprechen der Clubführung ist jedenfalls ein großes: Wir haben die Lehren gezogen und werden mit neuer Stärke, klaren Strukturen und großer Leidenschaft zurückkommen. So jedenfalls heißt es in einer clubeigenen Aussendung.