Ein Abend mit Wehmut und vielen Plänen

Altachs Blick ist nach 15 Bundesliga-Saisonen nunmehr nach vorn gerichtet.
Altach Nach dem Schlusspfiff und extrem langen Ansprachen in der Kabine gab sich SCRA-Cheftrainer Ognjen Zaric im Exklusivgespräch mit den VN sehr offen. Der 37-Jährige offenbarte seine Gefühlswelt ob der vielen Abschiede, urteilte aber auch sehr nüchtern über seine ersten fünf Monate in Altach. 21 Punkte holte die Mannschaft unter Zaric, hinzu kommen der Einzug ins Cupfinale mit Siegen über Sturm und Salzburg. “Natürlich hätte ich den Pokal gerne in die Höhe gestemmt”, blickte er zurück.
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Doch diese Monate mit all den Hochs und auch den Erlebnissen in der Qualifikationsrunde hätten ihn auch in seiner Entwicklung als Trainer wachsen lassen. “Ich habe stets versucht, Ruhe auszustrahlen. Zudem glaube ich, dass sich in den vergangenen Monaten zwischen Spielern und dem Betreuerstab etwas extrem Positives entwickelt hat.”
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Klare Ansagen
Im Gegensatz zu den Spielern wird der Coach noch eine Arbeitswoche in Altach anhängen. Steht doch die Kaderplanung an. “Ich bin ein Freund von Kontinuität”, lautet sein Auftrag in Richtung sportlicher Führung. Ohne Namen zu nennen, ist klar: Zaric hofft schwer auf den Verbleib von Torhüter Dejan Stojanovic (32) sowie den Spielern Sandro Ingolitsch (29), Mike Bähre (30), Filip Milojevic (21) oder Patrick Greil (29) – unabhängig, ob laufende Verträge oder aktuelle Verhandlungen. Auch die Thematik “Konditionstrainer” ist ihm wichtig. Unter dem scheidenden Christoph Zellner (33) gab es praktisch keine verletzungsbedingten Ausfälle. “Wir wollen die Position bestmöglich nachbesetzen, sowohl inhaltlich als auch menschlich”, so Zaric, der von sich selbst behauptet, in den vergangenen Monaten sehr viel für seinen “persönlichen Trainer-Rucksack” mitgenommen zu haben.

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Gedanken an eine Rückkehr
99 Spiele, sieben Tore, vier Torvorlagen – nackte Zahlen, hinter denen viele Emotionen versteckt sind. Nach vier Jahren in Altach ist für die Nummer fünf der Rheindörfler das Ende der Zusammenarbeit gekommen. “Es hat sich in den letzten Monaten angedeutet”, erzählt Lukas Gugganig in den Katakomben des Stadions Schnabelholz. “Das macht es vielleicht einfacher.” Dennoch verspüre er Traurigkeit, allerdings freue er sich auf einen neuen Abschnitt. Mit seinen 31 Jahren will der Verteidiger noch ein paar Saisonen dranhängen. “Wohin? Ich weiß es noch nicht.” Seine Familie jedenfalls sei in die Planungen involviert, so der Jungvater. Zumal man sich im Ländle wohlgefühlt habe. “Vor vier Jahren habe ich nichts über Vorarlberg gewusst. Jetzt können wir uns vorstellen, nach meiner aktiven Karriere unseren Lebensmittelpunkt nach Vorarlberg zu verlegen.”

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Ein klares Bekenntnis
Zwölf Saisontore, damit hat Greil die bisherige Altacher BL-Bestmarke von Hannes Aigner eingestellt. So wundert es nicht, dass er von einer Saison spricht, über die er noch in einigen Jahren positiv zurückblicken werde. “Schade, es wäre mehr möglich gewesen”, so sein Urteil. An seinem Verbleib in Altach zweifelt er zudem nicht. Weil er Wertschätzung und Vertrauen verspürt und weil es derzeit keine Szenarien für eine andere Überlegung gibt.
