Österreich spielt auch nächstes Jahr erstklassig

Team Österreich besiegt Ungarn mit 4:2 und schafft damit nach zwei Spielen bei der WM in der Schweiz den Klassenerhalt.
Zürich Österreichs Eishockey-Nationalteam hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz den Klassenerhalt fixiert. Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader setzte sich in der Gruppe A in der Zürcher Swiss Life Arena gegen Ungarn mit 4:2 durch und feierte damit im zweiten Spiel den zweiten Erfolg.
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Nach dem überzeugenden 5:2-Auftakt gegen Großbritannien war die Marschrichtung klar gewesen: Mit einem Sieg gegen Ungarn sollte der Verbleib in der A-Gruppe frühzeitig abgesichert werden. Dieses Unterfangen ging Österreich mit den vier Vorarlbergern Ramon Schnetzer, Dominic Zwerger, Vinzenz Rohrer und Simeon Schwinger an.
Vor allem Rohrer stand schon vor Spielbeginn im Mittelpunkt. Der 21-jährige Rankweiler, der noch vor wenigen Wochen mit den ZSC Lions in der Swiss Life Arena Play-off-Eishockey gespielt hatte, wurde bei der Teamvorstellung von den 7668 Zuschauern mit großem Applaus empfangen.

Österreich startete druckvoll in die Partie. Paul Huber hatte bereits nach wenigen Sekunden die erste Möglichkeit auf die Führung, während sowohl die österreichischen als auch die ungarischen Fans für eine hervorragende Atmosphäre sorgten. Den ersten Treffer erzielte schließlich Vinzenz Rohrer. Der Vorarlberger fand nach fünf Minuten im Powerplay im Slot Platz und verwertete im Nachsetzen zum 1:0 – zugleich sein erster Treffer bei einer Weltmeisterschaft.
Die Führung brachte allerdings wenig Ruhe ins österreichische Spiel. Beide Teams agierten nervös, viele Fehler prägten die Begegnung. In Überzahl gelang Ungarn der Ausgleich. Max Rebernig musste auf die Strafbank, Istvan Sofron von Ferencvaros Budapest ließ Goalie Atte Tolvanen mit seinem Schuss zum 1:1 keine Chance.

Auch im zweiten Drittel tat sich Österreich schwer. Zwar überstand man eine Unterzahl zu Beginn, angeführt von einem aggressiv auftretenden Rohrer, schadlos, doch das Spiel blieb auf beiden Seiten fehleranfällig. Die Bader-Schützlinge erhöhten zwar den Druck, wirklich gefährlich wurde Österreich aber nur selten. Ungarn kam seinerseits durch Tamas Ortenzsky der Führung nahe, dessen Schuss in der 33. Minute nur knapp am Ziel vorbeiging.
Erst kurz vor der zweiten Drittelpause wurde Österreich im bislang besten Powerplay zwingender. Zunächst scheiterte Rohrer, wenig später konnte Ungarns Goalie auch einen Versuch von Peter Schneider entschärfen.
Im Schlussabschnitt zeigte Österreich schließlich die nötige Konsequenz. Die sechste Überzahl nutzten die Österreicher zur neuerlichen Führung – und erneut hatten die Vorarlberger ihre Hände im Spiel. Rohrer nahm dem ungarischen Goalie die Sicht, Dominic Zwerger, der zum besten Spieler aus österreichischer Sicht gewählt wurde, traf in der 45. Minute eiskalt ins kurze Kreuzeck zum 2:1.

Keine zwei Minuten später stellte Thimo Nickl mit einem abgefälschten Schuss auf 3:1 und brachte Österreich damit dem Klassenerhalt entscheidend näher. Die Mannschaft blieb am Drücker, Rebernig traf wenig später allerdings nur die Stange.

In der Schlussphase wurde es dennoch noch einmal hektisch. Lucas Thaler musste wegen Beinstellens auf die Strafbank, kurz darauf kassierte auch Gregor Biber nach einem Puck ins Publikum eine Strafe. In doppelter Überzahl gelang Ungarn durch Peter Vincze prompt der Anschlusstreffer zum 2:3. Plötzlich hatten die Magyaren das Momentum auf ihrer Seite.
Ungarn nahm in den letzten Sekunden den Goalie vom Eis und drängte auf den Ausgleich. Österreich verteidigte jedoch mit aller Kraft, ehe Nickl mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor zum 4:2-Endstand traf. Danach brachen auf der österreichischen Bank alle Dämme.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel fixierte Österreich vorzeitig den Klassenerhalt und wird auch im kommenden Jahr bei der A-Weltmeisterschaft in Deutschland vertreten sein.