“Für Österreich ist sogar das Viertelfinale möglich”

Altachs Chefcoach Ognjen Zaric traut Österreichs Nationalteam bei der Weltmeisterschaft Großes zu.
Altach In einer Umfrage unter den zwölf Bundesliga-Trainern bezüglich Abschneiden des österreichischen Nationalteams bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada war klar herauszuhören, dass die Experten der Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick einiges zutrauen. Auch Altachs Coach Ognjen Zaric blickt optimistisch auf das Turnier, in dem er Frankreich als großen Titelanwärter sieht.
Was trauen Sie der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM zu?
Was die sportliche Leistung betrifft, bin ich optimistisch: Die K.-o.-Runde ist für die österreichische Nationalmannschaft absolut machbar und sollte das erklärte Ziel sein. Wenn das Team einen Lauf bekommt, ist mit ein wenig Fortune sogar der Einzug ins Viertelfinale realistisch.
Handelt es sich bei der aktuellen Mannschaft um das stärkste ÖFB-Team seit vielen Jahren?
Wahrscheinlich ja, weil eine sehr hohe Anzahl an Spielern eine einheitliche Spielidee verfolgt und zum anderen sehr viele Spieler in internationalen Top-Ligen unterwegs sind.
Wie weit müsste Österreich kommen, damit man die WM als Erfolg bezeichnen könnte?
Man muss die Kirche im Dorf lassen: Da Österreich seit langer Zeit wieder auf der ganz großen Weltbühne vertreten ist, ist allein die Teilnahme ein Meilenstein. Rein sportlich betrachtet wäre das Erreichen der K.-o.-Runde bereits als großer Erfolg zu verbuchen. Alles, was danach kommt, wäre die Kür.
Wer wird Weltmeister?
Frankreich.
Wie bewerten Sie die WM-Aufstockung auf 48 Teams?
Hinsichtlich der Modus-Änderung plädiere ich für Offenheit. Man sollte dem neuen Format mit 48 Teams zuerst eine Chance geben, anstatt es im Voraus zu verurteilen. Erst nach dem Turnier werden wir wirklich beurteilen können, wie sich der neue Modus auf die Qualität und die Spannung auswirkt.
Welche Auswirkungen könnte die politische Situation auf das Turnier haben?
Was die Rahmenbedingungen betrifft, vertrete ich eine klare Linie: Ich bin der festen Überzeugung, dass man Sport und Politik grundsätzlich voneinander trennen sollte.