Ländle-Team strahlt im Bergtrikot

Tobias Nolde, der lange Zeit die Geschichte der ersten ToA-Etappe schrieb, ist Führender in der Bergwertung.
Gamlitz “Ich hatte heute echt gute Beine. Die Gruppe lief gut, und ich habe noch auf die letzte Bergwertung spekuliert. Aber die Top-Favoriten sind so schnell herangeflogen. Ich freue mich super über das Trikot und denke, es war ein starker Start heute für uns als Team und für mich persönlich”, freute sich ein sichtlich zufriedener Tobias Nolde nach der Zielankunft in Gamlitz, auch wenn er am Ende mit über acht Minuten Rückstand die Ziellinie passierte.
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Nach mehreren Attacken in der Startphase war es der 26-jährige Deutsche, zusammen mit drei Mitstreitern, der sich entscheidend vom Feld absetzte. Gemeinsam baute man den Vorsprung auf über sieben Minuten aus. Die vier Ausreißer harmonierten ausgezeichnet unter wechselhaften Wetterbedingungen. Nolde sicherte sich souverän die erste Bergwertung des Tages und erkämpfte sich in einem packenden Duell gegen Loic Bettendorffer vom Team Hrinkow Advarics auch die zweite Wertung. Entschlossen zog Nolde auf der steirischen Weinstraße durch und lieferte sich einen beherzten Kampf gegen das näher rückende Peloton. Rund 15 km vor dem Ziel wurde er zwar gestellt, doch der Lohn war mehr als verdient: Team-Vorarlberg-Fahrer Tobias Nolde darf sich als erster Träger des Trikots des besten Bergfahrers feiern lassen.

Der italienische Neuzugang Giacomo Ballabio erreichte das Ziel mit nur einer Minute Rückstand auf einem starken 18. Rang. Philipp Hofbauer erwischte nicht seinen besten Tag und büßte 1:46 Minuten ein, womit er den 44. Platz belegte. Sein Auftrag für Tag zwei ist damit klar: Bei der morgigen Bergankunft auf dem Großglockner soll er “all-in” gehen, um im Gesamtklassement wertvolle Plätze gutzumachen.

Das Ergebnis der ersten Etappe finden Sie hier.


Radprofi Gregor Mühlberger hingegen hat seinen Anspruch auf den Gesamtsieg bei der fünftägigen Rundfahrt untermauert. Der Niederösterreicher setzte sich auf der ersten Etappe im Trikot des Nationalteams nach 4:21:02 Stunden elf Sekunden vor dem US-Amerikaner Kevin Vermaerke (UAE) durch und nimmt die Königsetappe auf den Großglockner am Donnerstag als Führender in Angriff. Den entscheidenden Angriff setzte Mühlberger rund elf Kilometer vor dem Ziel nahe der Grenze zu Slowenien. “Von der Bergwertung bis ins Ziel war es deutlich länger als gedacht. Es war ein bisschen eine Kamikaze-Partie, weil ich bergab nicht der Stärkste bin”, sagte Mühlberger, der als siebenter Österreicher einen Etappensieg bei der Tour of Austria feiern durfte.
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Am Donnerstag wartet die zweite Etappe, die das Feld vom Kärntner Wintersportort Bad Kleinkirchheim über 189 Etappenkilometer auf das Dach der Tour am Großglockner in 2360 Metern Seehöhe führt. Hier wird die erste Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung erwartet. Allen voran Team Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer wird seine Kletterkünste unter Beweis stellen wollen, um seine Liebe zu den Bergen in ein zählbares Resultat umzumünzen.