Respekt? Ja. Angst? Nein

Austria Lustenau fährt mit klarem Ziel nach Graz zu Sturm.
Lustenau Das Erste, was Austria Lustenaus Erfolgstrainer Markus Mader einfällt, wenn er Sturm Graz hört? “Der Name sagt alles. Das ist ein Verein und eine Mannschaft von richtig hoher Qualität. Das war schon immer so und hat sich bis heute nicht verändert.”

Die sportlich Verantwortlichen der Grün-Weißen wissen ganz genau, was am Samstag um 19.30 Uhr auf ihre Mannschaft zukommt. Ein Team, das bislang in der österreichischen Meisterschaft noch ungeschlagen ist und einzig und allein in der Qualifikation zur Champions League von Fenerbahçe Istanbul seine Grenzen aufgezeigt bekommen hat.

“Diese Erfahrungen aus den internationalen Spielen zeichnet die Grazer auch aus. Deswegen erwarte ich mir ein Spiel, in dem Sturm von der ersten Minute an Dampf machen wird. Doch darauf haben wir uns die ganze Woche lang vorbereitet”, erklärt Mader – und hat damit auch schon alles zum Vizemeister der abgelaufenen Saison gesagt.

Das Thema rund um den Altacher Yan Massombo und dessen Avancen mit Sturm lässt den Austria-Coach kalt. Wobei ihm das Spiel des Ländle-Rivalen letzte Woche im Stadion Graz-Liebenau gezeigt hat, dass zum aktuellen Zeitpunkt auch gegen den Vizemeister etwas zu holen wäre. “Sturm lässt Chancen zu, Altach hätte in der ersten Halbzeit führen müssen. Da wollen wir auch ansetzen, wobei klarzustellen ist, dass wir als Austria einen anderen Plan verfolgen”, so Mader.
Den hat man laut Coach auch in den letzten Spielen, “mit Ausnahme der GAK-Partie (O-Ton Mader)”, gesehen. “Diesen Weg wollen wir weitergehen und werden uns deshalb nicht verbiegen, nur weil es gegen Sturm Graz geht”.
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Die Austria hat ihre Spielanlage also gefunden, auch weil man mit dem Doppeltorschützen aus dem vergangenen Match gegen den Wolfsberger AC, Antonio Verinac, den idealen Mann in der Spitze zu haben scheint. “Unser System passt ideal zu mir, und ich umgekehrt genau in das System”, so der Deutsche mit Wurzeln in Kroatien, der in der Geschwindigkeit ein Trumpf-Ass für die Partie in Graz sieht: “Wir haben mit Afrifa, Diarra und Weixelbraun in der Offensive pfeilschnelle Jungs, das wollen wir gegen Sturm ausspielen”.

Coach Mader kann dazu nur nicken, sieht in einem kompakten Auftritt “und in schnellen Umschaltsituationen” die Chance auf einen Punkt. “Wobei wir uns alle bewusst sind, wer der große Favorit ist. Fakt: In Graz brauchst du als Gastmannschaft einen Tag, an dem alles passt. Und, wenn wir die gleiche Leistung, wie gegen den WAC abliefern, sehe ich sehr gute Chancen, nicht mit leeren Händen aus der Steiermark zurückzukehren.”
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Was den Kader betrifft, wird es wohl kaum zu Veränderungen kommen. Neuzugang Anilson wartet noch auf die Rot-Weiß-Rot-Karte und wird, wenn überhaupt, nur als Gast mit im Bus gen Steiermark sitzen.