Unnötiger Selbstfaller

Wegen unnötiger Notbremse und Elferfoul kassierten die besseren Bregenzer gegen Young Violets ein 0:2 in einer zerfahrenen Partie mit 10 Gelben und einer Roten Karte.
Wien Ungleicher hätte das Duell zwischen Schwarz-Weiß Bregenz und den Young Violets kaum sein können. Da die mit Brasilianern und Japanern gespickte Legionärs-Truppe aus Vorarlberg, mit dem routiniertesten Kader der 2. Liga (Alterschnitt: 25 Jahre), dort die Jungveilchen aus Wien – im Schnitt 5 Jahre jünger. Bregenz-Trainer Martin Brenner stellte im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Sturm Graz II nur auf einer Position um.

Anteo Fetahu durfte diesmal statt La’Sean Sealey von Beginn an als Sturmspitze auflaufen. Der legte in Minute sechs gleich gefährlich auf Daniel Au Yeong ab, dessen Halb-Volley von rechts konnte Violets-Goalie Stefan Blazevic gerade noch entschärfen. Doch 11 Minuten später der Schock für Bregenz! Nach einem Traumlochpass von Austrias Marco Brandt auf den erst 16-jährigen Bruno Jerabek zog der übermutig herauslaufende Tormann Joao Paulo mit einer Grätsche außerhalb des Sechzehners die Notbremse.

Bregenz musste die verbleibenden 73 Minuten mit einem Mann weniger bestreiten. Für die fällige Einwechslung von Tormann-Backup Aizawa musste Genta Omotehara raus. Zur nächsten Topchance kam trotzdem wieder Schwarz-Weiß. Fetahu steckte genial auf Zaizen durch, der aber im letzten Moment von Roider gestoppt wurde (28.). In einer zerfahrenen Partie, in der Schiedsrichter Achim Untergasser am Ende 10 Gelbe Karten zeigte, ließen die nun defensiv stehenden 10 Bregenzer wenig zu. Bis zum nächsten Selbstfaller. Rechtsverteidiger Souza wollte sich bei einer Flanke vor Hausjell stehlen, um ein Foul zu schinden, und brachte selbst den Gegner zu Fall. Den Elfer verwertete der Gefoulte selbst zum 1:0 für die Austria (44.).

Brenner reagierte, brachte zur Pause für Zaizen (Gehirnerschütterung) und Souza Cesco und Saeley und musste sich über eine vergebene Mega-Chance ärgern. Fetahu vergab völlig allein vor dem Tor zu lässig, und Sealey setzte den Nachschuss vorbei (50.). Die in Unterzahl spielenden Bregenzer waren weiterhin die bessere Mannschaft und wurden von ihrer lautstarken kleinen Fanschar nach vorn gepeitscht. Die Austria bekam jetzt natürlich Räume. Aizawa drehte einen Menshykov-Schuss noch an die Latte (71.). In der 88. Minute staubte Romeo Mörth schließlich zum schmeichelhaften 2:0-Endstand für die violetten Hausherren ab. CHK