Derby-Bilanzen versprechen Hochspannung

Sowohl Austria-Trainer Markus Mader als auch Altachs Ognjen Zaric blicken persönlich auf starke Derby-Bilanzen.
Lustenau, Altach Bundesliga-Derby kann er, der Markus Mader. Austria Lustenaus Cheftrainer kann sich im Vorfeld des großen Lokalduells eigentlich entspannen. Denn der 58-Jährige blickt auf eine ganz starke Bilanz, wenn es gegen den Erzrivalen aus dem Rheindorf geht. In den fünf Duellen in der Bundesliga zwischen 2022 und 2023 durfte sich Mader gleich über drei volle Erfolge freuen. 2:1, 3:0 und 1:0 für Grün-Weiß lauteten die Ergebnisse in den ersten drei Begegnungen der beiden Teams. Dazu gesellte sich ein 1:1-Remis am 27. Mai 2023. Nur einmal verließ er das Spielfeld als Verlierer, als es zu Hause eine 0:3-Schlappe gegen die Rheindörfler setzte. Es war gleichzeitig der Anfang vom Ende der ersten Trainerzeit bei Austria Lustenau.

Erinnern kann er sich an alle Derbys, genau im Kopf blieb ihm der erste Sieg in Altach. “Das war sehr speziell. Die Atmosphäre im Stadion war großartig. Dass wir das Match, auf das man im Ländle gefühlt eine Ewigkeit gewartet hat, gewonnen haben, bleibt natürlich präsent”, blickt Mader zurück. Matthias Maak (30.) und Bryan Teixeira (89.) drehten das erste jemals in der Bundesliga gespielte Derby der beiden Teams, nachdem Alexis Tibidi den SCR Altach mit 1:0 in Front brachte. Maak ist einer von vier Lustenauern, die an dem geschichtsträchtigen 20. August 2022 schon mit von der Partie waren. Auf Seiten der Altacher ist Lukas Jäger der einzige Akteur, der damals auf dem Platz stand. Der Alberschwender weiß genau, wie man Derbys gewinnt. In seinen letzten vier Duellen mit der Austria verlor er nie, holte drei Siege und ein Remis mit dem SCRA.

Für Maders Pendant auf der Altacher Trainerbank, Ognjen Zaric, ist es das erste Ländle-Derby in seiner noch jungen Karriere. Dass der 37-Jährige aber weiß, wie man ein Revierduell bestreitet, verrät ein Blick auf seine Vergangenheit in der Schweiz. Zweimal traf er mit dem FC Winterthur auf Grasshoppers Zürich, blieb dabei ungeschlagen. Ein Sieg und ein Remis stehen zu Buche. Im einzigen Derby gegen den FC Zürich musste er aber eine Niederlage einstecken.
Unbestritten ist die Vorfreude beider Coaches auf das Revierduell groß, “weil es überall prickelt. Es ist doch wunderbar für unser Bundesland, dass hier ein Fußballspiel so viele Menschen in den Bann zieht”, so Zaric. Austrias Coach schlägt in die Kerbe und beschreibt das Derby “als ein Spiel, auf das sich einfach jeder freut”.