Austria feiert Derbysieg

Zehn starke Minuten reichen Austria Lustenau in ausverkaufter Sun Minimeal Arena um SCR Altach mit 2:0 zu besiegen.
Lustenau Das Ländle-Derby hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. Vor ausverkauftem Haus in der Sun Minimeal Arena setzte sich Austria Lustenau am siebten Spieltag der Bundesliga gegen den SCR Altach mit 2:0 durch. Während die Austria mit hoher Effizienz überzeugte, gingen die Rheindörfler trotz einiger guter Möglichkeiten ohne Zähler aus dem ersten großen Vorarlberg-Derby der Saison.
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Fussball, Bundesliga, 7. Spieltag
Austria Lustenau – SCR Altach 2:0 (2:0)
Lustenau, Sun Minimeal Arena, 5138 Zuschuaer, SR Ebner
Torfolge: 36. 1:0 Verinac, 45+1. 2:0 Weixelbraun
Gelbe Karten: Anilson, Afrifa, DElaye, Diarra bzw. Stojanovic
Austria Lustenau: Schierl; Anilson (28. Gmeiner), Voisine (80. Maak), Pertlwieser, Soares (80. Ibertsberger); Afrifa (0. Jastremski), Kacuri, Delaye; Weixelbraun, Verinac (63. Benjamin), Diarra
SCR Altach: Stojanovic; Niehoff (77. Naschberger), Jäger (66. Hrstic), Zech, Milojevic, Böckle; Bähre, Demaku (46. Elongo-Yombo), Massombo; Greil, Diawara
Schon in den ersten Minuten war zu spüren, dass es an diesem Nachmittag um mehr als drei Punkte ging. Austrias Verteidiger suchten früh die Zweikämpfe mit Altachs Spielmacher Patrick Greil. Zwei Fouls binnen drei Minuten sorgten für die erste Rudelbildung. Nur wenige Augenblicke später gerieten Altachs Diawara und Austrias Anilson aneinander.

Altach übernimmt das Kommando

Mit zunehmender Spieldauer fand die Partie auch fußballerisch ihren Rhythmus. Austria lauerte auf Fehler und wollte über schnelle Umschaltmomente zum Erfolg kommen, während Altach versuchte, das Spiel über Ballbesitz zu kontrollieren. Die erste Möglichkeit gehörte den Hausherren: Seydou Diarra setzte seinen Schuss in der 12. Minute neben das Tor.

Danach übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando. Nach einer sehenswerten Kombination stand Patrick Greil in der 19. Minute plötzlich alleine vor Austria-Torhüter Domenik Schierl. Der Lustenauer Schlussmann reagierte glänzend und lenkte den Ball noch um den Pfosten.
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Es sollte eine richtungsweisende Szene werden. Denn während Altach seine Chancen nicht verwertete, schlug Austria kurz vor der Pause eiskalt zu. In der 36. Minute servierte Diarra eine perfekte Flanke, Antonio Verinac setzte sich gegen Benedikt Zech durch und köpfelte den Ball via Innenstange zur Führung ins Tor.
Die Austria bekam durch den Treffer zusätzlichen Auftrieb. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legten die Gastgeber nach. Verinac setzte im Strafraum nach, blickte auf und fand Dominik Weixelbraun. Dieser schloss mit dem ersten Kontakt ab und stellte auf 2:0.

Damit gelang der Austria genau das, was ihr in den bisherigen Ligaspielen teilweise gefehlt hatte: Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Altach findet die Lücke nicht
Nach Seitenwechsel versuchte Altach, das Spiel noch einmal zu drehen. Doch die Charakteristik der Partie änderte sich nur wenig. Die Rheindörfler hatten mehr Ballbesitz, Austria zog sich zurück und wartete auf die nächste Gelegenheit zum Konter.

Schon kurz nach Wiederbeginn fehlte Weixelbraun nur wenig auf den dritten Treffer. In der 58. Minute wurde ein Pressball von Diarra ebenfalls gefährlich, fand aber nicht den Weg ins Tor.
In der 67. Minute keimte bei den Gästen noch einmal Hoffnung auf. Bähre durchbrach die Lustenauer Defensive und traf zum vermeintlichen Anschlusstreffer. Doch der Deutsche stand dabei im Abseits. Nach Überprüfung durch den VAR wurde die Entscheidung bestätigt.
Damit war die große Chance für Altach dahin. Und die nächste sollte folgen. In der 72. Minute tauchte Diawara völlig frei vor Schierl auf, schob den Ball aber am langen Eck vorbei. Auch der eingewechselte Srdjan Hrstic ließ in der 79. Minute eine aussichtsreiche Möglichkeit aus.

Die Austria musste deshalb in der Schlussphase nicht mehr allzu viel riskieren. Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken verteidigten die Hausherren konzentriert und brachten den Vorsprung über die Zeit.
Druck auf Altach-Coach Zaric wächst
Während in der ausverkauften Sun Minimeal Arena auf Lustenauer Seite gefeiert wurde, herrschte beim SCR Altach Ernüchterung. Sieben Spiele sind absolviert, drei Punkte stehen zu Buche – die Rheindörfler gehen als Tabellenletzter in die Länderspielpause.
Damit wächst auch der Druck auf Cheftrainer Ognjen Zaric. Der 37-Jährige hatte im Derby mit Benedikt Zech zwar einen Rückkehrer wieder von Beginn an aufgeboten, doch am Ende stand die nächste Niederlage. Für Zaric wird die Situation damit zunehmend schwieriger, zumal die erhofften Ergebnisse bislang ausbleiben. Nun liegt der Ball bei den sportlich Verantwortlichen Philipp Netzer und Eric Orie, die die Situation in der Länderspielpause analysieren werden.