Austria feiert Derbysieg

Sport / 19.09.2026 • 18:54 Uhr
GEPA-20260919-101-120-0045
Antonio Verinac erzielte das zwischenzeitliche 1:0 für die Austria im Derby gegen den SCR Altach

Zehn starke Minuten reichen Austria Lustenau in ausverkaufter Sun Minimeal Arena um SCR Altach mit 2:0 zu besiegen.

Lustenau Das Ländle-Derby hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. Vor ausverkauftem Haus in der Sun Minimeal Arena setzte sich Austria Lustenau am siebten Spieltag der Bundesliga gegen den SCR Altach mit 2:0 durch. Während die Austria mit hoher Effizienz überzeugte, gingen die Rheindörfler trotz einiger guter Möglichkeiten ohne Zähler aus dem ersten großen Vorarlberg-Derby der Saison.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Fussball, Bundesliga, 7. Spieltag

Austria Lustenau – SCR Altach 2:0 (2:0)

Lustenau, Sun Minimeal Arena, 5138 Zuschuaer, SR Ebner

Torfolge: 36. 1:0 Verinac, 45+1. 2:0 Weixelbraun

Gelbe Karten: Anilson, Afrifa, DElaye, Diarra bzw. Stojanovic
Austria Lustenau: Schierl; Anilson (28. Gmeiner), Voisine (80. Maak), Pertlwieser, Soares (80. Ibertsberger); Afrifa (0. Jastremski), Kacuri, Delaye; Weixelbraun, Verinac (63. Benjamin), Diarra

SCR Altach: Stojanovic; Niehoff (77. Naschberger), Jäger (66. Hrstic), Zech, Milojevic, Böckle; Bähre, Demaku (46. Elongo-Yombo), Massombo; Greil, Diawara

Schon in den ersten Minuten war zu spüren, dass es an diesem Nachmittag um mehr als drei Punkte ging. Austrias Verteidiger suchten früh die Zweikämpfe mit Altachs Spielmacher Patrick Greil. Zwei Fouls binnen drei Minuten sorgten für die erste Rudelbildung. Nur wenige Augenblicke später gerieten Altachs Diawara und Austrias Anilson aneinander.

GEPA-20260919-101-120-0019
Das Derby startet hitzig, Rudelbildungen waren in den ersten Minuten angesagt. gepa

Altach übernimmt das Kommando

GEPA-20260919-101-120-0130
Patrick Greil hatte die Großchance auf das 1:0 für den SCR Altach. gepa

Mit zunehmender Spieldauer fand die Partie auch fußballerisch ihren Rhythmus. Austria lauerte auf Fehler und wollte über schnelle Umschaltmomente zum Erfolg kommen, während Altach versuchte, das Spiel über Ballbesitz zu kontrollieren. Die erste Möglichkeit gehörte den Hausherren: Seydou Diarra setzte seinen Schuss in der 12. Minute neben das Tor.

Austria feiert Derbysieg
Der Zuschauerandrang war riesig, das Stadion war ausverkauft. Steurer

Danach übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando. Nach einer sehenswerten Kombination stand Patrick Greil in der 19. Minute plötzlich alleine vor Austria-Torhüter Domenik Schierl. Der Lustenauer Schlussmann reagierte glänzend und lenkte den Ball noch um den Pfosten.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Es sollte eine richtungsweisende Szene werden. Denn während Altach seine Chancen nicht verwertete, schlug Austria kurz vor der Pause eiskalt zu. In der 36. Minute servierte Diarra eine perfekte Flanke, Antonio Verinac setzte sich gegen Benedikt Zech durch und köpfelte den Ball via Innenstange zur Führung ins Tor.

Die Austria bekam durch den Treffer zusätzlichen Auftrieb. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legten die Gastgeber nach. Verinac setzte im Strafraum nach, blickte auf und fand Dominik Weixelbraun. Dieser schloss mit dem ersten Kontakt ab und stellte auf 2:0.

GEPA-20260919-101-120-0011
GEPA-20260919-101-120-0011

Damit gelang der Austria genau das, was ihr in den bisherigen Ligaspielen teilweise gefehlt hatte: Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Altach findet die Lücke nicht

Nach Seitenwechsel versuchte Altach, das Spiel noch einmal zu drehen. Doch die Charakteristik der Partie änderte sich nur wenig. Die Rheindörfler hatten mehr Ballbesitz, Austria zog sich zurück und wartete auf die nächste Gelegenheit zum Konter.

GEPA-20260919-101-120-0057
Tolle Kulisse in der Sun Minimeal Arena. gepa

Schon kurz nach Wiederbeginn fehlte Weixelbraun nur wenig auf den dritten Treffer. In der 58. Minute wurde ein Pressball von Diarra ebenfalls gefährlich, fand aber nicht den Weg ins Tor.

In der 67. Minute keimte bei den Gästen noch einmal Hoffnung auf. Bähre durchbrach die Lustenauer Defensive und traf zum vermeintlichen Anschlusstreffer. Doch der Deutsche stand dabei im Abseits. Nach Überprüfung durch den VAR wurde die Entscheidung bestätigt.

Damit war die große Chance für Altach dahin. Und die nächste sollte folgen. In der 72. Minute tauchte Diawara völlig frei vor Schierl auf, schob den Ball aber am langen Eck vorbei. Auch der eingewechselte Srdjan Hrstic ließ in der 79. Minute eine aussichtsreiche Möglichkeit aus.

GEPA-20260919-101-120-0012
Altacher Choreo.

Die Austria musste deshalb in der Schlussphase nicht mehr allzu viel riskieren. Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken verteidigten die Hausherren konzentriert und brachten den Vorsprung über die Zeit.

Druck auf Altach-Coach Zaric wächst

Während in der ausverkauften Sun Minimeal Arena auf Lustenauer Seite gefeiert wurde, herrschte beim SCR Altach Ernüchterung. Sieben Spiele sind absolviert, drei Punkte stehen zu Buche – die Rheindörfler gehen als Tabellenletzter in die Länderspielpause.

Damit wächst auch der Druck auf Cheftrainer Ognjen Zaric. Der 37-Jährige hatte im Derby mit Benedikt Zech zwar einen Rückkehrer wieder von Beginn an aufgeboten, doch am Ende stand die nächste Niederlage. Für Zaric wird die Situation damit zunehmend schwieriger, zumal die erhofften Ergebnisse bislang ausbleiben. Nun liegt der Ball bei den sportlich Verantwortlichen Philipp Netzer und Eric Orie, die die Situation in der Länderspielpause analysieren werden.