“Bei der Bilanz habe ich noch gemischte Gefühle”

Austria Lustenaus Trainer Markus Mader weiß, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Lustenau Acht Punkte aus den ersten sieben Runden als Bundesligaaufsteiger können sich sehen lassen. Doch Austria Lustenaus Trainer Markus Mader tritt im Gespräch mit den VN, angesprochen auf die bisherige Bilanz, auf die Euphoriebremse. “Weil eine meiner Aufgaben als Coach ist, alle Entwicklungen mit hineinzunehmen in die Gleichung. Und da muss ich zugeben: Ich sehe unsere bisherige Bilanz mit gemischten Gefühlen”, so der 58-Jährige.

Die Gründe dafür sieht Mader darin, “dass wir vor allem gegen die direkten Gegner im Kampf um den Klassenerhalt, GAK und WSG Tirol, wertvolle Punkte durch schwache Spiele verloren haben. Dazu tut die Niederlage bei Austria Wien, die wir bis zur 80. Minute beherrscht haben, zusätzlich weh. In Summe haben wir da schon einiges liegen gelassen”.
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Das erste Ziel, das sich Klub und Team vor Saisonstart gesetzt haben, zur Länderspielpause mit zehn Zählern dazustehen, ist nicht aufgegangen, “was im Nachhinein betrachtet durchaus möglich gewesen wäre, weil die Mannschaft vom Auftreten her schon gezeigt hat, dass sie mit jedem Team bislang mehr als nur mithalten konnte. Diese Entwicklung im Team sehe ich enorm positiv. Wir haben teils die Gegner mit unserem Spiel dominiert”, so Mader, der weiters zugibt, “dass mich der rasche Fortschritt in unserem Spiel schon überrascht hat”.

Mader führt das auf die Qualität der neuen Spieler und die damit verbundene starke Mischung innerhalb des Teams zurück: “Dazu passen die Neuen charakterlich ideal zu uns. Sie konnten sich auch ganz schnell bei uns integrieren, weil der Stamm der Aufstiegstruppe es ihnen auch sehr leicht gemacht hat. Ideal war es, dass wir ab der zweiten Trainingswoche in voller Besetzung trainieren konnten”.

Den Umbruch im Team, von Saisonstart weg waren großteils Neuzugänge in der Startelf zu finden, sieht Austrias Trainer als leistungsgedrungen, “weil sich schnell herauskristallisiert hat, dass die Neuzugänge wie Dominik Weixelbraun, Danilo Soares, Antonio Verinac oder Dion Kacuri voll einschlagen”. Dass Mader harte Entscheidungen gegen Spieler, die den Klub in der letzten Saison zum Wiederaufstieg führten, treffen musste, “war sicher nicht leicht. Die Ergebnisse bislang sprechen dafür. Aber ich weiß genau, was ich an all unseren Spielern habe. Wir sind immer noch Austria Lustenau und werden jeden unserer Spieler brauchen, um unser großes Ziel zu erreichen”.

Dabei verweist der 58-Jährige auf den großen Zusammenhalt im Team, “weil sich keiner herausnimmt, egal ob er von Start weg spielt oder nicht, jeder will mit der Mannschaft erfolgreich sein und tut alles dafür”. Diesen Teamspirit mache die Austria aktuell aus, “denn jeder einzelne Spieler hat sich in den letzten Wochen grandios weiterentwickelt, weil jeder für jeden da ist und sich gegenseitig motiviert. Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten”.
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Dass trotz Platz neun in der Tabelle noch viel Arbeit auf ihn und das Team wartet, weiß Mader genau: “Wir haben augenscheinlich unsere Baustellen. Elf Gegentore in sieben Matches sprechen eine deutliche Sprache. Dazu haben uns einige Spiele gezeigt, dass wir an der Effizienz noch justieren müssen”. Die Umstellung im System vom 4-2-3-1 auf ein 4-1-4-1 habe die Mannschaft laut Mader gut angenommen, “wobei auch dort noch ein langer Weg zu gehen sein wird, bis alles sitzt”.