Weixelbraun auf den Spuren großer Austria-Torjäger

Sechs Tore in acht Bundesligaspielen lassen den 22-Jährigen bereits an den Rekorden früherer Lustenauer Angreifer schnuppern.
Lustenau Trotz zweier Treffer von Dominik Weixelbraun musste sich Austria Lustenau in Hartberg geschlagen geben. Der 22-jährige Offensivspieler hält damit nach acht Bundesligaspielen bei sechs Toren und einem Assist. Eine starke Ausbeute für einen Spieler, der erst im Sommer leihweise von Rapid Wien ins Ländle wechselte. “Ich fühle mich auf und neben dem Platz extrem wohl. Das Vertrauen des Trainers war von Tag eins da. Das gibt einem Spieler Selbstvertrauen”, erklärt Weixelbraun.

Historischer Torrekord in Reichweite
Mit seiner Treffsicherheit weckt der Niederösterreicher Erinnerungen an große Lustenauer Torjäger wie Ronivaldo und Haris Tabakovic. Beide feierten ihre großen Torerfolge allerdings in der 2. Liga. Weixelbraun hingegen trifft in der Bundesliga. Dort führt Lukas Fridrikas mit 18 Treffern die vereinsinterne Bestenliste an. Hält Weixelbraun seinen Schnitt von 0,75 Toren pro Spiel, könnte er am Saisonende auf 24 Treffer kommen und Lustenauer Bundesliga-Geschichte schreiben.
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Der Angreifer selbst misst der Bestmarke vorerst wenig Bedeutung bei: “Nach dem Hartberg-Spiel wurde mir gesagt, dass Fridrikas Rekordtorschütze ist. Aber das jetzt im Kopf zu haben, ist Blödsinn. Die Saison ist noch lang. Jetzt heißt es, den Schwung mitzunehmen und hoffentlich weiter zu treffen.”

Über Amstetten nach Wien
Begonnen hat die Karriere des Niederösterreichers beim SV Kirchberg/Walde, ehe er 2016 in die Akademie St. Pölten wechselte. Im Sommer 2021 folgte beim FC Juniors OÖ der Einstieg in den Profifußball. Bereits in seiner ersten Zweitligasaison erzielte er acht Treffer in 28 Einsätzen.
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Nach dem Rückzug der LASK Juniors aus der 2. Liga wechselte Weixelbraun 2022 zum SKU Amstetten. Dort gelangen ihm zunächst nur zwei Treffer in 29 Spielen. In der Saison 2024/25 waren es bereits neun Tore in 27 Partien.

Rapid könnte Weixelbraun im Winter zurückholen
Im Sommer 2025 sicherte sich Rapid Wien seine Dienste. Ursprünglich für die zweite Mannschaft vorgesehen, schaffte er nach einem starken Start den Sprung in den Profikader und sammelte internationale Erfahrung in der Conference League. Insgesamt brachte er es auf 18 Pflichtspieleinsätze für Rapids erste Mannschaft und einen Treffer.

“Wenn du von einem Zweitligisten zu Rapid wechselst und dort so einen Start hast wie ich, erlebst du Dinge, von denen du als kleiner Junge träumst”, blickt Weixelbraun zurück. “Das letzte Jahr hat mir extrem viel gebracht. Bundesliga, Conference League und das ganze Drumherum bei so einem großen Verein mitzuerleben, war enorm lehrreich.”
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Zusammenhalt als Erfolgsfaktor
Im Sommer 2026 folgte die Leihe nach Lustenau. Diese läuft bis Sommer 2027, wobei eine vorzeitige Rückkehr nicht ausgeschlossen ist. “Meines Wissens nach hätte Rapid die Möglichkeit, mich schon im Winter wieder nach Wien zu holen”, so Weixelbraun.

Dass es in Lustenau so schnell funktioniert, führt er auch auf das Mannschaftsgefüge zurück. “Wir haben viele neue Spieler. Jeder ist alleine gekommen und hat Freunde gesucht. Dadurch ist schnell ein Zusammenhalt entstanden. Jeder läuft und kämpft für jeden.” Auch abseits des Rasens hat er Anschluss gefunden: “Ich bin ein offener Mensch und habe schon viele Freunde gefunden. Das hilft mir sehr.”
Selbst die sprachliche Umstellung bereitet dem Niederösterreicher keine Probleme: “Ich bin selbst mit einem Dialekt aufgewachsen. Vorarlbergerisch werde ich nicht reden, aber mit dem Verstehen habe ich keine Probleme.”
Sportlich bleibt trotz seines Doppelpacks in Hartberg Luft nach oben. “Wir müssen gegen jeden Gegner zu 100 Prozent am Platz stehen. Sonst bekommst du eine drüber. Das haben wir leider schon zu oft erlebt”, weiß Weixelbraun.