“Als die Kamera lief, wurde ich etwas nervös”

Ariane Rädler und Alessandro Hämmerle mit Podestplätzen bei den NIKI-Awards der Sporthilfe-Gala.
Wien Vorarlbergs Spitzensportler Alessandro Hämmerle und Ariane Rädler wurden bei der Wahl zum “Sportler des Jahres” bzw. “Team des Jahres” im Rahmen der Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle auf die Plätze zwei und drei gewählt.

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Ski-Ass Rädler war mit Katharina Huber in der Kategorie “Team des Jahres” für Gold bei Olympia 2026 gemeinsam mit dem Fußballteam LASK Linz und dem Skisprung-Duo Stephan Embacher/Jan Hörl in der Vorwahl unter die besten drei Mannschaften gekommen. Am Ende durften sich Rädler/Huber über Platz drei freuen. Der Sieg ging an den LASK, den großen Abräumer bei der diesjährigen Sporthilfe-Gala.
Rädler war ob des dritten Platzes keineswegs enttäuscht, “vielmehr überwiegt die Freude darüber, überhaupt nominiert gewesen zu sein und Teil dieser wunderbaren Veranstaltung gewesen zu sein”. Natürlich habe sie sich, je näher die Auszeichnung kam, “dann doch etwas Hoffnung auf die Auszeichnung gemacht. Aber es war auch klar, welche großartige Leistung der LASK im letzten Jahr gezeigt hat. Deswegen ist die Wahl natürlich mehr als in Ordnung”, erklärte die gebürtige Bregenzerin nach der großen Gala in der Stadthalle in Wien.

Auf die Frage, ob sie sich einen solchen Auftritt ihrerseits vor noch fünf Jahren überhaupt hätte vorstellen können, entkam der Skiathletin ein herzhaftes Lachen: “Mit Sicherheit nicht. Umso schöner ist es, hier dabei gewesen zu sein. In diesem Rahmen nochmals auf unsere Leistungen bei Olympia hingewiesen zu werden, hat natürlich wunderbare Erinnerungen geweckt”.
Auf jeden Fall ist Rädler auf den Geschmack gekommen, “es ist eine große Motivation für die Zukunft, es wieder einmal hierher zu schaffen. Ich gehe voller Tatendrang in die neue Skisaison”, so die 31-Jährige, die im Laufe ihrer Karriere durch Verletzungen schon durch etliche Täler gegangen ist.
Gelungener Abend trotz oder wegen zweiten Platzes
Bei der Wahl zum “Sportler des Jahres” musste sich Doppel-Olympiasieger Alessandro Hämmerle im Snowboard-Cross nur dem Radsport-Athleten Felix Gall geschlagen geben. Platz drei in der Kategorie ging an den Nordischen Kombinierer Dominik Lamparter. Für den Snowboard-Cross-Athleten, der bei den Olympischen Spielen in Cortina 2026 nicht nur Vorarlberg, sondern ganz Österreich mit seinem hauchdünnen Sieg aus dem Sattel holte, war es trotz Platz zwei ein mehr als gelungener Abend.
Gemeinsam mit Frau Lena genoss der 33-Jährige den Abend in vollen Zügen. Zwar gab der Montafoner offen zu, dass er sich im Vorfeld ob der großen Konkurrenz mit Felix Gall wenig Hoffnungen auf den Sieg gemacht hat, “aber als bei der Verkündung die Kameras auf mich hielten, bin ich dann doch etwas nervös geworden. Ehrlich: Ich hatte eigentlich gar keine Rede vorbereitet”, so Hämmerle lachend. Mehr als zwei Goldene bei Olympia zu holen, habe er nicht machen können, so Hämmerle, “deswegen ist die Wahl auch gut. Felix hat in seiner Sportart in diesem Jahr unglaublich performt”.

Den Abend ließ Hämmerle mit Frau und Freunden bei der After-Party ruhig ausklingen. Dabei kam es auch zum Wiedersehen mit Wegbegleiter und Freund Christian Adam, ehemals Sportchef der VN-Sportredaktion. “Christian hat mich von Tag eins weg begleitet. Jetzt ist er in der Pension – daran merkt man, dass auch ich älter geworden bin”, so Hämmerle mit einem breiten Grinsen.
Motivation für die anstehende Saison hat er nach dem Gala-Abend allemal. Die Heim-WM steht vor der Tür. “Da heißt es, nochmal alles raushauen”.
