Austria blickt auf turbulentes Geschäftsjahr zurück

Bei der Jahreshauptversammlung präsentierte der Bundesliga-Aufsteiger Zahlen des Geschäftsjahres 2025/26.
Lustenau Höhen und Tiefen, sportliche Triumphe und wirtschaftliche Herausforderungen: Bei der 113. Jahreshauptversammlung von Austria Lustenau am Donnerstagabend im Glashaus, dem VIP-Klub der Grün-Weißen, wurde auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2025/26 zurückgeblickt. Vom drohenden Abstieg im Sommer 2025 über die Rückkehr ins neue Stadion bis zum Meistertitel in der 2. Liga und dem Bundesliga-Aufstieg im Juli 2026 – die Austria erlebte eine emotionale Achterbahnfahrt.
Die Zahlen der Jahreshauptversammlung von Austria Lustenau
Gewinn- und Verlustrechnung 2025/26
| Eintrittsgelder | 713.617,62 € |
| Sponsoring/Werbung | 1.684.366,94 € |
| TV-Übertragungsrechte | 77.411,20 € |
| Sonstige Erträge* | 2.070.545,93 € |
| Material und bezogene Leistungen | 744.159,47 € |
| Personalaufwand | 2.296.102,98 € |
| Abschreibungen | 142.013,18 € |
| Sonstige Aufwendungen** | 1.745.784,47 € |
** Unter anderem Stadion und Spielbetrieb.

Neuanfang in der Heimat
Vorstandssprecher Christoph Wirnsperger hob die Bedeutung der Stadionrückkehr hervor. Mit dem neuen Austria-Center und dem geregelten Mietvertrag wurden wichtige Weichen gestellt. Gleichzeitig endete die Zusammenarbeit mit CSC und Ahmet Schäfer, der seine GmbH-Anteile an den Verein zurückgab und aus dem Aufsichtsrat ausschied. Die Ziele sind klar: Bundesliga-Klassenerhalt, wirtschaftliche Stabilität sowie strukturelle Verbesserungen im Austria-Dorf und VIP-Bereich.
Mader beschwört Zusammenhalt
Sportdirektor Dieter Alge zog eine positive Bilanz des personellen Umbruchs. Mit zwölf Neuzugängen, klaren Spielerprofilen und einem verstärkten Trainerteam um Ex-Profi Georg Margreitter sei der Übergang in die Bundesliga gelungen.

Trainer Markus Mader erinnerte an das Herzschlagfinale im Sommer 2025 und stellte klar, dass der Klassenerhalt oberste Priorität genießt. Ein Versprechen dafür gab es angesichts der starken Konkurrenz nicht. Vielmehr setzte Mader auf den Zusammenhalt: “Es ist wie David gegen Goliath. Es ist egal, wer vor dir steht, wenn du weißt, wer hinter dir steht.” Dafür erntete der Coach großen Applaus.
Finanzieller Kraftakt
Weniger erfreulich fiel der Finanzbericht von Patrick Schuchter aus. Trotz Einnahmen von 4,55 Millionen Euro musste die Austria einen Jahresfehlbetrag von rund 430.000 Euro verbuchen. Das negative Eigenkapital beträgt rund 417.000 Euro. Kostendisziplin und zusätzliche Erlöse sollen die Situation verbessern.

Erfreuliches gab es hingegen aus dem Nachwuchs: 436 Aktive bedeuten ein Plus von 17 Prozent, 48 Trainer und Betreuer kümmern sich um die Talente. Die U18 verteidigte ihren Westmeistertitel.

Bei den Vorstandswahlen schieden Verena Kögler und Mike Urschitz aus. Schuchter übernimmt künftig Finanzen und Sponsoring. Zum Abschluss wurden Helmut Hagen (Silber) und Brigitte Baumgartner (Gold) mit Vereinsnadeln ausgezeichnet. Franz Baumgartner und Lothar “Hupfi” Hofer wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.