Kacuris Traum wird zum Lustenauer Glücksmoment

Sport / 08.11.2026 • 12:37 Uhr
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Dion Kacuri hatte keinen Grund, sich zu verstecken. Der Mittelfeldspieler erzielte den Siegtreffer für die Austria gegen den GAK. gepa

Nach vier Liga-Niederlagen in Folge schien Austria Lustenau gegen den GAK lange auf dem Weg zur nächsten Enttäuschung. Dann beendeten Seydou Diarra und Dion Kacuri die Negativserie.

Lustenau Das Gefühl hatte Dion Kacuri schon am Morgen begleitet. “Ich habe geträumt, dass ich irgendwie ein Tor mache”, erzählte der Austria-Mittelfeldspieler nach dem 2:1 gegen den GAK. Dass sein Treffer in der 90. Minute tatsächlich den Sieg besiegeln sollte, machte den Abend für ihn besonders. “Ich war wirklich sehr, sehr hungrig auf das Tor. Ich wollte es nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft.”

Kacuris Traum wird zum Lustenauer Glücksmoment
Riesiger Jubel nach dem Spiel in der Kabine von Austria Lustenau. Verein

Dabei hatte zunächst wenig auf einen Lustenauer Jubelabend hingedeutet. Jacob Italiano brachte die Grazer in der neunten Minute in Führung. Austria fand im ersten Durchgang zwar oft den Ball, aber nur selten den Weg ins letzte Drittel. “Die Bälle sind irgendwo immer hängen geblieben”, analysierte Trainer Markus Mader. Der GAK verteidigte kompakt und lauerte auf Umschaltmomente.

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Kacuri hatte die erste Halbzeit auf dem Platz weniger schlecht erlebt, als sie von außen vielleicht gewirkt hatte. “Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Platz”, sagte er. Individuelle Fehler hätten den Lustenauern jedoch das Leben schwer gemacht. In der Pause sprach Mader der Mannschaft Mut zu und nahm taktische Anpassungen vor. Danach gewann die Austria mehr erste und zweite Bälle, kam entschlossener nach vorne und setzte den Gegner unter Druck.

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Dion Kacuri trieb seine Mannschaft über 90 Minuten an. gepa

“Vom Auftreten und von der Körpersprache war das definitiv was anderes”, sagte Mader. Seine Mannschaft sei auch nach der Pause dominant gewesen, vor dem Tor aber effizienter. Der GAK habe genau das gemacht, was erwartet worden sei: den Lustenauern den Ball überlassen und auf Fehler gewartet. Nach einer schwierigen Anfangsphase habe die Austria die Umschaltmomente aber gut verteidigt. “In der zweiten Halbzeit haben sie das gar nicht mehr hergebracht.”

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Der Ausgleich fiel in der 51. Minute: Seydou Diarra schlenzte den Ball sehenswert ins Tor. Kacuri hatte die Aktion offenbar kommen sehen. “Ich habe gestern noch mit ihm gesprochen. Ich habe gesehen, wie er es auf dem Platz trainiert hat im Training, diesen Schlenzer.” Er habe Diarra gesagt, dass dieser nach seinen Vorlagen auch selbst zum “Scorer” werden müsse. “Ich glaube, heute hat er es überragend gemacht.”

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Trotz der Wende blieb es lange spannend. Mader ärgerte sich über das Gegentor, das aus seiner Sicht ein bekanntes Problem offenbarte: “Das große Problem, das wir haben: Wenn wir nicht richtig durchschieben, dann brennt es immer.” In dieser Liga würden solche Fehler meist bestraft. Umso wichtiger sei der Glaube gewesen, die Partie noch drehen zu können.

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Das Trainerteam der Austria jubelt über den späten Siegtreffer. gepa

Nach dem Ausschluss von Yannick Oberleitner spielte die Austria gut eine halbe Stunde in Überzahl und drängte auf den Sieg. Der entscheidende Moment kam in der 90. Minute: Kacuri traf im Strafraum mit links zum 2:1.

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Der Schuh von Dion Kacuri: Die Ferse wurde freigelegt, um nicht zu reiben. krautberger

Für den Mittelfeldspieler war der Treffer auch ein persönlicher Befreiungsmoment. Eine Verletzung hatte ihn zuletzt gebremst. “Umso schöner, wieder auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft zu helfen.” Mader sprach von einer starken Leistung Kacuris, die Einberufung ins Nationalteam sei für ihn zusätzlich wichtig. Kacuri reiste am Sonntag mit der Auswahl in den Kosovo.

Der späte Erfolg war für die Austria mehr als ein Heimsieg. Viermal hintereinander hatte sie in der Liga verloren. “Das macht schon was mit den Köpfen von den jungen Spielern”, sagte Kacuri. Nun kann die Mannschaft mit drei Punkten in die Länderspielpause gehen. Mader brachte den Moment auf den Punkt: “Wichtig war der Glaube daran, dass wir es noch schaffen.”