Kacuri lässt Austria groß jubeln

Nur dank einer starken Halbzeit dreht Austria Match gegen GAK nach 0:1 in 2:1. Diarra und Kacuri mit Traumtoren.
Lustenau Die Austria hat sich mit einer starken zweiten Hälfte aus ihrer Negativserie befreit. Nach vier Liga-Niederlagen in Folge und einem frühen Rückstand gegen den GAK schien der nächste Rückschlag zunächst kaum abzuwenden. Doch Seydou Diarra glich nach der Pause aus, ehe Dion Kacuri in der 90. Minute den umjubelten Siegtreffer erzielte. 4226 Zuschauer in der SUN MINIMEAL Arena sahen damit den ersten Lustenauer Erfolg seit dem 2:0 im Derby gegen Altach am 19. Oktober.

Markus Mader veränderte die Abwehr gegenüber dem 3:2-Cupsieg gegen Sturm Graz an zwei Positionen: Emmanuel Chukwu und Robin Voisine rückten ins defensive Zentrum, Matthias Maak und Niklas Pertlwieser saßen zunächst auf der Bank. Ganz vorne begann Lenn Jastremski anstelle von Antonio Verinac. Chukwu musste allerdings schon nach 37 Minuten verletzt vom Feld, Maak kam für ihn.
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Der Auftakt misslang den Hausherren gründlich. Ein öffnender Pass von Yannick Oberleitner überraschte Fabian Gmeiner. Jacob Italiano lief allein auf Domenik Schierl zu und schob zur Führung ein. Für die Austria war es der 30. Gegentreffer der Saison – im Schnitt kassierte sie damit alle 36 Minuten ein Tor. Das 0:1 zeigte Wirkung: Lustenau fand kaum ins Spiel, während der GAK mit Umschaltaktionen gefährlich blieb.
Fußball, Bundesliga, 12. Spieltag
Austria Lustenau – Grazer AK 2:1 (0:1)
Lustenau, Sun Minimeal Arena, 4226 Zuschauer, SR
Torfolge: 7. 0:1 Italiano, 51. 1:1 Diarra, 90. 2:1 Kacuri
Gelbe Karten: xx bzw. Oberleitner (Spielverzögerung)
Gelb-Rote Karte: 63. Oberleitner (Foul)
Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Chukwu (37. Maak), Voisine, Soares; Kacuri, Afrifa (70. Delaye); Weixelbraun, Gashi (84. Haris), Diarra; Jastremski (70. Verinac)
Nach 22 Minuten setzte Seydou Diarra den ersten offensiven Akzent, sein Schuss aus der Distanz ging weit über das Tor. Vier Minuten später verpasste Souleyman Mandey eine Hereingabe nur knapp. Die größte Chance vor der Pause hatten erneut die Grazer: Nach einer Flanke von Fabian Gmeiner landete der Ball bei Maak, dessen Abschluss Schierl mit dem Knie gerade noch entschärfte (41.).

Die Vorgeschichte machte das Duell zu einem wichtigen Spiel für beide Teams: Lustenau war nach der 1:5-Niederlage in Salzburg viermal in Folge leer ausgegangen, der GAK seit fünf Ligapartien ohne Sieg. Mit einem Erfolg konnte die Austria an den Grazern vorbeiziehen.
Nach der Pause trat die Austria deutlich entschlossener auf. Diarra nahm in der 51. Minute Maß und zirkelte den Ball ins Kreuzeck – der Ausgleich wie aus dem Nichts. Als Oberleitner in der 63. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, bekam Lustenau zusätzlich Oberwasser. Die Heimfans forderten lautstark: “Wir wollen dieses Spiel noch gewinnen.”
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Die Chance auf die Führung ließ Weixelbraun in der 72. Minute aus, als er den Ball im Fünfmeterraum am Tor vorbeischob. Auch Soares’ abgerissene Flanke zwang GAK-Torhüter Cican Stankovic zur Reaktion. In der Schlussphase musste Schierl gegen Italiano (79.) noch einmal glänzend parieren. Kurz vor dem Ende traf Diarra nur die Außenstange.

Dann kam Kacuris Auftritt: In der 90. Minute nahm sich Austrias bester Mann den Ball, umkurvte einen Gegenspieler und hämmerte ihn unter die Latte. Der späte Treffer besiegelte eine Wende, die nach der enttäuschenden ersten Hälfte kaum absehbar gewesen war. Die Austria kann vor der Länderspielpause aufatmen – und sich über einen Sieg freuen, der vor allem ihrer Reaktion nach dem Seitenwechsel zu verdanken war.