Dagmar Lutz: Mit Humor und Treffsicherheit direkt in die Herzen der Menschen

Am 13. Mai verstarb Dagmar Lutz, die über viele Jahre bei der Koblacher Funkenzunft und im Schützenverein mit Herz und Humor aktiv dabei war.
Von Alexandra Pinter
Koblach Schon von klein an war Dagmar ein hilfsbereites und fröhliches Kind und durch ihre offene Art war in ihrer Gesellschaft immer gleich viel Lebensfreude spürbar. Dagmar kam am 6. April 1970 in Hohenems zur Welt und wuchs dann gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Ricardo in Koblach auf.

Nach erfolgreich absolvierter Lehre zur Bürokauffrau beim Fliesenhandel Konzett in Götzis verblieb sie noch weitere vierzehn Jahre im Unternehmen. Mit Sohn Lukas bekam Dagmar 1999 ein ganz besonderes Geschenk in den Arm gelegt. Nach seiner Geburt wechselte sie zu Hofer und war dort in der ersten Zeit als Teilzeitkraft beschäftigt. So konnte sie sich auch um ihren kleinen Sohn kümmern. Mit ihrem Organisationstalent, ihrer Tüchtigkeit und Umsicht arbeitete sie sich rasch zur Filialleiterin hinauf.

Nach zwanzig arbeitsreichen Jahren gönnte sich Dagmar dann eine kurze Auszeit. Eine gute Möglichkeit, um sich etwas auszuruhen, zu erholen und sich dann neu zu orientieren. Schließlich führte sie ihr weiterer, beruflicher Weg zum Versicherungsunternehmen Uniqa-Böhler, wo sie dann noch über sechs Jahre lang erfolgreich tätig war.

Als geselliger und auch fröhlicher Mensch war es ihr ein Anliegen, sich auch aktiv am sozialen Leben zu beteiligen. Dementsprechend fand sie Anschluss bei der Funkenzunft Koblach. Motiviert durch ihren Papa Günter Lutz fand sie Gefallen am Schießen und wurde Mitglied beim Schützenverein. Dagmars Motto war immer: „Mittendrin, statt nur dabei“ und das kam beiden Vereinen sehr zugute. Durch ihr Mitwirken gelang es ihr immer wieder, ein lebendiges Umfeld zu schaffen. So war sie auch beim Funkenaufbau mit dem Mostverkauf eine gerngesehene Unterstützung. Mit ihrem treffsicheren Humor und ihrer kollegialen Art traf sie nicht nur beim Schießsport ins Schwarze. Auch menschlich konnte sie so zahlreiche Punkte sammeln.

In der Natur unterwegs zu sein bedeutete für Dagmar, so richtig durchatmen zu können, und somit eine willkommene Erholung. Das Laufen am Kumma bereitete ihr besondere Freude. Manchmal holte sie aber auch ihr Mountainbike heraus und erkundete so ihre nähere Umgebung. Auch mit ihrer Mädelsrunde war Dagmar gerne unterwegs. Gemeinsam machten sie des Öfteren italienische Urlaubsdomizile unsicher, darunter auch Florenz. Und dann wurde gerne aufs Leben angestoßen.
Wer Dagmar kennlernen durfte, traf auf eine Frau, die nichts dem Zufall überließ und immer ein offenes Ohr für andere hatte. Geschickt verstand sie es, alles unter einen Hut zu bringen, was sie sich vorgenommen hatte, und das meist mit einem strahlenden Lächeln. Ihre positive Art behielt sie auch bei, nachdem eine Krebsdiagnose ihr Leben zu verändern begann und medizinische Hilfe notwendig wurde.
Sohn Lukas kümmerte sich in den letzten Wochen gemeinsam mit Sandra um seine Mama, bevor sie – umringt von ihren Lieben – am 13. Mai friedlich einschlafen durfte. In Erinnerung bleiben Dagmars stetige Fürsorge für andere und ihr Ausspruch bei lebendig gestalteten Feiern mit Familie und Freunden: „Jetzt hond mir‘s frey mitanand!“
Begleitet durch: Bestattung Ammann
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