Mit allen Sinnen am Berg: Laterns lässt die Kugel rollen und bietet Naherholung vor Ort

Kugelbahnen, Glockenspiele und musikalische Rätsel führen Familien am Klangberg Laterns spielerisch durch die Natur. Hinter dem außergewöhnlichen Konzept steckt eine gute Idee.
LATERNS Wenn auf dem Berg Kugeln über Holzbahnen rollen, Glocken erklingen und Kinder zwischen Klangstationen und Waldpfaden unterwegs sind, dann ist das kein Zufall. Am Klangberg Laterns steht der Sommer ganz im Zeichen der Musik – und der Natur. Mit einem Naherholungs-Erlebnistag wollen die Seilbahnen Laterns zeigen, wie aus einem klassischen Wandergebiet ein Ausflugsziel für die ganze Familie geworden ist.

“Der Klangberg ist viel mehr als ein Wanderweg”, sagt Anna Katharina Schramm, Geschäftsführerin der Seilbahnen Laterns. Zwei unterschiedliche Erlebniswege führen Besucher durch die Berglandschaft. Während der Klangkugelbahnweg mit acht interaktiven Stationen vor allem für jüngere Kinder konzipiert wurde, richtet sich die musikalische Rätsel-Rallye per App an ältere Kinder und Erwachsene. Dabei gilt es, mit musikalischem Gespür und verschiedenen Aufgaben ein Rätsel zu lösen.

Das Thema Klang zieht sich über das gesamte Gelände. Am Spielplatz laden eine große Kugelbahn, ein Glockenspiel und verschiedene Klanginstallationen zum Ausprobieren ein. Selbst auf der Sommerrodelbahn begegnen Besucher dem Frosch-Maskottchen “Freschi” und seinen tierischen Begleitern, deren Stimmen die Geräusche der heimischen Natur aufgreifen.

Auf dem richtigen Holzweg – pädagogisch wertvoll
Dass ausgerechnet Laterns zum Klangberg wurde, hat einen regionalen Ursprung. In den umliegenden Wäldern wächst die Haselfichte – jenes Holz, das sich besonders für den Bau hochwertiger Musikinstrumente eignet. “Das Thema Klang war in Laterns eigentlich schon immer präsent”, erklärt Schramm. Gemeinsam mit Einrichtungen wie dem JUFA-Hotel, das ebenfalls auf dieses Thema setzt, sei daraus ein stimmiges Gesamtkonzept entstanden.

Neben dem spielerischen Erlebnis verfolgt das Projekt auch einen pädagogischen Ansatz. Kinder sollen die Geräusche der Natur wieder bewusst wahrnehmen. Vogelstimmen, Wind oder raschelnde Blätter stehen dabei im Mittelpunkt. “Wir möchten den Blick wieder stärker auf die Natur lenken und zeigen, dass sie ihre ganz eigene Klangwelt hat”, sagt Schramm. Zwar komme bei der Rätsel-Rallye auch eine App zum Einsatz, dennoch stehe das unmittelbare Naturerlebnis klar im Vordergrund.

Die Rückmeldungen der Gäste fallen positiv aus. Besonders die Verbindung aus Spielen und Wissensvermittlung komme gut an. Erwachsene würden den Weg schätzen, weil sie viel Neues über Natur und Klang erfahren, während Kinder die interaktiven Stationen und Kugelbahnen begeistert nutzen.

Für die Seilbahnen Laterns gewinnt der Sommer zunehmend an Bedeutung. Noch immer sei der Winter das wirtschaftliche Standbein des Betriebs. Gleichzeitig würden kürzere und schneearme Winter den Ausbau der Sommerangebote immer wichtiger machen. “Ein Wanderweg allein wird in Zukunft nicht mehr ausreichen”, sagt Schramm. Gefragt seien nachhaltige Erlebnisangebote, die Familien einen zusätzlichen Anreiz bieten.

Der Klangberg wurde erst im vergangenen Jahr eröffnet und soll laufend weiterentwickelt werden. Neue Ideen seien bereits in Planung. Das Interesse sei jedenfalls groß: Die meisten Besucher kommen aus Vorarlberg, Deutschland und der Ostschweiz. Vor allem für Menschen aus dem Rheintal habe sich Laterns als Naherholungsgebiet etabliert.


Schramm selbst muss nicht lange überlegen, welches Element ihr am besten gefällt. “Die große Kugelbahn am Berg ist natürlich das Highlight. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder immer wieder hinauf- und hinunterlaufen. Aber eigentlich hat jede Station ihren ganz eigenen Reiz.”
