Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel

02.09.2026 • 10:10 Uhr
Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel
Bis Mitte 2028 entsteht in Feldkirch das Hotel mit Wellnessbereich, Gastronomie und Skybar.
Geisinger Immobilien GmbH

Nach Jahren der Planung soll am Feldkircher Kapf nun gebaut werden: Hotelier und Immobilienentwickler Alfred Geisinger hat grünes Licht für sein Hotelprojekt erhalten. Was dort entstehen soll und wann die Arbeiten beginnen.

Feldkirch Nach jahrelanger Planung steht das Hotelprojekt Kapfturm am Fuße des Ardetzenbergs vor der Umsetzung. Hotelier und Projektentwickler Alfred Geisinger hat nach der Bauverhandlung inzwischen den positiven Baubescheid erhalten. Wie Geisinger den VN bestätigt, soll noch im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen werden. Rund zwölf Millionen Euro investiert der Feldkircher Unternehmer in das Vorhaben. Mit der Umsetzung wurde das Generalunternehmen Hilti & Jehle beauftragt. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Zeitplan für Mitte 2028 vorgesehen.

Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel
Der Weg für den Kapfturm ist frei: Nach den bereits erfolgten Vorarbeiten wurden zuletzt auch die Detailanpassungen des Projekts baubehördlich genehmigt. VN/Haller
Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel
Im Mai 2004 wurden die Türen des Traditionsgasthauses „Unterm Kapf“ in Gisingen für immer geschlossen. 2007 wurde es abgebrochen. Nun soll der Platz am Eingang der Kapfschlucht wiederbelebt werden. VN Archiv

30 Zimmer auf fünf Etagen

Auf dem seit Jahren brachliegenden Grundstück neben dem Portal des Ardetzenbergtunnels soll ein markanter, rund 27 Meter hoher Hotelturm entstehen. Die 30 Zimmer verteilen sich auf fünf Etagen. Vorgesehen sind Business-Doppelzimmer sowie mehrere Suiten. Im sechsten Obergeschoss entstehen ein Wellnessbereich mit Fitnessstudio, zwei Saunen und Ruheraum. Darüber sind Hotellobby, Frühstücksbereich, Skybar und Seminarräume geplant. Eine Dachterrasse soll den Blick über Feldkirch und das Umland ermöglichen. Auch eine Tiefgarage ist vorgesehen.

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Immobilienunternehmer Alfred Geisinger, der unter anderem das Hotel Bären an der Bärenkreutung erworben hat, investiert rund zwölf Millionen Euro in das Vorhaben.Geisinger Immobilien GmbH

Alfred Geisinger will nach eigenen Angaben mit dem Kapfturm ein hochwertiges Hotel- und Gastronomieangebot schaffen, das dank seiner Lage sowohl Geschäftsreisende als auch Familien und Feriengäste anspricht.

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Auch das Erdgeschoss soll zur Belebung des Standorts beitragen. Dort ist ein Gastronomiebetrieb mit insgesamt 85 Sitzplätzen jeweils im Innen- und Außenbereich vorgesehen.Geisinger Immobilien GmbH

Im Erdgeschoss ist ein öffentlich zugängliches Restaurant geplant. Es soll über jeweils rund 85 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich verfügen und als eigenständiger Pachtbetrieb geführt werden. Gespräche mit möglichen Betreibern laufen laut Geisinger bereits. Damit soll das Gebäude nicht nur Hotelgästen, sondern auch Einheimischen und Besuchern offenstehen. “Mit dieser Investition möchten wir nicht nur ein besonderes Hotelangebot schaffen, sondern auch einen langfristigen Beitrag zur touristischen Entwicklung Feldkirchs leisten. Umso wichtiger ist uns, dass bei der Umsetzung die Wertschöpfung in der Region bleibt”, betont Geisinger.

Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel
VN-Artikel vom 29. März 2012: Das Traditionsgasthaus “Unterm Kapf” wurde 2007 abgerissen.

Pläne mehrfach überarbeitet

Das Projekt beschäftigt Feldkirch bereits seit einigen Jahren. Ursprünglich waren auf dem rund 3800 Quadratmeter großen Grundstück neben Hotel und Gastronomie auch Wohnungen vorgesehen. Diese Pläne wurden jedoch verworfen. Stattdessen entschied sich Geisinger für eine ausschließlich touristische und gastronomische Nutzung. Erste Erfahrungen als Hotelier sammelte Alfred Geisinger mit dem Hotel Bären am anderen Ende des Ardetzenbergtunnels. Das 100-Betten-Haus führt er seit Mai 2021 als Eigentümer und Betreiber.

Der Kapfturm kommt – und soll mehr werden als ein Hotel
Am Fuß des Ardetzenbergs soll das urbane Bauwerk am Eingangstor der Montfortstadt entstehen. VN/Haller

Zwölf Millionen Euro und 15 Arbeitsplätze

Nachdem auf dem Grundstück bereits Aushub- und Pilotierungsarbeiten stattgefunden haben, wurden für das Gebäude im Zuge der Detailplanung Anpassungen baubehördlich eingereicht und vor wenigen Tagen genehmigt. Mit dem nun vorliegenden Bescheid ist eine wesentliche Hürde genommen. Nach Angaben des Hoteliers sollen die Bauarbeiten im Herbst beginnen. Nach der Fertigstellung sollen im Hotel- und Gastronomiebetrieb bis zu 15 Arbeitsplätze entstehen.