Wohnbau, Gewerbeprojekt und „Brauerei“-Reaktivierung in Alberschwende

09.06.2019 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde ist bestrebt, das seit rund 20 Jahren geschlossene Gasthaus zur Brauerei zu reaktivieren und die Gastronomie in eine Verbauung zu integrieren.
Die Gemeinde ist bestrebt, das seit rund 20 Jahren geschlossene Gasthaus zur Brauerei zu reaktivieren und die Gastronomie in eine Verbauung zu integrieren.

Neben neuem Wohnraum gibt es Pläne für das ehemalige Gasthaus Zur Brauerei, erste Etappe für Gewerbepark an der L 202.

Alberschwende Vor wenigen Wochen wurde direkt im Zentrum Spatenstich für das erste gemeinnützige Wohnbauvorhaben in Alberschwende gefeiert. Damit trägt Alberschwende der großen Nachfrage nach leistbarem Wohnraum Rechnung. Auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs Kreuz, das schon viele Jahre leer stand, werden zwei Baukörper mit insgesamt 16 Wohnungen errichtet.

Die erste Etappe des Gewerbeparks R200 direkt an der L 200 und neben der Wäldergarage (rechts im Hintergrund) soll noch heuer bezogen werden.
Die erste Etappe des Gewerbeparks R200 direkt an der L 200 und neben der Wäldergarage (rechts im Hintergrund) soll noch heuer bezogen werden.

Stichwort ehemaliges Gasthaus Kreuz: In Rufweite zur nunmehrigen Baustelle auf dem früheren Kreuz-Areal wartet ein weiteres ehemaliges Gasthaus auf eine Entscheidung, das Gasthaus zur Brauerei, das vor einigen Monaten von der Gemeinde erworben wurde. „Es war uns sehr wichtig, dieses Traditionshaus, in dem schon vor mehr als 200 Jahren gewirtet wurde, zu erwerben, damit wir bei einer Nachnutzung ein entscheidendes Wort mitreden können“, hat Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann schon anlässlich des Kaufs durch die Gemeinde im Gespräch mit der VN Heimat angekündigt.
Dabei lässt die Gemeindechefin klar erkennen, „dass wir alles tun werden, um das Gasthaus, in welcher Form immer, zu erhalten.“ Schwarzmann schwebt vor, das Gasthaus in eine kleine Wohnanlage zu integrieren. Wie das bewerkstelligt werden kann, soll in einem Nutzungskonzept, das von der Gemeinde in Auftrag gegeben wurde, geklärt werden. Klare Vorgabe dabei: „Es soll alles versucht werden, das traditionelle Gasthaus an einer prägenden Stelle im Ortszentrum nach zwei Jahrzehnten wieder zu beleben.“ Der Standort könnte in naher Zukunft deutlich aufgewertet werden, wenn die stark befahrene L 200, die direkt vor dem Haus vorbeiführt, durch eine seit vielen Jahren diskutierte Zentrumsumfahrung entscheidend entlastet wird. Planungen und Diskussion sind in einem vielversprechenden Stadium.

Neuer Gewerbepark

Wird rund um dieses Gastronomieprojekt noch geplant und diskutiert, so ist ein drittes Großvorhaben in der Gemeinde Alberschwende schon weit fortgeschritten. Dort, wo jahrelang ein möglicher Standort für die Wälderhalle zur Diskussion stand, werden im Endausbau drei Hallen für Gewerbebetriebe erstellt. Inklusive Grundkauf wird die Gewerbepark R200 GmbH von Geschäftsführer Andreas Gmeiner im Endausbau rund zehn Millionen Euro investieren. Wie viel es am Ende tatsächlich sein werden, hängt von der Ausstattung der dritten Halle, die derzeit noch im Planungsstadium ist, ab. In einer ersten Etappe entsteht direkt an der Landesstraße L 200 in Nachbarschaft zur Wäldergarage Meusburger die erste Halle, die bis Jahresende 2019 bezugsfertig sein soll. Das Gebäude wird zweigeschoßig ausgeführt und umfasst eine Nutzfläche von rund 2200 Quadratmetern. Drei bis vier Unternehmen sollen dann als Mieter einziehen. Im kommenden Jahr soll dann die zweite Halle realisiert werden. Dafür gebe es einen konkreten Interessenten, der das Objekt komplett mieten wolle, so Gmeiner. Der Zeitplan für die dritte Halle stehe noch nicht fest. „Das hängt vom Bedarf ab“, so Investor Gmeiner. Der Gewerbepark R200 im Ortsteil Reute entsteht auf einer Grundstücksfläche von etwas mehr als 12.000 m2. STP