„Circas Peepshow“ – eine Show zum Staunen

VN / 13.12.2019 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Aufsehenerregende Akrobatik, komisch und verspielt dargeboten – Circas Peepshow. K. PETERSEN

VN-Interview: Verführerisch, unterhaltsam, erstaunlich – „Circas Peepshow“ stellt alles bisher Gesehene auf den Kopf.

Lustenau. Bis 21. Dezember ist im Freudenhaus Lustenau die faszinierende Showtruppe „Circa“ zu sehen. Die australische Kompanie stellt bei ihrem verführerischen Tanz durch die Köpfe des Publikums alles bisher Gesehene auf den Kopf. Aufsehenerregende Akrobatik, Körper, die zu gefährlich schwankenden Türmen gestapelt werden, extreme Verbiegungen – und das alles in schwindelerregenden Höhen. Die Trennlinien zwischen Bewegung, Tanz, Theater, Burlesque und Zirkus verschwimmen und definieren sich schlussendlich völlig neu, ungewohnt und noch nie gesehen.
Der Zirkus-Visionär Yaron Lifschitz, der die erfolgreiche Kompanie 2004 in Brisbane gegründet hat, im VN-Interview.

Circa wurde von Ihnen 2004 gegründet. Können Sie uns ein wenig über die Anfänge der Kompanie erzählen?

Die Kompanie wurde quasi aus dem Rock’n’Roll-Circus heraus geboren – einer der neuen australischen Zirkusarten in den späten 80ern und 90ern. Es brauchte eine neue Richtung und nach ein paar Jahren, in denen wir unseren eigenen Weg gesucht und gefunden haben, wurden wir Circa.

Mit Circa haben Sie den Zirkus praktisch neu erfunden . . .

Ich glaube nicht, dass wir den Zirkus damit neu erfunden haben. Wir sind Teil einer globalen Gemeinschaft, die erforscht, was Zirkus leisten kann. In Australien haben wir die Freiheit, schwierige Fragen zu stellen und sie auf neue Weise zu erkunden. Aber meistens sind wir Künstler, die unserem eigenen Licht folgen und die authentischsten und überzeugendsten Shows machen, die wir machen können.

Was unterscheidet Circa von anderen Artistikshows?

Die Arbeit von Circa ist körperlich intensiv, emotional reich und voller interessanter Ideen. Wir mischen mutig Kunst und Unterhaltung, um neue Sicht- und Denkweisen für den Zirkus zu entwickeln.

Der Titel Ihrer Show heißt „Peepshow“ – was können wir uns vorstellen?

Es ist eine Show über Reflexion, Sehen und Gesehenwerden. Es entfernt quasi die äußeren Schichten. Die Produktion ist eine Show, die vom Kabarett in den Nachtklub wechselt. Es ist lustig, intensiv, schön und verführerisch. Aber auch familienfreundlich. Wirklich, es ist eine Show, die alles enthält.

Gibt es bestimmte Rituale, die die Künstler vor einer Aufführung in die richtige Stimmung bringen?

Wir wärmen uns auf und bereiten uns drei Stunden vor einer Show vor. Das Ganze ist genau strukturiert und reicht von der Erwärmung des Körpers über das nochmalige Training bis hin zur Konzentration auf die Leistung, der mentalen Arbeit. Dann treffen sich die Künstler und nehmen sich einen Moment Zeit, bevor sie auf die Bühne gehen. In Australien sagen wir übrigens „Chookas“ anstelle von „Toi Toi toi“.

Wie oft üben die Künstler eigentlich für die Show?

Sie üben jeden Tag.

Was kommt als Nächstes für Circa?

Wir haben viele neue Kreationen und Touren. Jeder Tag bei Circa ist ein neues Abenteuer.

Circas Peepshow: bis 21. Dezember im Freudenhaus in Lustenau ( 13., 14., 17., 18., 19., 20., 21. Dezember, jeweils 20 Uhr. Karten: www.freudenhaus-or.at.