Beim Blutspenden nicht nachlassen

VN / 05.04.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Blutspenden nicht nachlassen
Für eine Blutabnahme gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. ROTES KREUZ

Blutspendedienst vertraut auf die nach wie vor hohe Spendemoral.

Feldkirch Obwohl planbare Eingriffe derzeit von den OP-Listen gestrichen sind, ist beim Bedarf an Blutkonserven kein Rückgang zu verspüren. “Notwendige Operationen müssen trotz aller Einschränkungen gemacht werden“, erklärt Primar Peter Fraunberger, Leiter der Blutbank im Landeskrankenhaus Feldkirch. Deshalb braucht es weiterhin Blut und vor allem Blutspender. Ab der kommenden Woche finden im ganzen Land wieder Blutspendeaktionen statt. Die Spendemoral sei nach wie vor gut, die Zahl der Spender aufgrund der Coronakrise nur ein bisschen kleiner geworden. Für Fraunberger gehören auch sie zu den stillen Helden dieser Zeit.

Gründlicher Check

Noch bevor sich das Coronavirus so richtig ausbreiten konnte, wurden die Lager der Blutbank kräftig aufgefüllt. „Das gibt uns zumindest etwas Sicherheit“, sagt Peter Fraunberger. Da die Haltbarkeit von Blutkonserven mit 42 Tagen begrenzt ist, muss kontinuierlich für Nachschub gesorgt werden. Das geschieht mit Hilfe von Blutspendeaktionen, die derzeit allerdings unter Pandemiebedingungen stattfinden. Das heißt, die Spender werden gründlich gecheckt, bevor sie zum Aderlass dürfen. Außerdem muss sich der Spender melden, sollten ein paar Tage nach der Blutabnahme grippeähnliche Symptome auftreten. „In solchen Fällen entsorgen wir das abgenommene Blut“, erklärt Fraunberger. Vorgekommen ist das bislang aber nur vereinzelt. „Unsere Blutkonserven sind blitzsauber“, versichert der Leiter der Blutbank. Ein Test von Blutkonserven auf das Coronavirus ist laut Peter Fraunberger nicht möglich. Deshalb wird die Rückmelde-Strategie gefahren.

Im April führt der Blutspendedienst des Roten Kreuzes landesweit insgesamt acht Blutspendeaktionen durch. „Die bringen uns wieder einiges an Konserven“, zeigt sich Fraunberger zuversichtlich. Sollte der Bedarf steigen, werde das Einladungssystem hochgefahren.

Die Termine

Montag, 6. April, Volksschule Bartholomäberg: 17.30 bis 21 Uhr

Dienstag, 7. April, Volksschule Watzenegg, 17.30 bis 21 Uhr

Dienstag, 14. April, Franz-Michael-Feldersaal, Schoppernau, 17.30 bis 21 Uhr

Donnerstag, 16. April, Gemeindesaal Übersaxen, 18 bis 21 Uhr

Montag, 20. April, Kulturbühne Ambach, Götzis, 17.30 bis 21 Uhr

Mittwoch, 22. April, KOM, Altach, 17 bis 21 Uhr

Montag, 27. April, Feuerwehrhaus Dornbirn, 17 bis 21 Uhr

Mittwoch, 29. April, Gemeindesaal, Brand, 17 bis 20 Uhr

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.