Hinter den Kulissen der kleinen Hexe

VN / 16.11.2022 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Marionettenspieler von Lustenau sind bereit, wenn am 26. November das Stück zum ersten Mal vorgeführt wird.
Die Marionettenspieler von Lustenau sind bereit, wenn am 26. November das Stück zum ersten Mal vorgeführt wird.

Das Lustenauer Marionettentheater präsentiert Ende November den Kinderbuchklassiker als Puppentheater.

Lustenau Der Rabe Abraxas und die kleine Hexe hängen bereits fein säuberlich neben den anderen 21 Marionettenfiguren des Lustenauer Marionettentheaters und warten darauf, durch das Ziehen an den Fäden zum Leben erweckt zu werden. Die Figuren wurden allesamt in liebevoller Handarbeit von den Schauspielern erschaffen. „Rund 50 Arbeitsstunden benötigen wir für eine Puppe“, erklärt Edith Hämmerle, Vereinsobfrau des Marionettentheaters. Dieses Jahr führen die Schauspieler das Stück „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler auf. Am Samstag, dem 26. November, ist es soweit und der Vorhang öffnet sich für die 23 Marionetten wieder zum ersten Mal.

Ein Jahr lang wurde an den Marionetten gearbeitet.
Ein Jahr lang wurde an den Marionetten gearbeitet.

Die Proben zum Stück laufen auf Hochtouren. „Wir haben ein Jahr lang die Puppen gestaltet, die Bühnenbilder selbst gemalt, die Requisiten gebastelt und die gesamte Ton- und Lichttechnik eigens zusammengestellt“, erklärt die Regisseurin des Theaters, Andrea Tesfay-Hämmerle. Ein weiteres Jahr wird geprobt, damit das Stück und die Bewegungen der Puppen sitzen. „Förster, du musst mit den Beinen etwas lebendiger gehen, das sieht nicht natürlich aus“, bemerkt Tesfay-Hämmerle während der Probe. Ihr entgeht nichts, sie gibt wertvolle Anweisungen an die Spieler und die Licht- und Tontechnikerin, damit die Zuseher sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen können.

Rund vier Meter über der Bühne stehen die Spieler und ziehen an den Fäden ihrer Puppen.
Rund vier Meter über der Bühne stehen die Spieler und ziehen an den Fäden ihrer Puppen.

Die Zuseher sehen lediglich die Puppen spielen. Viereinhalb Meter weiter oben drängen sich die zwölf Schauspieler dicht aneinander auf einem speziell für sie entwickelten Gerüst. Hochkonzentriert ziehen sie an den Fäden der Marionetten, um ihre Bewegungen natürlich aussehen zu lassen. Manchmal müssen sie auch in unbequemer Haltung ausharren, bis sich die Puppe wieder bewegen darf. Es ist ein gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel, das das Lustenauer Marionettentheater seit vielen Jahren auszeichnet. „Es ist ein wunderschönes Hobby, denn es ist sehr vielseitig. Wir machen alles in Eigenregie“, so Tesfay-Hämmerle. Sie hat das Drehbuch für das Marionettentheater geschrieben und für die Puppen angepasst.

Das Bewegen der Puppen will geübt sein.
Das Bewegen der Puppen will geübt sein.

Beim Marionettenspiel tauchen nicht nur die Zuseher vollends in die Welt des Stücks ein. „Auch wir Spieler verschmelzen mit dem Stück. Es reduziert sich alles auf das Wesentliche. Es ist anders als fernzusehen“, erklärt Tesfay-Hämmerle. Das Marionettentheater fördert die Kreativität bei den Kindern, es regt an weiterzudenken, wie sie betont. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit können sich die Zuseher auf ein spannendes Stück mit wunderschön gestalteten Marionetten und Bühnenbildern freuen. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. bvs

Infos

Die kleine Hexe – ein Marionettenspiel

Aufführungen: Samstag, 26. November und Sonntag, 27. November, jeweils um 14 Uhr und 16.30 Uhr

Samstag, 3. Dezmber und Sonntag, 4.Dezmber, jeweils um 14 Uhr und 16.30 Uhr

Spieldauer: ca. 80 Minuten (ohne Pause)

Ort: Vereinsheim Musikverein Lustenau, Gänslestr. 26

Für Kinder ab 6 Jahren

Kartentelefon: 0681/ 10 36 90 31

www.lustenauer-marionettentheater.at

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