Nachtschwärmer auf der Spielboden-Bühne

Tanzportal #25 der Musikschule Dornbirn entführt in eine bewegte Nachtwelt.
Dornbirn Wenn Mäuse schleichen, Falter sich drehen und Diebe tanzen, ist wieder Tanzportal-Zeit in Dornbirn. Diese Woche wurde noch ausgiebig geprobt und am Samstag, 7. Juni ist es so weit, dann wird die Bühne am Spielboden zweimal (15 und 19 Uhr) zum Schauplatz der mittlerweile 13. Ausgabe des Tanzportals der Musikschule Dornbirn. Unter dem diesjährigen Motto „Nachtschwärmer“ zeigen 160 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwischen vier und sechzig Jahren in rund 30 Choreografien, was sie im Laufe des Schuljahres erarbeitet haben.

Jedes Jahr neues Thema
Die Idee zum Thema stammt wie immer aus dem Team um Brigitte Jagg, die seit 20 Jahren die Tanzabteilung der Dornbirner Musikschule leitet. „Diesmal haben wir uns gefragt, was eigentlich alles passiert, wenn die meisten schlafen – und daraus ist das Bild der Nachtschwärmer entstanden: Tiere, die nachtaktiv sind, Berufsgruppen, die nachts arbeiten, träumende Gestalten, flirrende Sterne und Menschen, die aus purer Lebensfreude durch die Gassen tanzen.“

Jede Tanzgruppe entschied sich dann im Unterricht für ein Unterthema, das sie in Choreografien umsetzte. Die Vielfalt zeigt sich auch im tänzerischen Zugang. Von kreativem Kindertanz über klassisches Ballett bis zu zeitgenössischen und urbanen Stilen. „Mit diesem Format bieten wir am Ende des Schuljahrs Einblick in unsere Arbeitsweise und bieten den Schülern einen professionellen Rahmen, sich zu präsentieren, mit allem, was sie gelernt haben. Auch in diesem Jahr wird wieder die Vielfalt des Tanzes und die künstlerische ´Handschrift` der einzelnen Pädagoginnen sichtbar“, erklärt Jagg.

Schüler bringen Ideen ein
In vielen Stücken waren die Ideen der Kinder und Jugendlichen mitentscheidend für die künstlerische Gestaltung. In den kreativen Fächern etwa wurden große Teile der Choreografien von den Schülern selbst entwickelt. In den anderen Bereichen stand zwar eine Vorgabe im Raum, doch auch dort ist Raum für eigenen Ausdruck und Interpretation.

Fast alle Stücke werden von Live-Musik begleitet. Die Musiker Martin Grabher, Martin Gallez, Aris Kapagiannidis und Nataliia Nosova wirken als Begleitung, aber auch als Mitgestalter mit. So entstehen immer wieder überraschende, stimmungsvolle Momente, in denen Tanz und Musik auf der Bühne miteinander verschmelzen.

Engagiertes Team an der Musikschule
Auch heuer zeigen sich wieder die unterschiedlichen Handschriften der beteiligten Pädagoginnen. Anne Thaeter, Claudia Grava-Birnbaumer, Natalie Begle-Hämmerle, Michaela Kyllönen, Carolina Fink und Sonja Stüwe-Beer – und ihre Herangehensweise an das gemeinsame Entwickeln von Bewegung und Ausdruck. „Ich liebe diesen kreativen Austausch im Team“, sagt Jagg. „Wir entwickeln Projekte gemeinsam und unterstützen junge Menschen in ihrer persönlichen Entfaltung.“

Besonders stolz ist man in der Tanzabteilung auf die gewachsene Vielfalt im Kursangebot. Neben Kinderballett, Urban Styles und zeitgenössischem Tanz hat sich das inklusive Fach „Tanzlabor“ und das neu gegründete „Tanzensemble (hier werden besonders engagierte Jugendliche gefördert) etabliert.

Das Publikum darf sich diesen Samstag auf eine fantasievolle Reise durch die Nacht mit leuchtenden Sternen, flinken Dieben, flatternden Faltern freuen. Oder, wie es Brigitte Jagg ausdrückt: „Lustvolle Bewegung, lachende Kindergesichter, kreative Kostüme, stimmungsvolles Licht, Nachwuchstalente in Aktion und ganz viel nächtlicher Zauber.“ Die erste Aufführung am Spielboden startet um 15 Uhr, eine zweite Gelegenheit gibt es um 19 Uhr. cth