Kolumne: Soviel zu den Weihnachtsgeschenke-Listen

VN / 22.12.2025 • 16:00 Uhr
Kolumne: Soviel zu den Weihnachtsgeschenke-Listen

Nur noch einmal schlafen! Jedes Jahr irgendwann Anfang November sage ich so etwas wie: Meine Güte, bald ist schon wieder Weihnachten, was schenke ich denn heuer? Und dann macht es mir doch Freude, mir Geschenke zu überlegen.

Als eingefleischte Listen-Fanatikerin führe ich natürlich das ganze Jahr über eine Geschenke-Liste, in der ich vermerke, wenn mir eine Sache auffällt, die sich für diese oder jenes Person als Geschenk eignen würde. Kurz vor Weihnachten finde ich dann, dass es doch nicht passt, oder die Besorgung geht sich nicht mehr aus oder ich kann mich nicht überwinden, mich auf der Suche nach dem perfekten Geschenk durch die vorweihnachtlich überfüllte Stadt zu drängeln. Den Wiener Christkindlmarkt habe ich heuer nur von der Straßenbahn aus bestaunt, die dort zu bestimmten Zeiten gar nicht mehr hält, weil dort an den späten Nachmittagen einfach zu viele Menschen unterwegs sind.

Irgendwie bekam ich doch alle Geschenke zusammen. Als ich das für meine beste Freundin einpackte – eine kleine Sporttasche für unsere gemeinsamen abendlichen Trainingsstunden – fiel mir ein, dass ich ihr auch letztes Jahr zu Weihnachten ein Täschle geschenkt habe (ganz ein anderes!) und vorletztes Jahr eins zum Geburtstag. Soviel zu den Listen. Aber bitte, wir lieben Täschchen, und das eine hat sie so oft benutzt, dass es schon ganz abgewetzt ist. Sie bekam auch noch ein Puzzle, und hat sich über meine Geschenke sehr gefreut, und ich mich über ihre. Ich bekam auch ein hübsches Täschle, von einer anderen Freundin. Weil, kann man je genug Taschen haben? Eben.

Mit den Freundinnen und Freunden habe ich ein paar Abende ausgiebig weihnachtsverfeiert und kleine Geschenke ausgetauscht und gute Wünsche, ein bisschen angestoßen, gut gegessen und viel gelacht – und das ist ja das eigentliche Geschenk für mich. Dass man das hat: Freundinnen und Freunde, sichere vier Wände, in denen wir uns treffen können, gutes Essen, Wärme und Frieden.

Jetzt gehts ins Ländle. Ich musste nur noch den Hund baden, ein paar Geschenke einwickeln, Wäsche aufhängen, meinen Koffer und die Hundetasche packen, und, ach ja, Tickets kaufen!, und schon konnte es losgehen.

Nur noch einmal schlafen! Ich freue mich auf das Feiern mit der Familie, auf den italienischen Salat und die Kekse meiner Mutter, auf die leuchtenden Augen der großen Kinder vorm Christbaum, auf ihre Freude über meine Geschenke, auf meine Geschwister und ihre Familien und auf den lauten, lustigen Tag, den wir alle gemeinsam an einem langen, schön gedeckten Tisch verbringen werden.

Ich wünsche auch euch allen schöne Tage, was immer ihr auch feiert oder nicht, und dann einen guten Übergang ins neue Jahr: Esst gut, trinkt nicht zu viel, drückt eure Lieben und lasst es euch so gut gehen wie nur irgendwie möglich.