Freiwillige prägen das Zusammenleben in Feldkirch im Integrationsbereich

Die Stadt Feldkirch dankte jenen, die mit Zeit und Herz Brücken zwischen den Kulturen bauen.
Feldkirch Ganz besonders in der Weihnachtszeit ist die Arbeit von Ehrenamtlichen eine elementare Stütze in der Gesellschaft. Ihre Zeit und ihre Offenheit rücken Menschen in den Mittelpunkt, die oft am Rande der Allgemeinheit auf Hilfe warten. Brücken bauen zwischen Sprachen, Kulturen und Lebensgeschichten gehört zum Alltag von ehrenamtlichen Mitarbeitern im Integrationsbereich.
Die Stadt Feldkirch widmete diesen Mitarbeitern kürzlich einen besonderen Abend. Kein großes Spektakel, sondern ein ehrliches Dankeschön an all jene, die Integration tagtäglich mit Leben füllen. “Die Ehrenamtlichen sind das Herz der Integrationsarbeit. Vieles wäre ohne sie nicht möglich”, betonte Bürgermeister Manfred Rädler. Worte, die in diesen Wochen besonders nachklingen – in einer Zeit, in der Zusammenhalt mehr denn je zählt.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Naflahus. 38 Freiwillige engagieren sich hier regelmäßig für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Sie laden ein zum Montagscafé, zum Sprachtreff, zur Näh- oder Fahrradwerkstatt. Was auf den ersten Blick nach einfachen Angeboten klingt, ist in Wahrheit oft viel mehr: ein erster Anker, ein Gespräch bei Tee, ein Ort, an dem Fremde zu Nachbarn werden. Gerade jetzt, in der stillen Jahreszeit, sind solche Begegnungen kleine Lichter im Alltag.
Ein besonders lebendiges Zeichen für gelungene Integration setzte auch heuer wieder das “Picknick der Kulturen” im Juni. Farben, Musik, Speisen aus aller Welt – und mittendrin Menschen, die miteinander lachten und ins Gespräch kamen. “Bunt, vielfältig und voller Lebensfreude”, nannte es Bürgermeister Rädler. Ein Bild, das bleibt – auch über den Sommer hinaus.
Das kommende Jahr hält zudem einen besonderen Anlass bereit: Das Naflahus feiert sein zehnjähriges Bestehen. Zehn Jahre Engagement, Begegnung und Beharrlichkeit. Zehn Jahre gelebte Vielfalt. Ein Jubiläum, das zeigt, dass Integration kein kurzfristiges Projekt ist, sondern ein gemeinsamer Weg.
Zum Abschluss des Abends lud die Stadt Feldkirch die Ehrenamtlichen noch zu einem gemeinsamen Ausklang ein – Zeit für Gespräche, Rückblicke und vielleicht auch leise Wünsche für das neue Jahr. In einer Stadt, die von vielen Geschichten lebt, sind es genau diese Menschen, die dafür sorgen, dass sie miteinander erzählt werden.