Mit dem Donauwalzer schloss sich der Kreis

Im Kreisverkehr tanzend nahm Egg Abschied von seinem großen Jubiläumsjahr
Bezau, Egg „Gut vorstellbar, dass diese Fise bei uns in Egg Tradition wird – ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn wir in einem Jahr wieder hier stünden . . .“, sinnierte Ulli Troy mit Blick auf die im Kreisverkehr fröhlich tanzenden Schar von Festgästen, die symbolisch Abschied vom Jubiläumsjahr „750 Jahre Egg“ nahmen und buchstäblich in ein neues Jahr tanzten. Und er war mit seiner Einschätzung nicht allein.

Impuls für die Dorfgemeinschaft
Für viele der zahlreichen Gäste schloss sich damit der Kreis, denn sie feierten schon vor Jahresfrist auf dem neuen Dorfplatz beim Posthus. Damals war es nicht nur der Startschuss in ein ganz besonderes Jahr, sondern auch die Eröffnung einer wichtigen Infrastruktur, die dem dörflichen Leben in der größten Wäldergemeinde wertvolle Impulse gibt.

Es hat sich viel getan in Egg
Alle, die schon vor einem Jahr hier feierten, konnten zufrieden feststellen, dass Posthus und der Platz davor die hohen Erwartungen mehr als erfüllen konnten: Wo früher neben einem kaum mehr genützten alten Postgebäude Autos parkten ist heute ein Platz der Begegnung und im neuen Posthus ist Leben eingekehrt. Wobei „eingekehrt“ ein gutes Stichwort ist, denn Sarah Brückner kochte und servierte mit ihrem Team ein feines Silvester(hauben)menü als perfekte Einstimmung auf die große Party.

Das Posthus-Projekt hat viel bewegt – ein kluger Mix von Wohnungen, Gastronomie und Dienstleistungen machte das markante Gebäude als neues Egger Wahrzeichs zur Anlaufstelle für vielfältige Angelegenheiten: Gastronomie (Sarah kocht & Suzi Eiscafé), Österreichische Gesundheitskasse, Arztpraxen, Dienstleister (die Kanzlei Geser und Partner sowie die Sutterlüty Verwaltungs GmbH, Regio Bregenzerwald, Landbus Bregenzerwald und Baurechtsverwaltung Bregenzerwald sind hier eingezogen und brachten „Leben“ ins Zentrum.

Nicht nur baulich hat sich viel getan in diesem Jubiläumsjahr – auch personell gab es eine vis à vis vom Posthus im Rathaus eine große Weichenstellung, denn Paul Sutterlüty stellte sich nach 30 Jahren in der Gemeindevertretung – davon neun Jahre als Bürgermeister – nicht mehr der Wahl und konzentrierte sich wieder auf seine Anwaltskanzlei. Marc Meusburger übernahm den Bürgermeistersessel – und gemeinsam mit seinem Vorgänger auch die Verkehrsregelung für den „Kreisverkehrwalzer“. Als der Donauwalzer des Jubilars Johann Strauß (2025 war das 200-Jahr-Jubiläum des Walzerkönigs) verklungen war und die Tanzfreudigen wieder auf den Posthus-Platz zurückkehrten, konnte sich der Altbürgermeister nicht verkneifen zu erwähnen, dass er jetzt auch seine letzte Funktion übergeben habe . . .

Manches blieb auch gleich
Egg hat mit Posthus und Posthus-Platz Neues gewagt und im Jubiläumsjahr viel verändert – manches ist aber auch gleich geblieben: Zur großen Silvester-Party gab es nur ein sparsames Feuerwerk, ein paar Raketen im Umfeld, der Fokus lag stattdessen wieder auf einer Lichtshow an der Posthus-Fassade und vor allem auf Hunderten Sternlespritzern, die pünktlich um Mitternacht gezündet wurden. Bei Temperaturen an der Grenze zu zweistelligen Minusgraden wurden auch „Lagerfeuer“ und „Heizpilze“ gezündet. Wärmend waren auch Tee und Glühwein an den Getränkeständen. Hilfreich zudem Bewegung: Vor und nach dem Kreisverkehr-Walzer gab es ein Live-Konzert mit dem Riga Soul Club, der zum Mittanzen einlud. Gulaschsuppe aus dem Feuerkessel, Mitternachtssekt und einen gemütlichen Ausklang mit den Supersound von Deejan rundeten den denkwürdigen und speziellen Jahreswechsel im Herz des Bregenzerwaldes ab.















