Hatler Kinder malen die Zukunft bunt

An der VS Leopold fanden zwei Workshop-Tage für das Plakat der Umweltwoche statt.
Dornbirn Wie Kinder ihre Umwelt wahrnehmen und was ihnen daran wichtig ist, stand kürzlich im Mittelpunkt zweier Workshop-Tage an der Volksschule Leopold im Dornbirner Hatlerdorf. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a gestalteten gemeinsam mit Umweltpädagogin und Projektkoordinatorin Lucia Emerich-Rüdisser erste Entwürfe für das Plakat der diesjährigen Vorarlberger Umweltwoche.

Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der “Essbaren Stadt Dornbirn” koordiniert Emerich-Rüdisser auch die Schulprojekte der Umweltwoche. Die Umweltwoche gilt seit vielen Jahren als Schaufenster für Umweltaktivitäten im Land und findet jährlich rund um den internationalen Umwelttag am 5. Juni statt. In ganz Vorarlberg sind dazu wieder zahlreiche Veranstaltungen, Projekte und Mitmach-Aktionen geplant.

Die Erste war somit die Gestaltung des Plakats, und heuer fiel der Volksschule Leopold diese besondere Aufgabe zu. Der Kontakt kam nicht zufällig zustande. Zwischen der Schule und Emerich-Rüdisser bestanden bereits aus früheren Projekten enge Verbindungen.

Beim ersten Workshop-Tag stand zunächst das Kennenlernen im Vordergrund. In einer Vorstellungsrunde erzählten die Kinder, wer sie sind, was sie gerne tun und welche Orte ihnen in der Natur besonders gefallen – so etwa die Dornbirner Ache, der Karren oder der Zanzenberg. Anschließend arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen an der Frage, was dazu beiträgt, dass die Umwelt gesund bleibt, und welche Einflüsse ihr schaden.

Was Kindern an der Umwelt wichtig ist
Die gesammelten Ideen wurden im Sitzkreis vorgestellt und diskutiert. Genannt wurden unter anderem Müllvermeidung, Blumen pflanzen, weniger Abholzung und ein bewussterer Umgang mit Ressourcen. Emerich-Rüdisser stellte fest, dass sich die Kinder bereits sehr konkrete Gedanken machten. Genannt wurden etwa “weniger Tiere töten”, “Bäume pflanzen” oder “bei Produkten gut überlegen”. Anschließend wurden mithilfe einer sogenannten Daumenreflexion jene Ideen ausgewählt, die weiter ausgearbeitet werden sollten.

Im nächsten Schritt brachten die Kinder ihre Gedanken zu Papier. Mit Bleistift entstanden erste Skizzen, über deren Umsetzung erneut gemeinsam abgestimmt wurde. Ein sogenannter Stimmungskreis half dabei, die Entscheidungen zu treffen, welche Ideen es auf das Plakat schaffen sollten.

Beim zweiten Workshop-Tag in der vergangenen Woche wurden die Inhalte erneut aufgegriffen und vertieft. Die Kinder widmeten sich dabei noch einmal Fragen wie: “Was schenkt uns die Erde?” oder “Wie kann ich selbst helfen?” und vertieften das Thema rund um saubere Umwelt, Umweltverschmutzung und Verantwortung im Alltag.

Die ausgewählten Entwürfe wurden schließlich mit bunten Farben ausgearbeitet, getrocknet und an Emerich-Rüdisser übergeben. Die Zeichnungen werden nun von einer Grafikerin zu einem professionellen Plakat weiterentwickelt, das während der Umweltwoche auf Bussen, in Schaufenstern und in den Medien zu sehen sein wird. Die Spannung bei den Kindern ist bereits groß. cth






